Steirerwahn

Film von Wolfgang Murnberger (2025) From Wikipedia, the free encyclopedia

Steirerwahn ist der 13. Teil der österreichischen Landkrimi-Filmreihe in der Steiermark aus dem Jahr 2025 von Wolfgang Murnberger. Das Drehbuch von Wolfgang und Maria Murnberger basiert auf dem gleichnamigen Roman von Claudia Rossbacher.[1]

TitelSteirerwahn
ProduktionslandÖsterreich
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2025
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Steirerwahn
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2025
Produktions­unternehmen Allegro Film
Stab
Regie Wolfgang Murnberger
Drehbuch Wolfgang Murnberger,
Maria Murnberger
Produktion Helmut Grasser,
Gabi Stefansich
Musik Roman Kariolou
Kamera Peter von Haller
Schnitt Benedikt Rubey
Besetzung
Chronologie
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Handlung

Der Bauer Josef „Sepp“ Huber wird Opfer eines Brandanschlages, läuft brennend über ein Feld und bricht vor den Augen eines Sportlers tot zusammen. Sascha Bergmann vom LKA Graz und dessen Kollegin Anni Sulmtaler nehmen die Ermittlungen auf.

Huber war Brennmeister im Bund der zehn Apfelbrenner Puchweizing, die nach einem geheimen mittelalterlichen Rezept einen teuren Edelbrand herstellen. Im Vorjahr gab es einen Fall von Brandstiftung durch ein Mitglied der Feuerwehr aus der Nachbarortschaft, dabei wurde unter anderem die Scheune von Apfelbrenner Gerhard Schütz angezündet. Schütz und Sepp Huber hatten den Täter Dominik Bilic, der sich mittlerweile in Therapie bei Michael Haas befindet, erwischt. Dominiks Mutter Romana betreibt eine Tankstelle in Söchau.

Bald darauf geschieht ein weiterer Brandanschlag mit einer Drohne auf einen Hochstand, in dem sich zwei Mitglieder der Apfelbrenner befinden. Opfer Franz Heindl wird mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert, das zweite Opfer Robert Käfer verstirbt. Dominik Bilic hat für die Tatzeiten kein Alibi. Bei beiden Brandanschlägen wurde als Brandbeschleuniger dasselbe Gemisch verwendet.

Auf Apfelbrenner Gerhard Schütz ist eine Drohne angemeldet, die dem Apfelbund gehört. Neben Schütz kann das Gerät auch Reinhard Posch fliegen. Auch Petra Kern, die Schwester von Johannes Laubner, ist Besitzerin einer Drohne. Johannes Laubner war einer der Apfelbrenner und kam vor einem Jahr ums Leben. Laut polizeilichen Ermittlungen war es ein Unfall, Petra Kern und Witwe Ursula Laubner glauben allerdings nicht daran. Todesursache war eine Methanolvergiftung, möglicherweise durch giftigen Vorlauf.

Laubners Neubau für eine Schnapsbrennerei muss jetzt wegen Versteigerung durch die Bank geräumt werden. Johannes wollte Edelbrand aus Bioäpfeln herstellen, die meisten der Apfelbrenner wollten allerdings nicht auf biologische Produktion umstellen, daher wurde ein koreanischer Investor beteiligt. Reinhard Posch unterstellt seinem Kollegen Gerhard Schütz, vor dem Tod von Laubner ein Verhältnis mit dessen Frau gehabt zu haben.

Bergmann fällt auf, dass für das Bier damals nicht der Wirt und Apfelbrenner Martin Strobl verantwortlich war, sondern das nunmehrige Opfer Franz Heindl. Der kaufte im Großmarkt sieben Kisten Bier sowie eine Flasche extra. Heindl gesteht, dass die gesonderte Flasche mit dem Gift entsorgt wurde, sodass für die Ermittler den Eindruck entstand, dass die sieben Kisten Bier vollständig sind. Das mit Methanol vergiftete Bier hatte Laubner von Posch erhalten.

