Speckenberg

Naturschutzgebiet in Niedersachsen From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Speckenberg ist ein Naturschutzgebiet in der niedersächsischen Stadt Salzgitter.

Schnelle Fakten
Speckenberg

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

Lage Südlich von Salzgitter, Niedersachsen
Fläche 8,2 ha
Kennung NSG BR 112
WDPA-ID 165609
Geographische Lage 52° 2′ N, 10° 24′ O
Speckenberg (Niedersachsen)
Speckenberg (Niedersachsen)
Meereshöhe von 168 m bis 193 m
Einrichtungsdatum 2. August 1991
Verwaltung NLWKN
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Allgemeines

Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG BR 112 ist rund 8,2 Hektar groß. Es ist vollständig Bestandteil des rund 2.013 Hektar großen FFH-Gebietes „Salzgitterscher Höhenzug (Südteil)“.[1] Im Osten grenzt es an das Landschaftsschutzgebiet „Osterholz, Südholz, Kassebusch“. Das Gebiet steht seit dem 2. August 1991 unter Naturschutz. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist die Stadt Salzgitter.

Beschreibung

Das Naturschutzgebiet liegt südöstlich von Salzgitter-Bad auf dem südlichen Mittelteil des Salzgitter-Höhenzuges. Hier ist am Rande des Höhenzuges ein Halbtrockenrasen erhalten geblieben, der durch ehemals extensive Beweidung entstanden ist. Hier sind z. B. Echte Schlüsselblume, verschiedene Seggen, Fransenenzian, Gewöhnliches Sonnenröschen[2] sowie Orchideen wie einige Ragwurzarten, Stattliches Knabenkraut, Schwalbenwurz und Weidenblättriger Alant, die größere Bestände bilden, zu finden. Gebüsche und Hecken werden von Schlehen, Weißdornen und Wildrosen, aber auch Liguster, Kreuzdorn, Hartriegel und Pfaffenhütchen gebildet.

Von besonderer Bedeutung ist ein Steilhang im Südwesten des Schutzgebietes, in dem sich auf skelettreichem Boden Charakterarten der Felsgrus- und Felsbandgesellschaft angesiedelt haben. Der östliche Teil des Naturschutzgebietes ist bewaldet. Hier sind als Besonderheit einige ältere Wildbirnen zu finden. An lichten Stellen im Wald sind Straußblütige Wucherblume und Blauroter Steinsame zu finden.

Das Naturschutzgebiet ist Lebensraum verschiedener Schmetterlinge, darunter der Schachbrettfalter, der die bewaldeten Flächen und den Bereich des Waldsaums besiedelt, außerdem verschiedener Käfer, Heuschrecken, Wanzen und Ameisen.

Der Halbtrockenrasen wird zur Pflege zeitweise mit Galloway-Rindern[3], Schafen, Ziegen oder Eseln[4] beweidet. Um die Rasen wieder freizustellen, werden Bereiche mit stärkerem Gehölzaufwuchs entbuscht.[2] Durch den südlichen Bereich des Naturschutzgebietes verläuft ein Weg, der betreten werden darf.

Einzelnachweise

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