Stöckenburg
Burg in Baden-Württemberg, Deutschland
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Die Stöckenburg, früher auch historisch Stockheimer Burg genannt, ist eine abgegangene Höhenburg in der Kirchengemeinde Stöckenburg auf einem 385 m ü. NN hohen Bergvorsprung gegenüber der Stadt Vellberg im Landkreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg. An der Stelle besteht bereits seit dem Frühmittelalter eine Martinskirche. Der Weiler an der Kirche trägt offiziell den Ortsnamen Stöckenburg.
| Stöckenburg | ||
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Kirchweiler Stöckenburg anstelle der abgegangenen Burg | ||
| Alternativname(n) | Nur historisch: Stockheimer Burg | |
| Staat | Deutschland | |
| Ort | Vellberg-Stöckenburg | |
| Entstehungszeit | 7. Jahrhundert | |
| Burgentyp | Höhenburg | |
| Erhaltungszustand | Martinskirche | |
| Ständische Stellung | Klerikale | |
| Geographische Lage | 49° 5′ N, 9° 53′ O | |
| Höhenlage | 385 m ü. NN | |
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Geschichte
Bereits vor Christi Geburt bestand auf dem durch einen niedrigen Sattel natürlich abgetrennten Bergvorsprung zwischen Bühlertal und mündendem Aalenbachtal eine keltische Besiedlung mit einer Fliehburg.
Im Jahr 822 bestätigte Kaiser Ludwig der Fromme, dass die Basilika St. Martin in der Stöckenburg im Maulachgau 741 dem Bistum Würzburg übergeben wurde.[1] 845 und 899 wurde die Burg erneut genannt. Die Stöckenburg war bis in das 10. Jahrhundert Sitz des Gaugrafen im Maulachgau. Nach alten Chroniken wohnte das Adelsgeschlecht der Streckfuß von Streckburg auf der Stöckenburg. Die Streckfuß waren bis 1408 Vasallen derer von Hohenlohe. Ein angehöriger der Familie, Conrad von Steckelnburg, war 1314 Domherr zu Mainz. Wahrscheinlich wurde aus Steckelnburg allmählich der Ortsname Stöckenburg.[2]
Ende des 11. Jahrhunderts wurde die Burg wegen Spannungen zum Bischof Adalbero von Würzburg nicht mehr neu befestigt. Stattdessen wurde gegenüber auf dem Feldberg die Burg Vellberg neu errichtet.
1404 übertrug Bischof Johannes die Rechte an der Kirche an das Stift Öhringen. Die evangelische Pfarrkirche St. Martin wurde um 1435 erbaut. Der Glockenturm ist massiv und wahrscheinlich der Bergfried der Stöckenburg gewesen.
- Wappen
- Wappen aus Siebmachers Wappenbuch (1705)
- (1705)
Literatur
- 1250 Jahre Stöckenburg. Vellberg 741-1991. Eine Dokumentation. Vellberg 1991
- Alois Schneider: Die Burgen im Kreis Schwäbisch Hall – Eine Bestandsaufnahme. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-8062-1228-7, S. 263–267.

