Stemmas
Ortsteil von Thiersheim
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Stemmas ist ein Gemeindeteil des Marktes Thiersheim im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Stemmas hat eine Fläche von 5,108 km². Sie ist in 460 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11104,05 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Altdürrlas und Neuenreuth.[4]
Stemmas Markt Thiersheim | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 5′ N, 12° 9′ O |
| Höhe: | 524 m ü. NHN |
| Einwohner: | 81 (1. Okt. 2014)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1977 |
| Postleitzahl: | 95707 |
| Vorwahl: | 09233 |
Stemmas | |
Geographie
Das Dorf liegt auf freier Flur auf der Selb-Wunsiedler Hochfläche am Flitterbach. Nordwestlich des Ortes befindet sich ein ehemaliger Steinbruch, der als Geotop ausgezeichnet ist. die Staatsstraße 2180 führt nach Thiersheim (1,3 km westlich) bzw. nach Kothigenbibersbach (1,1 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neuenreuth (1,1 km nordwestlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1291 als „Steymels“ erstmals urkundlich erwähnt. 1421/23 lautet der Ortsname „zum Steinmeß“ und „czum Steynmewssel“, was auf Bergwerktätigkeiten hinweist.[6] Laut dem Landbuch der Sechsämter (1499) bestand der Ort aus einem Anderthalbhof, zwei Ganzhöfen und einem Halbhof. Zwei weitere Ganzhöfe waren unbezimmert und öd. Es soll auch eine Kapelle gegeben haben. Das Hochgericht übte das brandenburg-kulmbachische Amt Thierstein aus. 1787 bestand Stemmas aus vier Halbhöfe, drei Drittelhöfe, vier Viertelhöfe, einer Mühle, einem Hirtenhaus und einem Tropfhaus.[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand Stemmas dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[8] Mit dem Gemeindeedikt wurde Stemmas dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Thiersheim zugewiesen.[9] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Stemmas. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Thiersheim und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Wunsiedel (1919 in Finanzamt Wunsiedel umbenannt). 1824 wurde Stemmas in die Ruralgemeinde Neuenreuth eingegliedert, zu der schon der Ort Altdürrlas gehörte. Durch die Verlegung des Gemeindesitzes um 1857/60 wurde die Gemeinde dementsprechend umbenannt.[7] Ab 1862 gehörte Stemmas zum Bezirksamt Wunsiedel (1939 in Landkreis Wunsiedel umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Thiersheim (1879 in das Amtsgericht Thiersheim umgewandelt, 1932 aufgehoben, seitdem Amtsgericht Wunsiedel). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche der Gemeinde von 5,103 km².[10] Am 1. Januar 1977 wurde Stemmas im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Thiersheim eingemeindet.[11][12]
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Stemmas
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 185 | 223 | 234 | 220 | 249 | 229 | 214 | 214 | 192 | 170 | 173 | 177 | 191 | 192 | 187 | 164 | 153 | 152 | 160 | 213 | 199 | 173 | 192 | 227 |
| Häuser[13] | 32 | 31 | 30 | 30 | 29 | 28 | 37 | |||||||||||||||||
| Quelle | [9] | [14] | [14] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [21] | [14] | [22] | [14] | [23] | [14] | [24] | [14] | [14] | [14] | [25] | [14] | [10] | [26] |
Ort Stemmas
Religion
Stemmas ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Ägidius (Thiersheim) gepfarrt.[10]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Stemmas. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 439 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 652 f.
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 204–205.
Weblinks
- Stemmas in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 10. November 2025.
- Stemmas in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 10. November 2025.
- Stemmas im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 10. November 2025.
