Stijn Franken

niederländischer Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Augustinus Adriaan „Stijn“ Franken (* 16. August 1967 in Breda; † 27. November 2025[1][2]) war ein niederländischer Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer an der Universität Utrecht.

Leben und Wirken

Franken studierte von 1985 bis 1989 Rechtswissenschaften an der Universität Tilburg. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Marc Groenhuijsen an dessen Tilburger Lehrstuhl tätig und wurde unter dessen Betreuung 1993 von der Universität Tilburg mit der strafrechtlichen Schrift „Voeging ad informandum in strafzaken“ zum Dr. iur. promoviert. Ab 1994 war er als Rechtsanwalt tätig, zunächst in Den Haag, ab 1997 in Amsterdam. In Amsterdam gründete er 2010 die auf Strafverteidigung spezialisierte Anwaltskanzlei Franken Zuur van Kampen Croes. Ab 2003 war er zudem als ordentlicher Professor für Strafrechtspraktik an der Universität Utrecht tätig. 2006 wechselte er universitätsintern auf den ordentlichen Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht, den er bis zu seinem Tod innehatte. Wie in seiner praktischen Tätigkeit konzentrierte er sich in seiner Forschung vorwiegend auf die Rechte und Pflichten der am Strafprozess Beteiligten, das Berufungsrecht, Menschenrechtsverletzungen und Finanz- und Wirtschaftsstrafrecht.

Schriften (Auswahl)

  • mit M. Boone und M. Moerings: Meningen van gedetineerden – Vijftig jaar later. Boom Uitgeverij, Den Haag 2008, ISBN 978-90-8974-045-8 (niederländisch).
  • mit M. Boone, A. Beijer und C. Kelk: De tenuitvoerlegging van sancties: maatwerk door de rechter? Boom Uitgeverij, Den Haag 2009, ISBN 978-90-8974-086-1 (niederländisch).

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI