Sudanrot G

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Sudanrot G ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Azo- und Sudanfarbstoffe.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Sudanrot G
Allgemeines
Name Sudanrot G
Andere Namen
  • 1-(2-Methoxyphenylazo)-2-naphthol
  • C.I. Solvent Red 1
  • C.I. 12150
  • Ceresrot G
  • OilRed 113
  • Sudan R
  • Fettrot G
  • Fettfarbe Rot BG
  • C 10
Summenformel C17H14N2O2
Kurzbeschreibung

rotbrauner Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1229-55-6
EG-Nummer 214-968-9
ECHA-InfoCard 100.013.608
PubChem 14678
ChemSpider 10441568
Wikidata Q835871
Eigenschaften
Molare Masse 278,31 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,12 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

180 °C[3]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser[3]
  • löslich in Ethanol (7–8 g/L) und in pflanzlichen Ölen[3]
  • löslich in halogenierten Kohlenwasserstoffen[4]
Brechungsindex

1,550[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[5] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350
P: 280261305+351+338321405501[6]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Gewinnung und Darstellung

Sudanrot G kann durch Diazotierung und Azokupplung von o-Anisidin und β-Naphthol gewonnen werden.[7]

Eigenschaften

Sudanrot G ist ein rotbrauner Feststoff,[1] der in Form von lichtechten, hitze-, säure- und alkalibeständigen, in Wasser praktisch unlöslichen, in Alkohol und in pflanzlichen Ölen löslichen Kristallen vorliegt [λmax 500 nm, E 1 %/1 cm ca. 785 (Methanol)].[3]

Verwendung

Sudanrot G wird zum Färben von Mineralölprodukten, Wachserzeugnissen wie Schuhcremes, Bohnermassen, Kerzen, zur Herstellung von Kugelschreiberpasten, Tuschen etc. verwendet.[3]

Sicherheitshinweise

Nach Anlage 3 (zu § 3) der Kosmetik-Verordnung ist Sudanrot G auch zum Färben von Kosmetika zugelassen. Die früher übliche Verwendung zum Färben von Eierschalen ist seit 1998 nicht mehr zulässig.[3] Grund ist, dass Erwägungen zur Strukturaktivität nahelegen, dass die Verbindung genotoxisch und/oder karzinogen ist (reduktive Spaltung zu o-Anisidin).[8]

Commons: Sudanrot G – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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