Sulpiz Hamm

deutscher Politiker, Oberbürgermeister der Stadt Recklinghausen From Wikipedia, the free encyclopedia

Sulpiz Hamm (auch Sulpicius Hamm genannt) (* 30. September 1877 in Berlin; † 12. Dezember 1944 in Beiert) war ein deutscher Politiker und Oberbürgermeister der Stadt Recklinghausen.

Leben

Nach seinen beiden juristischen Staatsexamen – zwischenzeitlich leistete er als Einjährig-Freiwilliger beim Bergischen Feld-Artillerie-Regiment in Köln Militärdienst – wurde Sulpiz Hamm am 15. Dezember 1905 zunächst Hilfsrichter beim Amts- und Landgericht Köln und vom 1. Mai 1907 an für zwei Jahre Hilfsarbeiter bei der Provinzialverwaltung Rheinprovinz. Nach vorübergehender Beschäftigung als Hilfsrichter beim Amts- und Landgericht Düsseldorf wurde er zum Beigeordneten der Stadt Recklinghausen gewählt und am 1. April 1910 in sein Amt eingeführt. Seine Wahl zum Zweiten Bürgermeister der Stadt fiel auf den 29. Januar 1915. Während des Ersten Weltkrieges war er als Leutnant beim Reserve-Feld-Artillerie-Regiment Nr. 33 eingesetzt. Am 12. September 1919 wurde er in das Amt des Bürgermeisters eingeführt. Den Titel Oberbürgermeister führte er seit dem 28. August 1920. Am 12. September 1931 ging er in den Ruhestand und verzog nach Köln.

Sulpiz Hamm gehörte der Zentrumspartei an. Er war von 1919 bis 1931 für den Wahlkreis Recklinghausen-Stadt Mitglied des Westfälischen Provinziallandtages und von 1921 bis 1931 dessen Vorsitzender.

Quellen

  • Joachim Lilla: Leitende Verwaltungsbeamte und Funktionsträger in Westfalen und Lippe (1918 bis 1945/1946). Biographisches Handbuch. Aschendorff-Verlag, Münster 2004, ISBN 3-402-06799-4.

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