Storoschewoi
sowjetische Fregatte der Baltischen Flotte
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Die Storoschewoi (russisch Сторожевой) war eine Fregatte des Projekts 1135 der Sowjetischen Marine. Sie war Teil der Baltischen Flotte.[1] Bekannt wurde die Fregatte durch eine im November 1975 ausgebrochene Meuterei, die vom Politoffizier ausging. Die Meuterei wurde durch die Streitkräfte bedroht und schlussendlich aufgegeben, der Anführer verhaftet und hingerichtet.
Ein baugleiches Schiff | ||||||||||||||||||||
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Geschichte
Die Storoschewoi wurde am 20. Juli 1972 auf Kiel gelegt, lief am 21. März 1973 vom Stapel und wurde am 30. Dezember 1973 in Dienst gestellt.
Meuterei 1975
Auf der Fregatte brach am 9. November 1975 eine Meuterei aus. Anführer war der Politoffizier Waleri Sablin, der nach dem Kapitän der ranghöchste Offizier an Bord war. Nach einer Vorführung des Films Panzerkreuzer Potemkin hatte Sablin den Kapitän eingeschlossen und in einer Ansprache an die Besatzung das Abweichen der Kommunistischen Partei von Idealen Lenins angeprangert. Er stellte seinen Plan vor, das Schiff mit Freiwilligen zu übernehmen und von Riga nach Leningrad zu laufen, um sich dort über die Medien an die Parteiführung und die Bevölkerung zu wenden. Die Marineführung fürchtete jedoch eine Flucht der Besatzung nach Schweden und stellte Jak-28-Bomber und verfügbare Kriegsschiffe zu Kampfgruppen zusammen, um die auslaufende Storoschewoi aufzuhalten und notfalls zu versenken.[2][3] Verfolgt von den eigenen Streitkräften, gab Sablin schließlich das Unterfangen auf.[4][5] Er wurde verhaftet, von einem Militärgericht zum Tode verurteilt und am 3. August 1976 hingerichtet.[5]
Außerdienststellung
Das Schiff blieb noch bis 2002 im Dienst und ist inzwischen verschrottet.[6]
Fiktion
Elemente der Meuterei auf der Storoschewoi inspirierten Tom Clancy bei der Abfassung seines Romans Jagd auf Roter Oktober.[7]
Weblinks
- BDITELNYY large ASW ships (projects 1135, 1135M) (1970 - 1981) auf Navypedia (englisch)
- Projekt 1135 bei atrinaflot.narod.ru ( vom 10. März 2012 im Internet Archive)
