Sommerein

Marktgemeinde im Bezirk Bruck an der Leitha, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Sommerein (auf Ungarisch Lajtasomorja) ist eine Marktgemeinde mit 2265 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Sommerein
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Sommerein
Sommerein (Österreich)
Sommerein (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL
Fläche: 41,51 km²
Koordinaten: 47° 58′ N, 16° 38′ O
Höhe: 197 m ü. A.
Einwohner: 2.265 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 55 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2453
Vorwahl: 02168
Gemeindekennziffer: 3 07 24
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Schloßstraße 23
2453 Sommerein
Website: www.sommerein.at
Politik
Bürgermeister: Karl Zwierschitz (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(21 Mitglieder)
14
6
1
14 6 1 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Sommerein im Bezirk Bruck an der Leitha
Lage der Gemeinde Sommerein im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)BergHöfleinLanzendorfLeopoldsdorfRohrau
Lage der Gemeinde Sommerein im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Luftbild von Sommerein
Luftbild von Sommerein
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Sommerein (Mitte oben) um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Sommerein liegt im Industrieviertel in Niederösterreich am nördlichen Abhang des Leithagebirges. Die Nordgrenze folgt weitgehend der Leitha. Die anschließende Ebene, die zum Wiener Becken gehört, liegt rund 200 Meter über dem Meeresniveau. Weiter nach Süden steigt das Gemeindegebiet zum Leithagebirge an. Die höchsten Erhebungen der Gemeinde sind Gaisberg (407 m) und Großer Berg (416 m).

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 41,51 Quadratkilometer. Davon sind 54 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 36 Prozent sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung

Es gibt nur die Katastralgemeinde Sommerein.

Neben der Ortschaft Sommerein gibt es die Ortslagen Aussiedlerhöfe, die Militärsiedlung Sommerein mit der Wallenstein-Kaserne[2] und zwei Einzellagen.

Nachbargemeinden

Götzendorf an der Leitha Trautmannsdorf an der Leitha Bruck an der Leitha
Mannersdorf am Leithagebirge Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Kaisersteinbruch
Purbach am Neusiedler See Breitenbrunn am Neusiedler See

Geschichte

Bei archäologischen Untersuchungen im Rahmen der Errichtung eines Windparks durch die EVN im Nordosten des Gemeindegebiets wurde ein 7400 Jahre altes Kindergrab aus dem Neolithikum gefunden. Eine Besiedelung der Gegend in der Latènezeit wurde nachgewiesen, so fand man Hinweise auf Grubenhäuser und Langhäuser aus dieser Zeit.[3]

Im Altertum war das Gebiet Teil der römischen Provinz Pannonien. Der Stein des Leithagebirges wurde bereits damals abgebaut. Der Ort gehörte im Mittelalter zunächst zu Österreich, fiel aber dann an Ungarn (im Komitat Moson, im Herrschaftsgut von Scharfeneck, auf Ungarisch Sárfenék), wo es bis ca. 1662 verblieb.

Im Rahmen der beiden Türkenbelagerungen Wiens 1529 und 1683 wurde Sommerein sowie die Orte der Umgebung verwüstet. Ein großer Teil der Bevölkerung wurde dabei getötet oder verschleppt.

Das Handwerk der Steinmetzen und Maurer zu Sommerein war bis 1781 der Viertellade im kaiserlichen Steinbruch am Leithaberg zugehörig. Danach wurde es auf kaiserlichen Befehl Teil der Viertellade in Bruck an der Leitha.[4]

Einwohnerentwicklung

Sommerein: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
1.692
1880
 
1.805
1890
 
1.860
1900
 
1.775
1910
 
1.682
1923
 
1.675
1934
 
1.775
1939
 
1.620
1951
 
1.003
1961
 
1.499
1971
 
1.488
1981
 
1.522
1991
 
1.640
2001
 
1.753
2011
 
1.932
2021
 
2.160
2025
 
2.265
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 54, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 45. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 852. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 49,4 Prozent.

Bildung

In Sommerein befindet sich ein Kindergarten[5] und eine Volksschule.[6]

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hatte 19 Mitglieder und 21 Mitglieder ab dem Jahr 2025.

Bürgermeister

  • seit 1999 Karl Zwierschitz (SPÖ)

Persönlichkeiten

Epitaph Alexius Payos

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Schöngraben bis St. Valentin. Schmidl, Wien 1833, S. 113 (SommereinInternet Archive).
  • Ava Pelnöcker, SUM ALB, Mosaiksteine zur Ortsgeschichte von Sommerein am Leithagebirge. Eigenverlag der Aurorin, 2024, ISBN 978-3-200-04859-1.
Commons: Sommerein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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