Strychnos spinosa
Art der Gattung Brechnüsse (Strychnos)
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Strychnos spinosa ist eine Pflanzenart aus der Gattung Brechnüsse (Strychnos) innerhalb der Familie der Brechnussgewächse (Loganiaceae). Sie ist in tropischen bis subtropischen Regionen Afrikas heimisch. Sie wird auch als Natalorange[1](vom englischen “Natal orange”), Affenorange (vom englischen “monkey orange”)[2] oder Mokotra[3] in Madagaskar bezeichnet.
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Strychnos spinosa | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Strychnos spinosa | ||||||||||||
| Lam. |
Beschreibung


Vegetative Merkmale
Strychnos spinosa wächst als laubabwerfender, kleiner, dorniger Baum oder Strauch und erreicht Wuchshöhen von 4 bis über 6 Meter. Strychnos spinosa hat einen kurzen Stamm, der sich nahe der Basis verzweigt, eine runde Krone und Äste, die mit leicht gebogenen Dornen unterschiedlicher Länge bedeckt sind.[3]
Die gegenständigen, kahlen bis behaarten Laubblätter sind meist gestielt. Die mit 1 bis 2 Zentimetern relativ kleinen, einfachen, ganzrandigen Blattspreiten sind kreisförmig oder eiförmig bis elliptisch. Sie sind ganzrandig und spitz bis stumpf oder zugespitzt, manchmal stachelspitzig oder eingebuchtet. Die Nervatur ist drei- bis fünfzählig.[4][5]
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von September bis Februar / Frühling bis Sommer zu Beginn der Regenzeit während der Blattbildung. Die Blütenstände sind dichte Dolden oder Schirmrispen und befinden sich meist an den Enden der Zweige.
Die kleinen, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vier- bis fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Es sind vier oder fünf spitze, schmale und lange Kelchblätter vorhanden. Die vier oder fünf grünlich-weißen oder gelblichen Kronblätter sind röhrig bis urnenförmig verwachsen mit kurzen, dreieckigen Zipfeln. Die Kronröhre ist innen am Schlund dicht behaart. Es ist nur ein Kreis mit vier oder fünf kurzen Staubblättern vorhanden. Die Antheren sind behaart. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, einfächerigen und mehr oder weniger behaartem Fruchtknoten verwachsen. Der kurze und mehr weniger behaarte Griffel ist zylindrisch.
Die holzigen, harten, glatten bis warzigen, kugel- oder fast kugelförmigen, fleischigen Beerenfrüchte sind erst grün und werden zur Reife gelb. Sie enthalten zahlreiche flache Samen und werden etwa 8–12 Zentimeter groß. Sie erreichen ihre Reife in der Regel am Ende der Trockenzeit, wenn viele andere Nutzpflanzen nicht verfügbar sind.[2]
Vorkommen
Strychnos spinosa gedeiht in Savannen und Küstengebieten vor und hat sich in ganz West-, Ost- und Zentralafrika bis nach Südafrika und auf Madagaskar verbreitet. Sie ist auch in offenen und degradierten Waldökosystemen zu finden.[6][7]
Ökologie
Strychnos spinosa produziert süß-saure, gelbe Früchte, die eine sehr harte Schale (Exokarp) haben und zahlreiche flache, dunkelbraune Samen inmitten eines essbaren Fruchtfleisches enthalten. Tiere wie Paviane und andere Affen, Buschschweine, Nyalas und Elenantilopen fressen sie. Die Laubblätter sind eine beliebte Nahrungsquelle für Pflanzenfresser wie Ducker, Kudu, Impala, Steinböckchen, Nyala und Elefant.[8]
Taxonomie
Strychnos spinosa wurde 1794 von Jean-Baptiste de Lamarck in Tableau encyclopédique et méthodique des trois règnes de la nature. Botanique ... Band 2 Seite 38 erstbeschrieben.
Verwendung
Die Frucht wird auch für den menschlichen Verzehr gehandelt und in großen Teilen Afrikas für verschiedene traditionelle Arzneimittel verwendet.
Traditionelle Medizin
Neben dem Verzehr der schmackhaften Früchte verwenden viele indigene afrikanische Gemeinschaften viele Pflanzenteile (Wurzeln, Rinde, Früchte, Blätter, Holz und Radix/Cortex) für traditionelle Medizin. Die Medizin wird in der Regel als Sud oder zerkleinert zubereitet und oral eingenommen oder äußerlich angewendet, um verschiedene Erkrankungen wie Magen-Darm-Erkrankungen, Infektionskrankheiten, Entzündungen, Hauterkrankungen und Fortpflanzungsstörungen (Verhinderung von Fehlgeburten, Förderung der Milchproduktion usw.) zu behandeln. Ein erheblicher Teil der Verwendung von S. spinosa bezieht sich auf die Behandlung von Infektionskrankheiten, einschließlich Malaria.[6][9]
Literatur
- A. J. M. Leeuwenberg: Flore de Madagascar et des Comores. 167, 1984, S. 100–103, online auf biodiversitylibrary.org.
Weblinks
- Strychnos spinosa bei Useful Tropical Plants.