Stanley Nelson

US-amerikanischer Filmregisseur From Wikipedia, the free encyclopedia

Stanley Earl Nelson Jr. (* 8. Juni 1951[1] in New York City) ist ein US-amerikanischer Regisseur und Produzent mit dem Schwerpunkt auf Dokumentationen.

Stanley Nelson (2016)

Leben

Nelson absolvierte die Leonard Davis Film School an der City University of New York. Er begann sein Studium zuvor zunächst am Beloit College, wechselte mehrfach die Universität und kam schließlich nach New York. Nach seinem Studium arbeitete er für den Dokumentarfilmer William Greaves (1926–2014) im Bereich Schnitt. Außerdem war er einige Jahre für United Methodist Communication tätig.[1]

Er unterrichtete Filmproduktion an der Howard University. Nelson war Fellow des American Film Institute und der New York Foundation for the Arts. Außerdem war er Revson Fellow an der Columbia University. Im Frühling 1997 wurde er zum University Regents Lecturer an der University of California ernannt.[2] 2003 wurde ihm die MacArthur Fellowship zugesprochen.

Nelson tritt seit Ende der 1980er Jahre als Regisseur und Produzent von Dokumentationen in Erscheinung, gelegentlich ist er auch als Drehbuchautor tätig. Seine erste eigene Produktion war Two Dollars and a Dream, über die erste schwarze Millionärin, er begann dann auch für Public Broadcasting Service zu arbeiten.[1] Er ist Gründer und Präsident der Half Nelson Productions, Inc, einer unabhängigen Produktionsfirma. Sein eigenes Schaffen umfasst rund 70 Produktionen. Seine Arbeiten werden auch im Fernsehen gezeigt.[2] Sein Schaffen ist gekennzeichnet von einer breiten Themenvielfalt. Er portraitiert einzelne Personen, beschäftigt sich mit der Geschichte von sozialen Bewegungen und der schwarzen US-Amerikaner und Indianer, mit Bildung bis hin zu Arbeiten über Afrika und Musik. Auch einzelne Ereignisse wie das Jonestown-Massaker werden von ihm filmisch aufgearbeitet. Mehrere seiner Filme wurden auch beim Sundance Film Festival aufgeführt.

Stanel ist Mitbegründer von Firelight Films, einer Non-Profit-Organisation, die auch Dokumentationen erstellt und zu ihrer Verbreitung beiträgt.

Er war gemeinsam mit Traci Curry für Attica, über die Attica Correctional Facility, bei der Oscarverleihung 2022 in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert. Im Jahr zuvor wurden die beiden bei den Critics’ Choice Documentary Awards nominiert. Die Directors Guild of America zeichnete sie für diese Arbeit aus, hinzu kam der The Ridenhour Documentary Film Prize bei den The Ridenhour Prizes. Von der International Documentary Association wurde er 2016 für sein Lebenswerk geehrt.

In den Jahren 2003 und 2011 gewann Nelson je einen Emmy. Zwei Mal erhielt er den News & Documentary Emmy Award, 2016 wurde er dort zudem für sein Schaffen ausgezeichnet. Ebenfalls 2016 wurde ihm ein Peabody Award verliehen. Er ist Träger der National Humanities Medal. Für seinen Film über Miles Davis war er für den Grammy Award for Best Music Film nominiert.

Filmografie (Auswahl)

  • 1989: Two Dollars and a Dream
  • 2001: Marcus Garvey: Look For Me in the Whirlwind
  • 2003: The Murder of Emmett Till
  • 2005: Wir bleiben bestehen (5): Wounded Knee (We Shall Remain: Part V - Wounded Knee)
  • 2005: Sweet Honey in the Rock: Raise Your Voice
  • 2006: Jonestown – Todeswahn (Jonestown: The Life and Death of Peoples Temple)
  • 2010: Freedom Riders: Helden gegen Rassismus
  • 2012: Jesse Owens. Der schnellste Mann der Welt (als Autor)
  • 2015: The Black Panthers: Vanguard of the Revolution
  • 2017: Them We Are Rising: The Story of Black Colleges and Universities
  • 2019: Miles Davis – Birth of the Cool
  • 2021: Attica
Commons: Stanley Nelson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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