Steuerberg

Gemeinde im Bezirk Feldkirchen, Kärnten From Wikipedia, the free encyclopedia

Steuerberg ist eine Gemeinde mit 1573 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Feldkirchen in Österreich, im Bundesland Kärnten.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Steuerberg
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Steuerberg
Steuerberg (Österreich)
Steuerberg (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Kärnten Kärnten
Politischer Bezirk: Feldkirchen
Kfz-Kennzeichen: FE
Fläche: 32,76 km²
Koordinaten: 46° 47′ N, 14° 7′ O
Höhe: 782 m ü. A.
Einwohner: 1.573 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 48 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9560
Vorwahl: 04271
Gemeindekennziffer: 2 10 10
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Steuerberg 40
9560 Steuerberg
Website: www.steuerberg.at
Politik
Bürgermeister: Werner Egger (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(15 Mitglieder)
4
4
6
1
4 4 6 1 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Steuerberg im Bezirk Feldkirchen
Lage der Gemeinde Steuerberg im Bezirk Feldkirchen (anklickbare Karte)AlbeckFeldkirchenReichenauSankt Urban
Lage der Gemeinde Steuerberg im Bezirk Feldkirchen (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW
Pfarrkirche Steuerberg
Altes Wohnhaus in Steuerberg

Geographie

Steuerberg liegt in den Gurktaler Alpen zwischen dem Gurktal und dem Wimitztal, etwa 10 km nördlich von Feldkirchen.

Gemeindegliederung

Steuerberg ist in die vier Katastralgemeinden Altsteuerberg, Neusteuerberg, Wabl und Wachsenberg gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 31 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[1]):

  • Dölnitz (20)
  • Eden (1)
  • Edern (22)
  • Edling (35)
  • Felfern (41)
  • Fuchsgruben (59)
  • Glabegg (12)
  • Goggau (13)
  • Graben (38)
  • Hart (144)
  • Hinterwachsenberg (4)
  • Jeinitz (29)
  • Kerschdorf (124)
  • Köttern (77)
  • Kraßnitz (25)
  • Niederwinklern (22)
  • Pölling (27)
  • Prapra (7)
  • Regenfeld (44)
  • Rennweg (169)
  • Rotapfel (45)
  • Sallas (0)
  • St. Martin (4)
  • Sassl (5)
  • Severgraben (4)
  • Steuerberg (148)
  • Thörl (7)
  • Unterhof (62)
  • Wabl (24)
  • Wachsenberg (361)
  • Wiggis (0)

Nachbargemeinden

Albeck Weitensfeld
Gnesau Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Frauenstein
Himmelberg Feldkirchen Sankt Urban

Geschichte

„Touernich“ (nach Kranzmayer „Dorf am guten Bach“), der frühere Name Steuerbergs, wurde in einer undatierten Schenkungsnotiz des Klosters Admont erwähnt, deren Erstellung auf die Jahre zwischen 1130 und 1145 eingegrenzt werden konnte. 1147 erscheint eine Schenkung von zwei Huben in Glödnitz und eines Gasthauses „ad Touernich“ des „Reginher de Touernich“, Sohn des Swiker von Hollenburg und wohl ein Lehnsmann Bernhards von Spanheim, an Admont. 1169 wurde in einer Urkunde ein „Reginherus de Steyrberch“ angeführt, was als älteste Nennung des heutigen Gemeindenamens gilt. Die Veranlassung für das Aufkommen des Ortsnamens „Steierberg“ ist der durch den Schlachtentod des Grafen Bernhard im November 1147 bedingte Übergang seiner Besitzungen und seines Gefolges an den steirischen Markgrafen.[2]

Ab dem 15. Jahrhundert gewann die heutige Wimitzer Landesstraße als Handelsweg an Bedeutung.

Nach den Franzosenkriegen gehörte Oberkärnten von 1809 an zu den Illyrischen Provinzen Frankreichs. Die Grenze zwischen Frankreich und dem Österreichischen Kaiserreich verlief bis 1814 mitten durch Steuerberg. An diese Tatsache erinnert noch heute ein Grenzstein (mit falscher Jahreszahl) an der Goggausee Landesstraße.

Bei der Bildung von politischen Gemeinden wurde das heutige Gemeindegebiet zunächst in die Großgemeinde Feldkirchen eingegliedert. Die Katastralgemeinden Wabl, Alt- und Neusteuerberg sprachen sich jedoch schon 1864 für die Lostrennung von Feldkirchen aus. Im Jahr darauf stimmte der Kärntner Landtag dem Anliegen zu, so dass sich 1866 aus den drei genannten sowie der KG Wachsenberg die Gemeinde „Steierberg“ konstituierte. Seither hat sich das Gemeindegebiet nur wenig verändert: 1923 kam der südlichste Teil von Wachsenberg zur damals selbständigen Gemeinde Waiern und im Zuge der Gemeindestrukturreform 1972/73 erhielt Steuerberg kleinere Teile von den Gemeinden Himmelberg und Weitensfeld.