Huber hatte sich im Rausch vor Laubner verplappert. Huber, Posch und Heindl waren vor zwanzig Jahren in Ungarn in eine Alkoholpanscherei mit Todesfolge verwickelt. Laubner hatte sie damit erpresst, als es um die Bedingungen für den Ausstieg bei den Apfelbrennern ging. Posch wird wegen Mordes an Johannes Laubner verhaftet. Bei einer Präsentation der Apfelbrenner taucht erneut eine Drohne auf, als Pilot wird Laubners Sohn Lukas identifiziert. Lukas verschanzt sich in einer Scheune und droht, sich mit Brandbeschleuniger anzuzünden. Sulmtaler schafft es, ihn von seinem Vorhaben abzubringen und er wird von der Polizei verhaftet.

Produktion und Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden vom 20. August bis zum 17. September 2024 in der Steiermark statt.[2] Drehort war unter anderem Markt Hartmannsdorf.[3][4]

Produziert wurde der Film von der Allegro Film (Produzenten Helmut Grasser und Gabi Stefansich), beteiligt waren der Österreichische Rundfunk und die ARD (ARD Degeto), unterstützt wurde die Produktion von FISA+, dem Fernsehfonds Austria und Cinestyria Filmcommission and Fonds.[2][4]

Die Kamera führte Peter von Haller, die Musik schrieb Roman Kariolou, die Montage verantwortete Benedikt Rubey und das Casting Nicole Schmied. Das Kostümbild gestaltete Anna Zeitlhuber, das Szenenbild Maria Gruber, den Ton Dietmar Zuson und das Maskenbild Monika Fischer-Vorauer und Gabriele Grünwald.[2][5] 2024 entstand neben Steirerwahn auch die 14. Folge Steirerstich.[4]

Der fiktive Ort Puchweizing ist eine Anspielung auf das reale Puch bei Weiz an der Steirischen Apfelstraße. Dort gibt es die Apfelmänner, 23 Herren, die einen limitierten Apfelbrand namens Abakus herstellen. Von diesem werden jährlich 1444 Flaschen destilliert. Die Pfarrkirche Puch bei Weiz soll im Jahr 1444 eingeweiht worden sein.[6][7]

Veröffentlichung

Premiere war im November 2025 in Markt Hartmannsdorf.[3]

Auf ORF ON wurde der Film am 8. Dezember 2025 veröffentlicht,[1] die Erstausstrahlung im ORF war am 9. Dezember 2025.[8][9]

Im Ersten wurde die Folge am 12. Februar 2026 erstmals ausgestrahlt.[9]

Rezeption

Kritiken

Volker Bergmeister vergab auf tittelbach.tv vier von sechs Sternen. Der Krimi mit reichlich Lokalkolorit habe mit Harald Krassnitzer die ideale Besetzung für den starken Gegenspieler der Ermittler gefunden. Diesem mache es sichtlich Spaß mal auf die dunkle Seite zu wechseln.[10]

Oliver Armknecht bewertete die Folge auf film-rezensionen.de mit fünf von zehn Punkten. Das Setting klinge eigentlich komisch, so richtig viel zu lachen bekomme man hier aber nicht, auch wenn das versucht würde. Der Fall an sich sei in Ordnung, halte aber wichtige Informationen zurück, weshalb die Auflösung aus dem Nichts komme.[11]

tvspielfilm.de schrieb, dass die Geschichte geschickt aufgebaut sei, mit viel Lokalkolorit und Sinn für die feinen Zwischentöne. Hary Prinz und Anna Unterberger harmonierten als Ermittlerpaar hervorragend. Schön zwielichtig agiere Harald Krassnitzer.[12]

Quote

Die Folge wurde bei Erstausstrahlung auf ORF 1 am 9. Dezember 2025 von bis zu 893.000 und durchschnittlich 861.000 Personen gesehen, bei einem Marktanteil von 33 Prozent. Hinsichtlich Marktanteil war dies der bis dahin zweiterfolgreichste Film der Landkrimi-Reihe hinter Steirermord (2024).[13]

Im Ersten wurde die Erstausstrahlung am 12. Februar 2026 von 6,41 Millionen Personen gesehen bei einem Marktanteil von 26,8 Prozent.[14]

Einzelnachweise

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