Steinmaur

Gemeinde im Kanton Zürich in der Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Steinmaur (Dialekt: Stäimer[5], älter: Stòimer) ist eine politische Gemeinde des Bezirks Dielsdorf im Kanton Zürich in der Schweiz.

Schnelle Fakten Lage der Gemeinde ...
Steinmaur
Wappen von Steinmaur
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk: Dielsdorf
BFS-Nr.: 0101i1f3f4
Postleitzahl: 8155 Niederhasli
8162 Steinmaur
8162 Sünikon
UN/LOCODE: CH SMR
Koordinaten: 676064 / 260898
Höhe: 451 m ü. M.
Höhenbereich: 410–799 m ü. M.[1]
Fläche: 9,39 km²[2]
Einwohner: 3716 (31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte: 396 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
28,8 %
(31. Dezember 2024)[4]
Gemeindepräsident: Andreas Schellenberg (SVP)
Website: www.steinmaur.ch
Steinmaur im Jahr 1991, im Vordergrund Obersteinmaur, im Hintergrund Niedersteinmaur
Steinmaur im Jahr 1991, im Vordergrund Obersteinmaur, im Hintergrund Niedersteinmaur
Lage der Gemeinde
Karte von Steinmaur
Karte von Steinmaur
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Wappen

Blasonierung:

In Rot auf silbernem Dreiberg ein steigender silberner Steinbock

Früher war auf dem Wappen Steinmaurs in Rot ein Eber. Dieses Tier wurde aber bei einer Gemeindeversammlung durch den Steinbock ersetzt.

Geographie

Historisches Luftbild von Werner Friedli (1964)

Steinmaur liegt im Wehntal zwischen Lägern und Egg im Zürcher Unterland. Es ist eine sogenannte suburbane Wohngemeinde und gehört zum Ballungsraum Zürich. Die Luftdistanz nach Zürich beträgt 15 km. Von den 947 ha Fläche entfallen 55,3 % auf Landwirtschaft, 29,7 % auf Wald, 5,0 % auf Verkehr und 9,2 % auf Siedlungen. 0,5 % sind Gewässer und 0,3 & unproduktive Fläche (Stand 2018).[6]

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Obersteinmaur, Niedersteinmaur, Schibler und Sünikon.

Bevölkerung

Weitere Informationen Jahr ...
Bevölkerungsentwicklung[7]
Jahr16341675185019001950200020052010201520202022
Einwohner531715925840836276129113169338935833603
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Am 31. Dezember 2022 zählte die Gemeinde 3613 Einwohner (im Vorjahr 3608), davon waren 982 Ausländer, was einem Ausländeranteil von 27,3 % entspricht.[8] Die Bevölkerungsdichte pro Hektar Siedlungsfläche betrug 2018 40,5 Personen.

2022 waren 1146 Personen (31,8 %) evangelisch-reformiert und 880 (24,4 %) römisch-katholisch. Die übrigen 1577 Personen (43,8 %) gehörten einer anderen oder keiner Konfession an.[9]

Politik

Gemeindepräsident ist Andreas Schellenberg (SVP, Stand Dezember 2023).[10]

Bei der Nationalratswahl 2019 erreichten die Parteien folgende Wähleranteile: SVP 38,66 %, glp 11,51 %, FDP 11,50 %, SP 10,57 %, Grüne 10,49 %, EDU 6,23 %, CVP 4,22 %, EVP 3,70 %, BDP 2,02 % und andere (8) 1,10 %.[11]

Die Wähleranteile bei der Nationalratswahl 2023: SVP 40,13 % (+1,47 %), SP 11,16 % (+0,60 %), FDP 10,66 % (−0,85 %), glp 10,54 % (−0,98 %), Die Mitte 9,62 % (+3,37 %), Grüne 6,83 % (−3,66 %), EVP 4,92 % (+1,22 %), EDU 3,75 % (−2,48 %), Aufrecht Zürich 1,1 %, andere (11) 1,30 %.[12]

Persönlichkeiten

Schule

Steinmaur besitzt einen Kindergarten und eine Primarschule. Die Oberstufe besuchen die Schüler in Dielsdorf.

Wirtschaft

Arbeit und Unternehmen

Nach der Betriebszählung 1998 gibt es in Steinmaur 127 Arbeitsstätten (39 Industrie/Gewerbe und 88 Dienstleistungen) mit insgesamt 610 Beschäftigten (212 Industrie/Gewerbe und 398 Dienstleistungen).

Verkehr

Steinmaur liegt an der Wehntalbahn (Oberglatt–Niederweningen), die von der S 15 RapperswilUsterZürich HBOberglattNiederweningen befahren wird. Die Züge der S 15 verkehren halbstündlich.

Vom Bahnhof Steinmaur im Ortsteil Niedersteinmaur bedienen die von Postauto betriebenen ZVV-Buslinien 510 (Steinmaur–Oberglatt) und 535 (Niederhasli-DielsdorfStadel b. N.) auf Gemeindegebiet die Haltestellen Gemeindehaus, Obersteinmaur und Heitlig (nur 535).

Die Hauptstrasse 17 von Zürich nach Döttingen führt durch Steinmaur.

Geschichte

Steinmaur wurde einst von den Römern gegründet. Darum kann man in der ersten urkundlichen Erwähnung Steinmaurs noch den Namen Steinmurico lesen. Die Reformierte Kirche wurde 1274 erstmals erwähnt.

1972 wurde der Zweckverband Abwasserreinigung Fischbach-Glatt gegründet, welcher in Niederglatt eine Kläranlage für die angeschlossenen Gemeinden betreibt.[13]

Partnergemeinde

Sehenswürdigkeiten

Bilder

Literatur

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. Steinmaur (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1943, DNB 365803049, S. 139–143 (Digitalisat).
  • Regula Crottet, Anika Kerstan, Philipp Zwyssig: Der Bezirk Dielsdorf (= Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Neue Ausgabe. Band VII). Bern 2023.[14]
  • Markus Brühlmeier: Steinmaur im 20. Jahrhundert. Geschichte und Geschichten aus Ober- und Niedersteinmaur, Sünikon und dem Schibler. Gemeinde Steinmaur, Steinmaur 2004.

Einzelnachweise

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