Stephan Mösinger

Abt des Zisterzienserklosters Kloster Langheim From Wikipedia, the free encyclopedia

Stephan Mösinger OCist (Taufname: Andreas Mösinger, * 19. März 1697 in Haßfurt; † 3. September 1751 im Kloster Langheim) war von 1734 bis 1751 Abt des Klosters Langheim.

Porträt des Abtes Stephan Mösinger im Langhemium claustrum Cistercij in Ordine ut Astrum
Wappen des Abtes Stephan Mösinger an der Propstei Vierzehnheiligen

Leben

Der als Müllersohn geborene Stephan Mösinger trat 1717 nach dem Studium der Philosophie und Theologie an der Academia Iulia in Würzburg in das Zisterzienserkloster Langheim ein, wo er im darauffolgenden Jahr die Profess ablegte und 1722 zum Priester geweiht wurde. 1728 wurde er Prior der Abtei, zu deren Abt er am 26. Januar 1734 gewählt wurde. Ihm gelang es schon bald nach seinem Amtsantritt mit Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn unter Verzicht auf die angestrebte Reichsunmittelbarkeit Langheims und Anerkennung der bambergischen Landeshoheit, und im Gegenzug zu wirtschaftlichen Vorteilen, einen Vertrag abzuschließen, der das Verhältnis zwischen Fürstbistum und Abtei konfliktfrei regelt.

Nach Regelung der politischen Voraussetzungen konnte sich die Energie auf die Fortsetzung des barocken Neubaus der Abtei konzentrieren. Durch den seit 1728 im Kloster tätigen Weimarer Landbaumeister Gottfried Heinrich Krohne ließ Abt Mösinger bis 1742 die Konventflügel errichten, schon 1741 beauftragte er Balthasar Neumann mit der Planung für einen Neubau der Klosterkirche in Langheim, den er jedoch zugunsten des 1743 begonnenen Neubaus der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen zurückstellte.

Wappen

Anstelle eines heraldisch korrekten Wappens ließ Stephan Mösinger am Mittelrisalit des Propsteigebäudes in Vierzehnheiligen eine Allegorie anbringen, die einen von der Sonne beschienenen Berg zeigt. Die aus einer Wolke gestreckte Hand Gottes reicht als Zeichen des Priestertums die Stola, während das zweite Symbol, der einen Fisch gefangene Vogel, in seiner Deutung unklar bleibt.

Literatur

  • Walter Keller: Stephan Mösinger, Müllerssohn von Haßfurt, Abt von Kloster Langheim, Bauherr von Vierzehnheiligen. In: Frankenland. Band 43, 1991, S. 1–10.
  • Walter Keller: Bamberg und Langheim. Die Sicherung der Landeshoheit zwischen Fürstbistum und Abtei im 18. Jahrhundert. Archiv des Erzbistums Bamberg, Bamberg 2004, ISBN 3-9808138-3-5.

Artikel Stephan (Andreas) Mösinger (1697–1751) auf der Website Süddeutscher Barock

Weitere Informationen Vorgänger, Amt ...
VorgängerAmtNachfolger
Martin WolfAbt von Kloster Langheim
1734–1751
Malachias Limmer
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