Stannern (Meteorit)
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| Stannern | |||||
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| Allgemeines | |||||
| Offizieller Name nach MBD |
Stannern | ||||
| Synonym | Stonařov meteorite | ||||
| Authentizität | sicher | ||||
| Lokalität | |||||
| Land | Tschechien | ||||
| Region | Moravia | ||||
| Gemeinde | Stonařov | ||||
| Streufeld | ja | ||||
| Fall und Bergung | |||||
| Datum (Fall) | 22. Mai 1808 | ||||
| beobachtet | ja | ||||
| Sammlung | Hauptmasse im Naturhistorischen Museum Wien | ||||
| Beschreibung | |||||
| Typ | Achondrit | ||||
| Gruppe | HED-Meteorit | ||||
| Untergruppe | Eukrit | ||||
| Masse (total) | 52 kg | ||||
| Referenzen | |||||
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Stannern ist ein Steinmeteorit des Typs Achondrit, Untergruppe Eukrit (HED-Gruppe). Er fiel am 22. Mai 1808 nahe Stonařov (deutsch Stannern) in Mähren, heute Tschechische Republik.[1]
Die Gesamtmasse der geborgenen Fragmente wird auf etwa 52 kg geschätzt. Stannern gilt als klassischer Eukritfall und wird aufgrund seiner Chemie und Isotopenverhältnisse häufig mit dem Asteroiden (4) Vesta in Verbindung gebracht.
Das Fallereignis
Der Fall wurde von zahlreichen Personen beobachtet und Dutzende Bruchstücke des Meteoriten konnten vom Wiener Naturwissenschaftler Karl Schreibers gesammelt werden.
Der Meteoritenschauer ereignete sich am Sonntag, 22. Mai 1808, kurz vor 06:00 Uhr. Der Himmel war klar, als ein großer Feuerkegel am Himmel erschien, und ein ohrenbetäubender Knall war zu hören war, den die Verfasser der schriftlichen Aufzeichnungen mit einem Kanonenschuss verglichen.[2] Das Ereignis wurde von Passanten auf dem Weg zur Kirche beobachtet. Laut der lokalen Chronik dauerte der Meteoritenfall etwa acht Minuten und die Anzahl der Meteoriten wird auf 200 bis 300 geschätzt. Es gab keine Verletzten und keine Sachschäden.
Die Meteoriten fielen in der Nähe von Stonařov in einem elliptischen Streufeld, das sich auf einer Länge von etwa 12,5 km und einer Breite von etwa 4,8 km in Nord-Süd-Richtung erstreckte. Fragmente des Meteoriten wurden auch in einigen Nachbar-Gemeinden von Stonařov gefunden, etwa in den Gemeinden Otín, Rosice, Cerekvička, Dlouhá Brtnice, Hladov und Stará Říše.[2]
6 Tage nach dem Fall-Ereignis, am 28. Mai, traf Karl Schreibers, Direktor der „k.k. Hof-Naturalien-Cabinete“ gemeinsam mit Alois von Beckh-Widmanstätten in der Region ein, organisierte eine Suche nach Fragmenten des Meteoriten, brachte laut eigenem Bericht „61 Meteorsteine und Bruchstücke von Meteorsteinen“ nach Wien, befragte Zeugen des Falls und dokumentiert das Ereignis sorgfältig.[3][4]

Sammlungen
Das Gesamtgewicht der geborgenen Steine beträgt etwa 52 Kilogramm. Sie gelangten in Museen auf der ganzen Welt. Das größte Fragment befindet sich in der Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums Wien und ist als Teil der Schausammlung ausgestellt.[4]
Weitere Fragmente des Meteoriten finden sich in folgenden Sammlungen:
- Meteoritenmuseum, Stonařov: Einige kleinere Fragmente sind ausgestellt[5]
- Museum für Naturkunde (Berlin):[6]
- Museum der Universität Tübingen: 9 Fragmente mit einer Gesamt-Masse von mehr als 3350 Gramm[7]
- Meteoritensammlung der vatikanischen Sternwarte in Castel Gandolfo: 4 Fragmente mit 2 Mal 3 Gramm,1 Mal 14,8 Gramm, 1 Mal 18,3 Gramm[8]
- Meteoritensammlung der Smithsonian Institution: Zahlreiche Fragmente des Meteoriten, die größten mit einer Masse von 162,1 Gramm, 135,9 Gramm und 83,3 Gramm
- Melbourne Museum: Ein Fragment mit 2 Gramm[9]
