Storoschewoi

sowjetische Fregatte der Baltischen Flotte From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Storoschewoi (russisch Сторожевой) war eine Fregatte des Projekts 1135 der Sowjetischen Marine. Sie war Teil der Baltischen Flotte.[1] Bekannt wurde die Fregatte durch eine im November 1975 ausgebrochene Meuterei, die vom Politoffizier ausging. Die Meuterei wurde durch die Streitkräfte bedroht und schlussendlich aufgegeben, der Anführer verhaftet und hingerichtet.

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Storoschewoi
Ein baugleiches Schiff
Ein baugleiches Schiff
Schiffsdaten
Flagge Sowjetunion Sowjetunion
Russland Russland
Schiffstyp Fregatte
Klasse Projekt 1135
Bauwerft Werft 820, Kaliningrad
Kiellegung 20. Juli 1972
Stapellauf 21. März 1973
Indienststellung 30. Dezember 1973
Außerdienststellung 2002
Verbleib abgewrackt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 123 m (Lüa)
Breite 14,2 m
Tiefgang (max.) 4,51 m
Verdrängung Leer: 3.200 t
Einsatz: 3.550 t
 
Besatzung 194 Mann
Maschinenanlage
Maschine COGAG
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat M8K: 2 × 36.000 PS (26.478 kW)

M62: 2 × 12.000 PS (8.826 kW)

Höchst­geschwindigkeit 32 kn (59 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung
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Geschichte

Die Storoschewoi wurde am 20. Juli 1972 auf Kiel gelegt, lief am 21. März 1973 vom Stapel und wurde am 30. Dezember 1973 in Dienst gestellt.

Meuterei 1975

Auf der Fregatte brach am 9. November 1975 eine Meuterei aus. Anführer war der Politoffizier Waleri Sablin, der nach dem Kapitän der ranghöchste Offizier an Bord war. Nach einer Vorführung des Films Panzerkreuzer Potemkin hatte Sablin den Kapitän eingeschlossen und in einer Ansprache an die Besatzung das Abweichen der Kommunistischen Partei von Idealen Lenins angeprangert. Er stellte seinen Plan vor, das Schiff mit Freiwilligen zu übernehmen und von Riga nach Leningrad zu laufen, um sich dort über die Medien an die Parteiführung und die Bevölkerung zu wenden. Die Marineführung fürchtete jedoch eine Flucht der Besatzung nach Schweden und stellte Jak-28-Bomber und verfügbare Kriegsschiffe zu Kampfgruppen zusammen, um die auslaufende Storoschewoi aufzuhalten und notfalls zu versenken.[2][3] Verfolgt von den eigenen Streitkräften, gab Sablin schließlich das Unterfangen auf.[4][5] Er wurde verhaftet, von einem Militärgericht zum Tode verurteilt und am 3. August 1976 hingerichtet.[5]

Außerdienststellung

Das Schiff blieb noch bis 2002 im Dienst und ist inzwischen verschrottet.[6]

Fiktion

Elemente der Meuterei auf der Storoschewoi inspirierten Tom Clancy bei der Abfassung seines Romans Jagd auf Roter Oktober.[7]

Einzelnachweise

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