Stoies

Ortschaft im Bezirk Waidhofen an der Thaya From Wikipedia, the free encyclopedia

Stoies ist eine Ortschaft und als Stoyes eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Vitis in Niederösterreich mit 18 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]

Schnelle Fakten
Stoies (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Stoyes
Stoies (Österreich)
Stoies (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Waidhofen an der Thaya (WT), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Waidhofen an der Thaya
Pol. Gemeinde Vitis
Koordinaten 48° 46′ 55″ N, 15° 12′ 8″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 18 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 15 (2001)
Fläche d. KG 1,5 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06521
Katastralgemeindenummer 21186
Zählsprengel/ -bezirk Jaudling (32219 002)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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18

BW

Geografie

Das Breitstraßendorf nördlich von Vitis, das nur über eine Stichstraße erreichbar ist, entwässert über den Jaudlingbach in die Thaya. Am 1. April 2020 zählte die Ortschaft 13 Adressen.[2]

Etymologie

Der Ortsname leitet sich als Genitiv vom slawischen Personennamen „Stojans“ ab.

Geschichte

Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde der Ort 1417 unter dem Namen „Stoyans“ im Urbar von Hardegg, Pulkau, Schrems. Mit Unterbrechungen gehörten Grund-, Dorf- und Landesgerichtsobrigkeit der Herrschaft Schrems. Im Mittelalter wird es mehrmals im Zusammenhang mit Zehentvergaben genannt.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit elf Häusern genannt, das nach Vitis eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Schrems besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[3]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Stoies ein Holzhändler und ein Landwirt mit Direktvertrieb ansässig.[4]

Die römisch-katholische Kapelle wurde 1932 geweiht.

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 5. Band: Herrschaft Drosendorf bis Strahlbach. Anton Benko, Wien 1840, S. 243 (StoyesInternet Archive).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 12, Sektion Schrems, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,5 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 346.

Einzelnachweise

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