Smolník

Gemeinde in der Slowakei From Wikipedia, the free encyclopedia

Smolník (deutsch Schmöllnitz, ungarisch Szomolnok) ist eine Gemeinde in der Ostslowakei in der historischen Region Zips, die von deutschen Siedlern gegründet wurde. Sie liegt im Tal des gleichnamigen Flusses, im Gebirge Volovské vrchy, etwa 24 km von Rožňava, 27 km von Gelnica und 50 km von Košice entfernt.

Schnelle Fakten Wappen, Karte ...
Smolník
Wappen Karte
Smolník (Slowakei)
Smolník (Slowakei)
Smolník
Basisdaten
Staat: Slowakei Slowakei
Kraj: Košický kraj
Okres: Gelnica
Region: Spiš
Fläche: 68,97 km²[1]
Einwohner: 944 (31. Dez. 2024)[2]
Bevölkerungsdichte: 13,68 Einwohner je km²
Höhe: 561 m n.m.
Postleitzahl: 055 66
Telefonvorwahl: 053
Geographische Lage: 48° 44′ N, 20° 44′ O
Kfz-Kennzeichen
(vergeben bis 31.12.2022):
GL
Kód obce: 543560
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: Oktober 2022)
Bürgermeister: Radoslav Dlugoš
Adresse: Obecný úrad Smolník
1
05566 Smolník
Webpräsenz: www.smolnik.sk
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Der Name des Dorfes stammt vom deutschen Wort schmelzen, da es im Tal Schmelzhütten gab, früher in Dialekt schmöllzen – Schmöllnitz – später Slowakisch Smolník via Lautschrift. Der heutige Name Smolník entstand als phonetische Transkription des deutschen Namens.

Geschichte

Blick auf den Ort

Die ersten schriftlichen Nachweise der Besiedelung der Ufer des Schmöllnitzer Baches durch deutsche Bergleute stammen aus dem 13. Jahrhundert (1225). Das Gebiet gehörte zur Bergstadt Göllnitz. Schon 1287 sind entlang des Schmöllnitzer Baches Werkräume zur Reinigung von Eisen. Schon kurz darauf, 1327, wird die Siedlung als Schmöllnitz nach Vorbild der Stadt Schemnitz zur Königlichen Freistadt erhoben. Die Bergleute förderten vor allem Gold, Silber, Kupfer und später Eisenerz und Pyrit. Wirtschaftlich konnte Schmöllnitz im Laufe des 15. Jahrhunderts die ältere Bergstadt Göllnitz überholen, wodurch die Stadt eine führende Rolle in der Region einnahm.[3] Ab dem 16. und 17. Jahrhundert litt die Stadt an den zahlreichen Konflikten in Ungarn sowie Pestepidemien, womit ein langanhaltender Niedergang einher ging. Die deutsche Bevölkerung des Ortes wurde 1944/1945 im Rahmen der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei wie der Großteil der Zipser Sachsen vertrieben.

Von 1884 bis 1965 war der Ort Endpunkt der Göllnitztalbahn von Margecany.

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Ethnische Struktur, Jahr ...
Ethnische Struktur
Jahr Einwohner Slowaken Deutsche Ungarn Sonstige
18802.7061052.31219198
18902.2201002.023907
19002.5552161.94832863
19102.3451561.61555618
19302.4215121.685110114
20011.2991.19731566
20111.126996243103
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Commons: Smolník – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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