Stapeliinae

Untertribus der Familie Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Stapeliinae sind eine Untertribus in der Tribus Ceropegieae aus der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae) in der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Die Arten dieses Taxons haben ihre Areale nur in der Alten Welt. Ein Diversitätszentrum (Zentrum der Artenvielfalt) ist die Capensis. Die meisten Arten der Stapeliinae werden Aasblumen genannt. Diese Bezeichnung wird jedoch auch für die Arten der Gattung Rafflesia verwendet, die auch über ihre Blüten Aasgeruch ausströmen, um Aasfliegen zur Bestäubung der Blüte anzulocken.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Stapeliinae

Huernia macrocarpa, Illustration

Systematik
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae)
Tribus: Ceropegieae
Untertribus: Stapeliinae
Wissenschaftlicher Name
Stapeliinae
G.Don
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Beschreibung

Es sind sukkulente Pflanzen. Den Blüten vieler Taxa strömt Aasgeruch aus, um Aasfliegen zur Bestäubung anzulocken.

Systematik

Äußere Systematik

Die Stapeliinae sind eine Untertribus in der Tribus Ceropegieae aus der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae) in der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Phylogenetische Untersuchungen zeigten folgende Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Tribus Ceropegieae auf:[1]


 Marsdenieae 

 Ceropegieae 

Heterostemminae


   

Leptadeniinae


   

Anisotominae


   

Stapeliinae






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Innere Systematik

Der erste Verwendung der Subtribus – noch als „Stapelieae“ – erfolgte 1837/1838 durch George Don.[2] Die Typusgattung der Subtribus Stapeliinae ist Stapelia L. Die Subtribus wurde 2004 durch Ulrich Meve und Sigrid Liede im Rahmen ihrer molekulargenetischen Untersuchungen wieder eingeführt.

Ein Synonym ist Ceropegiinae Decne. ex Miq. (1857).[3]

Stapelia hirsuta ist die Typusart der Typusgattung Stapelia
White-sloanea crassa

Derzeit gehören folgende 37 Gattungen zur Subtribus Stapeliinae:[4]

Quellen

  • Mary E. Endress, Sigrid Liede-Schumann, Ulrich Meve: Advances in Apocynaceae: The enlightenment, an Introduction. In: Annals of the Missouri Botanical Garden. Band 94, Nummer 2, 2007, S. 259–267 doi:10.3417/0026-6493(2007)94[259:AIATEA]2.0.CO;2.
  • Ulrich Meve, Sigrid Liede-Schumann: A molecular phylogeny and generic rearrangement of the stapelioid Ceropegieae (Apocynaceae-Asclepiadoideae). In: Plant Systematics and Evolution, Band 234, Nummer 1–4, 2002, S. 171–209, doi:10.1007/s00606-002-0220-2.
  • Ulrich Meve, Sigrid Liede: Subtribal Division of Ceropegieae (Apocynaceae-Asclepiadoideae). In: Taxon. Band 53, Nummer 1, 2004, S. 61–72 (JSTOR).

Einzelnachweise

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