Stephan Volkert

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Stephan Volkert (* 7. August 1971 in Köln) ist ein ehemaliger deutscher Leistungsruderer, der zwei olympische Goldmedaillen, sechs Weltmeistertitel und einen Juniorenweltmeistertitel gewann.[2]

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Stephan Volkert
Nation Deutschland Deutschland
Geburtstag 7. August 1971
Geburtsort Köln, Deutschland
Größe 200[1] cm
Gewicht 98[1] kg
Karriere
Disziplin Rudern, Skullrudern
Verein RTHC Bayer Leverkusen
Trainer Norbert Ladermann
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
WM-Medaillen 6 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
U23 WM-Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Olympische Ringe
 Olympische Spiele
Gold 1992 Barcelona Doppelvierer
Gold 1996 Atlanta Doppelvierer
Bronze 2000 Sydney Doppelvierer
Logo der FISA
 Weltmeisterschaften
Gold 1993 Roudnice/Racice Doppelzweier
Bronze 1994 Indianapolis Doppelvierer
Silber 1995 Tampere Doppelzweier
Gold 1997 Chambéry Doppelzweier
Gold 1998 Köln Doppelzweier
Gold 1999 St. Catharines Doppelvierer
Gold 2002 Sevilla Doppelvierer
Gold 2003 Mailand Doppelvierer
Junioren-Weltmeisterschaft
Gold Junioren-Weltmeisterschaften im Rudern 1989 Szeget Doppelzweier
Letzte Änderung: 13. Oktober 2025
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Leben

Volkert wurde 1971 in Köln geboren. Er war ursprünglich gelernter Industriemechaniker, bevor er sich hauptberuflich auf den Leistungssport konzentrierte.[2] Volkert ist verheiratet, hat fünf Kinder und lebt mit seiner Familie bei Köln.[3] Sein Sohn Luca Volkert war ebenfalls erfolgreich im Rudersport und gewann unter anderem die NRW-Meisterschaften und bei den Deutschen Sprintmeisterschaften der Junioren 2025.[4]

1992 wurde Stephan Volkert im Zusammenhang mit seinem Olympiasieg ein Bambi verliehen.[5] Zudem wurde er vom Magazin Kölnsport zum Sportler des Jahres 1996 gewählt.[6] Für seine sportlichen Erfolge wurde er am 23. Juni 1993 von Bundespräsident Richard von Weizsäcker mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[7]

Karriere

Volkert, zwei Meter groß und im Schnitt 100 Kilogramm Gewicht,[1] startete auf nationaler Ebene für den RTHC Bayer Leverkusen und gilt als erfolgreichster Ruderer des Vereins.[8] Er wurde als Skullruderer 14 Mal Deutscher Meister im Doppelvierer und Doppelzweier[9][10] sowie viermal Deutscher Meister im Einer-Sprint, einmal Sprintmeister im Doppelvierer und viermal Sprintmeister im Vierer mit Steuermann.[11][12]

International gewann Volkert im Doppelzweier erstmals 1989 eine Goldmedaille in den U23-Weltmeisterschaften. Er nahm insgesamt viermal an Olympischen Spielen teil: 1992 holte er in Barcelona gemeinsam mit Michael Steinbach, Andreas Hajek und André Willms im Doppelvierer erstmals Gold.[13] 1996 gewann er bei den Olympischen Spiele erneut, diesmal in Atlanta im Doppelvierer mit André Steiner, André Willms und Andreas Hajek.[14] Im Jahr 2000 erreichte er in Sydney den dritten Platz, 2004 in Athen den fünften Platz.[15] Volkert gewann 1994 zudem die Henley Royal Regatta im Doppelvierer.[16] Er wurde außerdem viermal Weltmeister im Doppelvierer (1993, 1999, 2002, 2003) und gewann eine Bronzemedaille (1994). Hinzu kommen zwei Weltmeistertitel im Doppelzweier (1997, 1998) sowie ein Vizeweltmeistertitel (1995).[1] Volkert gewann zudem 1997 mit Andreas Hajek im Doppelzweier den World Rowing Cup, ebenso 2004 im Doppelvierer.[17][18] 2005 siegte er mit seinem Team vom RTHC Bayer Leverkusen beim Kölner Stadtachter.[19]

Nach den Olympischen Spielen in Athen 2004 gab Volkert seinen Rückzug aus dem Leistungssport bekannt.[20]

Für den RTHC Bayer Leverkusen war Volkert schon während seiner aktiven Zeit, seit 1996, auch als Trainer im Einsatz. Nach seinem Rücktritt vom Leistungsrudern leitete er das Kinder- und Jugendtraining des Vereins[21] und wechselte später ins Personalmarketing der Bayer AG.[3]

Sportliche Erfolge

International

  • 1989: Juniorenweltmeister
  • 1992: 1. Platz Olympische Spiele in Barcelona im Doppelvierer
  • 1993: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelzweier
  • 1994: 3. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer
  • 1995: 2. Platz Weltmeisterschaften im Doppelzweier
  • 1996: 1. Platz Olympische Spiele in Atlanta im Doppelvierer
  • 1997: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelzweier
  • 1998: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelzweier
  • 1999: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer
  • 2000: 3. Platz Olympische Spiele in Sydney
  • 2002: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer
  • 2003: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer

National

Deutsche Meisterschaften

  • 1990: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
  • 1991: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
  • 1992: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
  • 1993: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
  • 1993: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier
  • 1994: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
  • 1994: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier
  • 1995: 2. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier
  • 1996: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
  • 1997: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier
  • 1998: 3. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier
  • 1999: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
  • 2000: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
  • 2001: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier
  • 2002: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
  • 2003: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer

Sprintmeisterschaften

  • 1997: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Doppelvierer (400 m)
  • 1998: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (500 m)
  • 2001: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (400 m)
  • 2002: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (400 m)
  • 2009: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (310 m)
  • 2013: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Vierer (350 m)
  • 2014: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (350 m)
  • 2015: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (350 m)
  • 2016: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (350 m)

Einzelnachweise

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