Stormarnschule

Gymnasium in Ahrensburg, Schleswig-Holstein From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Stormarnschule ist ein staatliches Gymnasium mit Musikzweig in Ahrensburg nördlich Hamburgs. Die Schule wurde 1906 gegründet und ist in einem denkmalgeschützten Gebäude ansässig, das der Hamburger Architekt Hugo Groothoff entwarf. Neben dem Abitur kann am Gymnasium seit 2011 das deutsch-französische AbiBac erworben werden. Seit 2019 ist die Stormarnschule auch Europaschule.[3]

SchulformGymnasium mit Musikzweig
Gründung1906
AdresseWaldstraße 14
Schnelle Fakten Schulform, Gründung ...
Stormarnschule
Logo der Stormarnschule
Schulform Gymnasium mit Musikzweig
Gründung 1906
Adresse Waldstraße 14
Ort Ahrensburg
Land Schleswig-Holstein
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 40′ 9″ N, 10° 14′ 26″ O
Träger Stadt Ahrensburg
Schüler 631 (Schuljahr 2022/2023)[1]
Leitung Manuela von Werder (seit 2024[2])
Website stormarnschule.de
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Hauptfassade des Altbaus
Luftbild der Stormarnschule mit ihren Sportanlagen (2005)

Geschichte

Im Jahr 1906 begann die Schule ihre Tätigkeit, damals noch als private Schule für Mädchen, eingerichtet von wohlhabenden Bürgern, nachdem im Zuge der Eröffnung der Eisenbahnlinie Hamburg-Lübeck in Ahrensburg eine Villenkolonie entstanden war. Von 1910 bis 111 wurde der markante Neubau an der Waldstraße nach Entwürfen von Hugo Groothoff errichtet,[4] 1911 begann dort der Unterricht. Im Jahr 1927 wurde die Schule in eine öffentliche Lehranstalt umgewandelt und erhielt den Namen Stormarnschule. Mitte der 1930er Jahre begann die Umwandlung in ein Gymnasium. Die ersten Abiturprüfungen wurden 1944 abgelegt. Mittlerweile ist die Zahl der Absolventen auf über 4000 gestiegen.[5]

Mit steigenden Schülerzahlen fanden ab den späten 1960er Jahren mehrere Ausgründungen in der Umgebung statt: Emil-von-Behring-Gymnasium (Großhansdorf), Gymnasium am Heimgarten, Ahrensburg (heute Eric-Kandel-Gymnasium), Kreisgymnasium Trittau (heute Gymnasium Trittau), Kreisgymnasium Bargteheide (heute Kopernikus-Gymnasium Bargteheide). Heute hat die Schule rund 800 Schüler und 70 Lehrkräfte. Die schuleigene Cafeteria, die seit 2001 einen Mittagstisch anbietet, zog 2012 aus den Kellerräumen in einen eigens für sie errichteten Neubau.[6]

Seit 1995 wird in den Klassen 5 bis 10 die Teilnahme an einem Musikzweig angeboten und seit 2002 bilingualer Unterricht ab Klasse 7 erteilt. Zugleich begann im Sommer 2008 die Umstellung auf den achtjährigen Bildungsgang am Gymnasium. Die 5. Klassen dieses Eingangsjahrgangs waren die Ersten, die ihr Abitur bereits nach der 12. Klasse ablegten. Das führte dazu, dass im Jahr 2016 zwei Abiturjahrgänge die Schule verließen. Nach einer Schulgesetzänderung und dem Beschluss der Schulkonferenz wurde diese Änderung rückgängig gemacht. Die 5. Klassen, die ab 2018 eingeschult werden, legen ihr Abitur wieder nach neun Jahren ab, erstmals im Jahr 2027. Deshalb wird es im Jahr 2026 keine Abiturprüfungen geben. Seit Sommer 2011 ist die Schule AbiBac-Schule, das heißt, sie bietet in der Oberstufe die Möglichkeit an, das deutsche und das französische Abitur abzulegen.

Bekannt ist die Schule vor allem für die Zusammenarbeit mit dem Verein Jugendorchester Ahrensburg, aber auch für die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben wie dem Känguru der Mathematik, der Deutschen Mathematik-Olympiade und Jugend debattiert. Darüber hinaus bietet sie ein breit gefächertes Angebot an Arbeitsgemeinschaften. Sowohl die Schul-IT als auch die Bühnentechnik wird hauptsächlich von Schülern verwaltet. Seit mehreren Jahren befindet sich im Keller der Schule mit dem Gesundheitsclub ein eigenes Fitness-Studio.[7] Die Schülervertretung veranstaltet während des Winterhalbjahres eine Schülerschule.

Bekannte Schülerinnen und Schüler

Schulpartnerschaften

  • mit Frankreich seit 1987: Collège „Les Cèdres“ in Castres (Tarn)
  • mit Polen seit 1997: 1. Akademisches Liceum in Gdynia
  • mit China seit 2006: June First International School of Wushu in Peking
  • Comenius-Projekt „Culture across the Channel“ (auch CATCH genannt) (2006–2009), gemeinsam mit Schulen in Estland, Großbritannien und den Niederlanden
  • seit 2006 Mitglied der World Education Alliance, einem Zusammenschluss von Schulen aus allen Kontinenten (Melbourne, Bangalore, Cleveland (Ohio), Hongkong, Johannesburg, Montreal, Peking, Banpo/Korea, São Paulo), die gemeinsam interkulturelles Lernen zwischen ihren Schulen voranbringen wollen
  • mit Bulgarien seit 2017: Galabov-Gymnasium in Sofia
  • seit 2020 Partnerschule von Yad Vashem

Literatur

Einzelnachweise

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