Stappenbach
Pfarrdorf im Markt Burgebrach, Landkreis Bamberg, Bayern, Deutschland
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Stappenbach (bambergisch: Stammbach) ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Stappenbach hat eine Fläche von 5,635 km². Sie ist in 880 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6403,61 m² haben.[1] Einziger Gemeindeteil in der Gemarkung ist Stappenbach. Die benachbarten Gemarkungen sind Oberharnsbach, Birkach, Oberndorf, Steppach, Oberköst und Unterneuses.[4]
Stappenbach Markt Burgebrach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 49′ N, 10° 48′ O |
| Höhe: | 269 (256–325) m ü. NHN |
| Fläche: | 5,64 km²[1] |
| Einwohner: | 397 (31. Dez. 2024)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 70 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Postleitzahl: | 96138 |
| Vorwahl: | 09546 |

Geografie
Das Pfarrdorf liegt ca. 4,5 km östlich von Burgebrach an der Rauhen Ebrach. Südlich des Ortes befindet sich der 325 Meter hohe Schellenberg. Nachbarorte sind im Osten Abtsdorf, Vorra und Hundshof, im Südwesten Tempelsgreuth und Küstersgreuth, im Nordwesten Unterneuses, Ober- und Unterharnsbach.
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Stappenbach im Jahre 1317 als „Stackenbach“. Der Begriff rührt von Starkloff oder Starkolf, abgekürzt stacco her. Heinrich Zeirner verkaufte damals dem Ebracher Abt Eberhard eine Sölde zu Abtsdorf und die Mühle zu Stappenbach.
Die Vorsiedlung Fesselsberg (auch Fesselsburg, Vesselsburg), im Jahr 1303 als Wüstung erwähnt, lag am Südhang des Scheibenbergs und wurde durch einen Brand zerstört.
1904 erhielt Stappenbach einen Bahnhof an der Bahnstrecke Strullendorf–Ebrach. Der Personenverkehr wurde bereits 1961 eingestellt, der Güterverkehr endete 1999.
Stappenbach war eine etwa 564 Hektar große Gemeinde mit Stappenbach als einzigem Gemeindeteil,[5] die am 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgebrach eingemeindet wurde.[6]
Einwohnerentwicklung
- 1840: 226[7]
- 1933: 242[7]
- 1939: 224[7]
- 1960: 284
- 1961, 6. Juni: 281[5]
- 1970, 27. Mai: 305
- 1987: 25. Mai: 295
- 2008, 30. Juni: 371
- 2011, 31. Dezember: 344
- 2013, 31. Dezember: 365
- 2014, 31. Dezember: 362
- 2016, 31. Dezember: 378
- 2017, 30. Juni: 375
- 2018, 30. Juni: 380
- 2018, 31. Dezember: 384[8]
- 2019, 30. Juni: 383
- 2019, 31. Dezember: 377[9]
- 2020, 30. Juni: 379
- 2020, 31. Dezember: 382
Politik
Die Bürgermeister von Stappenbach (1888 bis 1971):
| Bürgermeister | Hausname | Amtszeit |
|---|---|---|
| Johann Bayer | Unterer Bauer | bis 1888 |
| Kaspar Denzler | Schmied | 1888–1912 |
| Johann Dotterweich | Fallez | 1912–1926 |
| Johann Bayer | Kaiser | 1916–1933 |
| Georg Müller | Schneider | 1933–1938 |
| Michel Ames | (Kaufladen) | 1938–1945 |
| Johann Hartmann | Master | 1945–1948 |
| Adam Bayer | Bauern-Adam | 1948–1971 |
Schule
Zum Schulsprengel von Stappenbach gehörten die Schüler aus Unterharnsbach, Tempelsgreuth und Küstersgreuth.
Westlich des Ortes liegt die Don Bosco-Schule Stappenbach, die aus dem Standort der Volksschule hervorging, ein sonderpädagogisches Förderzentrum.[10]
Söhne und Töchter des Orts
- Günther Denzler (* 1948), von 1996 bis 2014 Landrat des Landkreises Bamberg, wuchs in Stappenbach auf
Literatur
- Konrad Ebitsch: Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde von Stappenbach a. d. Rauhen Ebrach, Bamberg 1983
Weblinks
- Stappenbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 4. Juli 2022.