Sullorsuaq
From Wikipedia, the free encyclopedia
Der Sullorsuaq (nach alter Rechtschreibung Suvdlorssuaĸ; dänisch Vaigat) ist ein grönländischer Sund.
| Sullorsuaq | ||
|---|---|---|
|
| ||
| Verbindet Gewässer | Diskobucht | |
| mit Gewässer | Baffin Bay | |
| Trennt Landmasse | Nuussuaq, Alluttoq | |
| von Landmasse | Diskoinsel | |
| Daten | ||
| Geographische Lage | 70° 10′ N, 52° 50′ W | |
|
| ||
| Länge | 160 km | |
| Geringste Breite | 20 km | |
Geografie
Der Sullorsuaq bildet die Grenze zwischen der Avannaata Kommunia im Norden und Osten und der Kommune Qeqertalik im Süden und Westen. An seinem nordöstlichen Ufer liegt die Halbinsel Nuussuaq bzw. im Osten die Insel Alluttoq. Auf der gegenüberliegenden Seite im Südwesten und Westen liegt Grönlands größte Insel, die Diskoinsel. Der Sund hat eine Länge von rund 160 km zwischen der Nordspitze der Diskoinsel und der Südspitze von Alluttoq. Seine durchschnittliche Breite beträgt etwa 20 km, im Norden eher 10 km und im Süden eher 30 km. Heutzutage ist Saqqaq der einzige noch bewohnte Ort am Sullorsuaq. Zu früheren bedeutenden Siedlungen gehören Qullissat und Appat.[1]
Geschichte
Der Sund wurde im 17. Jahrhundert von holländischen Walfängern Waygat genannt, abgeleitet vom Wort für „wehen“ sowie „Gatt“ und damit mit der Bedeutung „Öffnung, durch die der Wind weht“. Der grönländische Name Sullorsuaq bedeutet „großer Tunnel“.[2] Bereits in den 1750er Jahren lag am Sund die Kolonie Ritenbenk, erst in Saqqaq und anschließend in Appat. Die Kolonie, die den Kolonialdistrikt Ritenbenk um den Sund herum bildete, verlor später an Bedeutung. 1924 wurde die Minensiedlung in Qullissat gegründet, die später eine der größten Städte des Landes wurde, weswegen sie ab 1950 Hauptort der Gemeinde Vaigat wurde, die den Kolonialdistrikt Ritenbenk ersetzte. Nach der Schließung von Qullissat in den 1970er Jahren wurde die Gemeinde aufgelöst und in die Gemeinden Qeqertarsuaq (auf der Inselseite) und Gemeinde Ilulissat (auf der Festlandseite) eingegliedert.

