Somos Perú

konservative Partei Perus From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Partido Democrático Somos Perú (kurz: Somos Perú) ist eine christdemokratische und sozialkonservative Partei in Peru, die 1995 gegründet wurde. Die Partei ist vor allem für ihren kommunalen Ursprung, ihren dezentralistischen Ansatz und Alberto Andrade bekannt, der als Gründer und Bürgermeister von Lima maßgeblich ihren Werdegang bis zu seinem Tode 2009 prägte.

Geschichte

Somos Perú entstand zunächst 1995 als Bewegung „Somos Lima“,[1] um die Bürgermeisterkampagne von Alberto Andrade zu unterstützen,[2] der sich damals von der Partido Popular Cristiano getrennt hatte.[3] Nach seinem Wahlerfolg als Bürgermeister wurde die Bewegung 1997 in eine landesweite Partei umgewandelt.[1] Andrade wurde bald zu einem der wichtigsten Oppositionspolitiker gegen Präsident Alberto Fujimori und trat 2000 als Präsidentschaftskandidat an, erreichte jedoch nur 3 % der Stimmen.[4]

In den 2000er-Jahren konnte Somos Perú bei Kongresswahlen mehrfach Mandate gewinnen, schloss sich zeitweilig Wahlallianzen mit anderen politischen Gruppierungen wie Acción Popular und Alianza para el Progreso an[5] und blieb politisch vorwiegend auf regionaler und lokaler Ebene aktiv. Insbesondere bei Kommunalwahlen konnte Somos Perú zahlreiche Bürgermeister und Regionalpräsidenten stellen.[1][2][4]

Ideologie und Programm

Somos Perú definiert sich als populäre, demokratische, konstitutionelle und dezentrale Partei.

Die Partei ist stark kommunal orientiert und sieht die Stärkung der lokalen, distrikt- und provinzialen Demokratie als Fundament der nationalen Demokratie. Ein Hauptziel ist eine ernsthafte Dezentralisierung, politische, wirtschaftliche und administrative Autonomie für die Regionen sowie die Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe.[1][6]

Commons: Somos Perú – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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