Stooberbach

Bach im Burgenland From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Stooberbach (ungarisch: „Csáva-patak“), dessen Name sich auf den an seinem Mittellauf gelegenen Ort Stoob bezieht, ist ein Bach im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland, der nach etwa südöstlichem Lauf im Ortsteil Strebersdorf der Gemeinde Lutzmannsburg von links der Rabnitz (ungarisch: Répce) zufließt.

Schnelle Fakten
Stooberbach
ungarisch: Csáva-patak
Der Stooberbach im Zentrum von Oberpullendorf

Der Stooberbach im Zentrum von Oberpullendorf

Daten
Lage Burgenland
Flusssystem Donau
Abfluss über Rabnitz Moson-Donau Donau Schwarzes Meer
Zusammenfluss von linkem Sieggrabenbach und rechtem Schwarzenbach bei Weppersdorf
47° 34′ 19″ N, 16° 25′ 35″ O
Quellhöhe ca. 292 m ü. A.
Mündung bei Lutzmannsburg-Strebersdorf von links in die Rabnitz
47° 27′ 22″ N, 16° 37′ 8″ O
Mündungshöhe ca. 202 m ü. A.
Höhenunterschied ca.  90 m

Linke Nebenflüsse Gaberlingbach, Potoschze, Raidingbach
Rechte Nebenflüsse Kohlgrabenbach, Tessenbach, Harlingbach
Kleinstädte Oberpullendorf
Gemeinden Weppersdorf, Markt St. Martin, Neutal, Stoob, Oberpullendorf, Unterpullendorf, Lutzmannsburg
Einwohner im Einzugsgebiet 15300[1]
Häfen keine
Schiffbarkeit nein
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Verlauf

Der Stooberbach entsteht am Südrand von Weppersdorf aus dem Zusammenfluss des linken Sieggrabenbachs und des rechten Schwarzenbachs auf etwa 297 m ü. A. Der vereinte Bach fließt in etwa südöstlicher Richtung und vorbei an Markt St. Martin, durch Neutal, Stoob, Oberpullendorf und Mitterpullendorf und an Unterpullendorf vorbei. Nachdem er zwischen den Orten Kleinmutschen rechtsseits und Großmutschen linksseits hindurchgeflossen ist, wendet er sich beim rechts liegenden Frankenau für ein kurzes letztes Laufstück nach Osten und mündet dann gleich bei Strebersdorf von links und auf etwa 203 m ü. A. in die Rabnitz; diese tritt wenig abwärts nach Ungarn über und mündet dort in die Moson-Donau (ungarisch: Mosoni Duna) ein. Das Tal, durch das der Bach fließt, wird als Stooberbachtal[2] bezeichnet.

Biberbestand

Seit den 2010er-Jahren gibt es am Stooberbach wieder Biberansiedlungen. Zum Teil findet die Ausbreitung auch in dessen Zubringerbäche statt. Beispielsweise gibt es Biberaktivitäten im Sieggrabenbach und im Raidingbach. Der Biberbestand im Bezirk Oberpullendorf geht auf ein Wiederansiedlungsprojekt im ungarischen Hanság-Nationalpark in den 1990er-Jahren zurück. In diesem Gebiet, südlich des Neusiedler Sees, wurden Biber ausgesetzt. Von dort wanderten Tiere ins Burgenland ein.[3][4] Da die rege Bautätigkeit der Nager auch zu Konflikten Anlass gibt, etwa im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz, besteht seit 2015 im Burgenland ein Bibermanagement, das die Probleme zu entschärfen versucht.[5][6]

Galerie

Literatur

  • BMLFUW (Hrsg.): Flächenverzeichnis der Flussgebiete: Leitha-, Rabnitz- und Raabgebiet. In: Beiträge zur Hydrografie Österreichs Heft Nr. 63, Wien 2014, S. 7/17. PDF-Download, abgerufen am 21. Dezember 2021.
  • Gernot Enzinger: Dokumentation und rechnerische Analyse des Hochwasserereignisses vom 26. bis 27. Juni 2008 am Schwarzen-, Sieggraben- und Stooberbach im Mittleren Burgenland. Universität für Bodenkultur Wien, Diplomarbeit, Wien 2009.
  • Christian Holler, Gerhard Woschitz: Artenschutzprojekt für Flusskrebse, Flussmuscheln, Neunaugen und Moderlieschen im Burgenland. Endbericht, Projekt LW 631, im Auftrag des Amtes der Burgenländischen Landesregierung, Abt. 5, Hauptreferat III – Natur- und Umweltschutz, Eisenstadt 2008, ISBN 978-3-902632-11-1, S. 14.
Commons: Stooberbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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