Stotzing

Gemeinde im Bezirk Eisenstadt-Umgebung, Burgenland From Wikipedia, the free encyclopedia

Stotzing (ungarisch Lajtaszék, Stoczing; kroatisch Štucin, Štucinga)[1] ist eine Gemeinde mit 821 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Burgenland im Bezirk Eisenstadt-Umgebung in Österreich.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Stotzing
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Stotzing
Stotzing (Österreich)
Stotzing (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Burgenland Burgenland
Politischer Bezirk: Eisenstadt-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: EU
Fläche: 12,91 km²
Koordinaten: 47° 54′ N, 16° 33′ O
Höhe: 253 m ü. A.
Einwohner: 821 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 64 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2443
Gemeindekennziffer: 1 03 21
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hauptstraße 19
2443 Stotzing
Website: www.stotzing.at
Politik
Bürgermeister: Thomas Tiwald (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(13 Mitglieder)
8
5
8 5 
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Stotzing im Bezirk Eisenstadt-Umgebung
Lage der Gemeinde Stotzing im Bezirk Eisenstadt-Umgebung (anklickbare Karte)HornsteinLorettoRust
Lage der Gemeinde Stotzing im Bezirk Eisenstadt-Umgebung (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

Luftbild (von Westen)

Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland, nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Der nördliche Teil in einer Meereshöhe von 250 Metern gehört zum Wiener Becken. Nach Süden steigt das Land zum Leithagebirge an und erreicht im Buchkogel 443 Meter.

Die Gemeinde hat eine Fläche von 12,91 Quadratkilometern. Davon sind 31 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche und 63 Prozent sind bewaldet.[2]

Stotzing ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Nachbargemeinden:

Loretto Leithaprodersdorf
Leithaprodersdorf

Hornstein

Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Au am Leithaberge (BL)
Eisenstadt Oslip

Geschichte

Die urgeschichtliche Besiedlung des Stotzinger Gemeindegebietes ist belegt durch eine wahrscheinlich mittelneolithische Kreisgrabenanlage, die 2019 als die erste vierfache Kreisgrabenanlage in Österreich entdeckt und geophysikalisch prospektiert wurde.[3]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Stotzing dann in der Provinz Pannonia.

Stotzing (Mitte rechts) um 1872 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Ursprünglich (im Jahre 1584 erfolgte von Kaiser Rudolf II. die Verleihung der Herrschaft) wurde der Ort vom Freiherr Ruprecht von Stotzingen (* um 1540; † 24. Mai 1600) gegründet und erbaut. Sein Familienwappen (1593) ist auch heute noch Gemeindewappen von Stotzing. Die ersten Siedler hatte Ruprecht von Stotzingen aus seiner württembergischen Heimat gebracht.[4]

Der Ort gehörte, wie das gesamte Burgenland, von 1867 bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Stoczing bzw. seit 1899 Lajtaszék verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Bevölkerungsentwicklung

Stotzing: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
621
1880
 
653
1890
 
668
1900
 
669
1910
 
677
1923
 
626
1934
 
664
1939
 
652
1951
 
646
1961
 
657
1971
 
688
1981
 
709
1991
 
725
2001
 
770
2011
 
802
2021
 
828
2025
 
821
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Stotzing
  • Katholische Pfarrkirche Stotzing hl. Johannes der Täufer
  • Das ehemals der Pfarrkirche angeschlossene Servitenkloster (Aufhebung 1787) ist heute Pfarrhof.

Wirtschaft und Infrastruktur

In den Jahren 1999 bis 2010 nahm die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 29 auf 21 ab. Von diesen 21 wurden 8 im Haupt-, 10 im Nebenerwerb, 2 von Personengemeinschaften und 1 von einer juristischen Person geführt.[5] Im Produktionssektor arbeiteten 17 Erwerbstätige, 9 im Bereich Herstellung von Waren und 8 in der Bauwirtschaft. Der wichtigste Arbeitgeber im Dienstleistungssektor war der Bereich soziale und öffentliche Dienste. Hier arbeiteten 15 der 37 Erwerbstätigen.[6]

Im Jahr 2011 lebten 399 Erwerbstätige in Stotzing. Davon arbeiteten 47 in der Gemeinde, beinahe 90 Prozent pendelten aus.[7]

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2022
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
60,13
(−16,67)
39,70
(+16,50)
20172022
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 13 Mitglieder.

Weitere Informationen Partei, Sti. ...
Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2022[8] 2017[9] 2012[10] 2007[11] 2002[12] 1997[12]
Sti. % M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M.
ÖVP 362 60,13 8 41776,8010 41169,789 36763,948 27651,597 21046,366
SPÖ 240 39,87 5 12623,203 17830,224 20736,065 25948,416 24353,647
Wahlberechtigte 720 695 700 695 621 589
Wahlbeteiligung 89,86 % 83,74 % 93,00 % 91,94 % 93,88 % 91,00 %
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Bürgermeister

Bürgermeister war bis 2021 Wolfgang Kostenwein (ÖVP)[13], der nach der Wahl von 2002 die Nachfolge von Trinko (SPÖ) angetreten hat.[12] Bei der Bürgermeisterdirektwahl 2017 erreichte er 83,52 %. Die SPÖ verzichtete auf die Nominierung eines Kandidaten.[9] In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats wurde Thomas Tiwald (ÖVP) zum Vizebürgermeister gewählt.[14]

Im Herbst 2021 folgte Thomas Tiwald (ÖVP) Wolfgang Kostenwein als Bürgermeister nach.[13] Bei der Wahl 2022 wurde er mit 57,55 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.[8]

Commons: Stotzing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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