Bevölkerung

Zum Zeitpunkt der Volkszählung 2001 hatte Steuerberg 1.693 Einwohner, davon waren 97,4 % österreichische und 1,7 % deutsche Staatsbürger. 78,4 % der Bevölkerung bekannten sich zur römisch-katholischen und 16,7 % zur evangelischen Kirche, 3,2 % waren ohne religiöses Bekenntnis.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Steuerberg: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
1.314
1880
 
1.246
1890
 
1.367
1900
 
1.339
1910
 
1.368
1923
 
1.275
1934
 
1.271
1939
 
1.181
1951
 
1.182
1961
 
1.238
1971
 
1.437
1981
 
1.531
1991
 
1.597
2001
 
1.693
2011
 
1.682
2021
 
1.581
2025
 
1.573
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Aussicht vom Kitzel nach Süden

In Wachsenberg: die katholische Pfarrkirche Hl. Andreas. Ehemaliges Mesnerhaus, ein zweigeschoßiger Holzbau aus dem 18. Jahrhundert.

Von Wachsenberg führt ein Fußweg[4] auf den Kitzel (1091 m) zur katholischen Filialkirche Hl. Ägidius, der sogenannten Kitzelkapelle. Von hier hat man eine schöne Aussicht nach Süden zu den Karawanken und Julischen Alpen, nach Nordwesten zu den Gurktaler Alpen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Traditionell ist die Gegend stark land- und forstwirtschaftlich bestimmt, wenn auch der Fremdenverkehr in den letzten Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Sehr stark zugenommen hat aber auch der Anteil der Auspendler in die nahe Stadt Feldkirchen sowie zu entfernteren Arbeitsstätten.

Steuerberg gehört zu den neun Gründungsmitgliedern der Kärntner Holzstraßen-Gemeinschaft. 2001 wurde hier ein Kirchtag zum Thema Holzstraße abgehalten. Ein vor der Volksschule aufgestellter mit Blumenschmuck verzierter hölzerner Brunnentrog erinnert an dieses Ereignis.

Wirtschaftssektoren

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren:[5][6][7]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2021[8] 20112001 2021[8]20112001
Land- und Forstwirtschaft 1) 53 85109 645340
Produktion 18 216 81458
Dienstleistung 163 6834 51110089
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Verkehr

Die wichtigste Straßenverbindung ist die Gurktal Straße B93, die Steuerberg mit dem Gurktal im Norden und der Bezirkshauptstadt Feldkirchen im Süden verbindet.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Steuerberg hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2021 wie folgt zusammen:[9]

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1866 waren:[10]

  • 1866–1883 Wolfgang Petritz
  • 1883–1886 (?)Engelbert Thomaschitz
  • 1886–1889 Karl Petritz
  • 1889–1892 (?)Engelbert Thomaschitz
  • 1892–1908 Karl Petritz
  • 1908–1910 Franz Zwischenberger
  • 1910–1918 Franz Kampl
  • 1919–1938 Karl Steiner
  • 1938–1941 Josef Schnitzer
  • 1941–1945 Andreas Michenthaler
  • 1945–1950 Max Zitterer
  • 1950–1954 Willibald Blasge
  • 1954–1958 Max Zitterer
  • 1958–1964 Johann Thaler
  • 1964–1984 Otto Hinteregger
  • 1984–1985 Johann Niederbichler
  • 1985–2021 Karl Petritz (ÖVP)
  • seit 2021 Werner Egger (SPÖ)[11]

Wappen

Das Wappen, das der Gemeinde am 8. März 1966 verliehen wurde, nimmt Bezug auf die namensgebende Burg Steuerberg bzw. auf das erstmals nachweisbare Siegel der dort ansässigen Ministerialen (Siegel des Otto von Steierberg an einer Urkunde vom 15. Juni 1305). Die darauf abgebildeten, verbundenen drei Schilde sollen den Hauptschild offenbar verstärken und widerstandsfähiger machen; mit Steuerrudern hat das Wappen nichts zu tun.

Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet: „In Grün drei durch schwarze Riemen mit einem schwarzen Buckelring verbundene silberne Schilde im Dreipass.“[12]

Die Fahne ist Grün-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.

Partnergemeinde

Persönlichkeiten

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Steuerberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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