Stemmas

Ortsteil von Thiersheim From Wikipedia, the free encyclopedia

Stemmas ist ein Gemeindeteil des Marktes Thiersheim im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Stemmas hat eine Fläche von 5,108 km². Sie ist in 460 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11104,05 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Altdürrlas und Neuenreuth.[4]

Schnelle Fakten Markt Thiersheim ...
Stemmas
Koordinaten: 50° 5′ N, 12° 9′ O
Höhe: 524 m ü. NHN
Einwohner: 81 (1. Okt. 2014)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1977
Postleitzahl: 95707
Vorwahl: 09233
Stemmas
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Geographie

Das Dorf liegt auf freier Flur auf der Selb-Wunsiedler Hochfläche am Flitterbach. Nordwestlich des Ortes befindet sich ein ehemaliger Steinbruch, der als Geotop ausgezeichnet ist. die Staatsstraße 2180 führt nach Thiersheim (1,3 km westlich) bzw. nach Kothigenbibersbach (1,1 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neuenreuth (1,1 km nordwestlich).[5]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1291 als „Steymels“ erstmals urkundlich erwähnt. 1421/23 lautet der Ortsname „zum Steinmeß“ und „czum Steynmewssel“, was auf Bergwerktätigkeiten hinweist.[6] Laut dem Landbuch der Sechsämter (1499) bestand der Ort aus einem Anderthalbhof, zwei Ganzhöfen und einem Halbhof. Zwei weitere Ganzhöfe waren unbezimmert und öd. Es soll auch eine Kapelle gegeben haben. Das Hochgericht übte das brandenburg-kulmbachische Amt Thierstein aus. 1787 bestand Stemmas aus vier Halbhöfe, drei Drittelhöfe, vier Viertelhöfe, einer Mühle, einem Hirtenhaus und einem Tropfhaus.[7]

Von 1797 bis 1810 unterstand Stemmas dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[8] Mit dem Gemeindeedikt wurde Stemmas dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Thiersheim zugewiesen.[9] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Stemmas. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Thiersheim und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Wunsiedel (1919 in Finanzamt Wunsiedel umbenannt). 1824 wurde Stemmas in die Ruralgemeinde Neuenreuth eingegliedert, zu der schon der Ort Altdürrlas gehörte. Durch die Verlegung des Gemeindesitzes um 1857/60 wurde die Gemeinde dementsprechend umbenannt.[7] Ab 1862 gehörte Stemmas zum Bezirksamt Wunsiedel (1939 in Landkreis Wunsiedel umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Thiersheim (1879 in das Amtsgericht Thiersheim umgewandelt, 1932 aufgehoben, seitdem Amtsgericht Wunsiedel). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche der Gemeinde von 5,103 km².[10] Am 1. Januar 1977 wurde Stemmas im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Thiersheim eingemeindet.[11][12]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Stemmas

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 185223234220249229214214192170173177191192187164153152160213199173192227
Häuser[13] 32313030292837
Quelle [9][14][14][14][15][16][17][18][19][20][21][14][22][14][23][14][24][14][14][14][25][14][10][26]
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Ort Stemmas

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987002014
Einwohner 8810689758064869812611281
Häuser[13] 151413122031
Quelle [9][15][17][20][22][24][25][10][26][27][1]
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Religion

Stemmas ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Ägidius (Thiersheim) gepfarrt.[10]

Literatur

Commons: Stemmas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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