Störpke

Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) From Wikipedia, the free encyclopedia

Störpke ist ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt und gehört zur Ortschaft Fleetmark.[3]

Schnelle Fakten Stadt Arendsee (Altmark) ...
Störpke
Koordinaten: 52° 45′ N, 11° 23′ O
Höhe: 42 m ü. NHN
Fläche: 3,48 km²[1]
Einwohner: 23 (31. Dez. 2023)[2]
Bevölkerungsdichte: 7 Einwohner/km²
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Lüge
Postleitzahl: 39619
Vorwahl: 039034
Störpke (Sachsen-Anhalt)
Störpke (Sachsen-Anhalt)
Lage von Störpke in Sachsen-Anhalt
Kirche zu Störpke (2018)
Kirche zu Störpke (2018)
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Geographie

Störpke, ein kurzes Straßendorf mit Kirche, liegt etwa 19 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Salzwedel. Östlich des Dorfes liegt der Uhlenhorst, eine Wiese.[4][1]

Geschichte

Mittelalter bis 19. Jahrhundert

Im Jahre 1324 wird das Dorf Störpke erstmals als Storbeke erwähnt, als Hans und Heinecke von Kröcher das Schloss Kalbe mit den zugehörigen Dörfern an Albrecht von Alvensleben verkaufen.[5][1] Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 heißt das Dorf Storbeke, die v. Lüderitz hatten hier Einkünfte.[6] Schon 1528 wurde der Ort Störpke genannt. Im Jahre 1536 heißt das Dorf wieder Storbeke, als die v.d. Schulenburg hier Einkünfte hatten.[7] Weitere Nennungen sind 1541 Stopkow, 1579 Storpke, 1687 Storpke[1] und 1804 Störpke.[8]

Andere Ersterwähnung

Der Regionalhistoriker Matthias Friske meint, es müsse offen bleiben, ob sich die Nennung von 1324 Storbeke auf Störpke oder auf Storbeck bei Osterburg bezieht.[9]

Herkunft des Ortsnamens

Jürgen Udolph leiten den Ortsnamen aus mittelniederdeutsch „stor“ für „groß“ und niederdeutsch „beke“ für „Bach“ ab. Der Name steht also für „großer Bach“, hier vielleicht im Sinne von „breiter Aue“.[9]

Archäologie

Westlich des Dorfes gab es früher auf den „wüsten Stücken“ links der Straße von Thüritz zwei mit Steinen von außen mit Steinen bekränzte Grabhügel, die Steinkisten enthielten. Sie wurden im Jahre 1834 untersucht. Nach örtlicher Überlieferung war 30 Jahre vorher eine eiserne Urne mit Henkel gefunden worden. Es wurden 1834 Funde geborgen, die später in die Königlichen Museen zu Berlin kamen.[10] Diese Großsteingräber bei Störpke wurden spätestens im 19. Jahrhundert zerstört.

Eine in Störpke gefundene Absatzaxt vom „böhmischen“ Typus aus dem Danneil-Museum beschrieb Konrad Zechlin im Jahre 1905. Derartige Äxte wurden in die Nordische Ältere Bronzezeit Periode I und II datiert.[11]

Im Jahr 1954 wurde von Funden aus der Kiesgrube Grundig bei Störpke berichtet.

Eingemeindungen

Störpke gehörte bis 1807 zum Arendseeischen Kreis, danach bis 1813 zum Kanton Groß Apenburg im Königreich Westphalen, ab 1816 kam es in den Kreis Salzwedel, den späteren Landkreis Salzwedel in der preußischen Provinz Sachsen.

Am 20. Juli 1950 wurde die Gemeinde Störpke in die Gemeinde Lüge eingemeindet.[12] Mit der Eingemeindung von Lüge nach Fleetmark kam der Ortsteil am 1. September 1992 zur Gemeinde Fleetmark.[13] Am 1. Januar 2011 wurde Fleetmark per Landesgesetz in Arendsee (Altmark) eingemeindet.[14] So kam Störpke am gleichen Tag als Ortsteil zur neuen Ortschaft Fleetmark und zur Stadt Arendsee (Altmark).

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
173440
177441
178961
179860
180153
181861
184095
186480
Jahr Einwohner
187183
188581
1892[0]88[7]
189569
1900[0]78[7]
190588
1910[0]85[7]
192585
Jahr Einwohner
193965
194689
201125
201225
201319
201417
201520
201620
Jahr Einwohner
201720
2020[00]18[15]
2021[00]20[15]
2022[0]20[2]
2023[0]23[2]
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006[1] und 2011–2017[16]

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Störpke, die früher zur Pfarrei Thüritz bei Badel (Altmark) gehörte,[17] wird heute betreut vom Pfarrbereich Kalbe-Kakerbeck des Kirchenkreises Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[18]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Dorfkirche Störpke
  • Die evangelische Dorfkirche Störpke ist ein mittelalterlicher Feldsteinssal aus unregelmäßigen Feldsteinen. Sie befindet sich in Hanglage auf einem Hügel.[19][9]
  • Die Kirche ist vom Ortsfriedhof umgeben.
Commons: Störpke – Sammlung von Bildern

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 2172–2175, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 144 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
  • J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 347–348, 159. Störpke (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Einzelnachweise

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