Stevinsluizen
Tidesperrwerk mit Schleuse im Abschlußdeich des IJsselmeeres
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Die Stevinsluizen liegen in der niederländischen Provinz Nordholland auf der Westseite des Abschlussdeichs, der das IJsselmeer seit 1932 von der Nordsee trennt. Sie bestehen als Sielkomplex aus drei gleichartigen großen Sielanlagen und einem Durchlass für die Schifffahrt. Der Name rührt her von dem Mathematiker und Ingenieur Simon Stevin. Eine ähnliche, etwas kleinere Anlage ist mit den Lorentzsluizen auf der friesischen Seite des Damms gebaut worden.

Sielanlagen

Jede der drei Sielanlagen besteht aus jeweils fünf 12 m breiten Sieldurchlässen (ndl.: spuisluis, Plural sluizen). Jedes Siel hat zwei Hubtore. Das südliche ist das eigentliche Sieltor, das regelmäßig bei Ebbe geöffnet und bei Flut geschlossen wird. Die nördlichen Hubtore werden nur bei Sturmflut geschlossen. Durch die aus Sicherheitsgründen doppelt vorhandenen Sielverschlüsse haben die Stevinsluizen gleichzeitig die Funktion als Sturmflutsperrwerk.
Schiffsschleuse

Der Durchlass für die Schifffahrt besteht aus
- dem tidefreien Binnenhafen auf der Ijsselmeerseite,
- der 120 m langen und 13 m breiten Kammerschleuse,
- dem tideabhängigen aber noch südlich des Deichs gelegenen Vorhafen
- der Durchfahrt durch den Deich mit zwei Drehbrücken
- dem nur durch seitliche Molen geschützten Buitenhaven (Außenhafen)
Die drei Hafenbecken im Verlauf des Durchlasses dienen nur als Wartebereiche. Neben beiden Enden gibt es aber zusätzlich Hafenbecken mit Liegeplätzen, auf der IJsselmeerseite den Zuiderhaven, auf der Seeseite Noordhaven und Waddenhaven.
Siehe auch
Weblinks