Swirskoje

verlassener Ort im Rajon Nesterow der russischen Oblast Kaliningrad From Wikipedia, the free encyclopedia

Swirskoje (russisch Свирское, deutsch Soginten) ist ein verlassener Ort im Rajon Nesterow der russischen Oblast Kaliningrad.

Schnelle Fakten Geographische Lage ...
Untergegangener Ort
Swirskoje
Soginten
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Nesterow
Zeitzone UTC+2
Geographische Lage
Koordinaten 54° 30′ N, 22° 26′ O
Swirskoje (Europäisches Russland)
Swirskoje (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Swirskoje (Oblast Kaliningrad)
Swirskoje (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad
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Die Ortsstelle befindet sich an der Kommunalstraße 27K-408 zwischen Tschistyje Prudy (Tollmingkehmen/Tollmingen) (fünf Kilometer südlich) und Tschkalowo (Enzuhmen/Rodebach) (fünf Kilometer nordöstlich). Drei Kilometer südlich an dieser Straße befindet sich der Ort Dubowaja Roschtscha (Ballupönen/Wittigshöfen).

Geschichte

Soginten, zunächst auch Upidamischken genannt, war um 1780 ein meliertes Dorf, in dem eine Nassauerkolonie angesiedelt war.[1] Auch um 1820 wurde das Dorf als meliert bezeichnet.[2] 1874 wurde die Landgemeinde Soginten namensgebend für einen neu gebildeten Amtsbezirk im Kreis Stallupönen.[3]

Im Oktober 1944 wurde der Ort von der Roten Armee besetzt und kam in der Folge mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1950 erhielt er den russischen Namen Swirskoje und wurde dem Tschkalowski selski Sowet im Rajon Nesterow zugeordnet.[4] Swirskoje wurde vor 1975 aus dem Ortsregister gestrichen.[5]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1867[6]138
1871[6]148
1885[7]166
1905[8]149
1910[9]144
1933[10]108
1939[11]93
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Amtsbezirk Soginten 1874–1945

Der Amtsbezirk Soginten wurde 1874 im Kreis Stallupönen eingerichtet.[3] Er bestand zunächst aus elf Landgemeinden.

Weitere Informationen Name, Änderungsname von 1938 ...
Name Änderungsname
von 1938
Russischer Name
nach 1945
Bemerkungen
AnderskehmenAndersgrundBolschaja Dubrowka
BugdszenKlimmenMalaja Dubrowka1936 bis 1938: Bugdschen
Heygerey1895 zu Bugdszen
JurgeitschenJürgenrode
Kischken
Kupsten1938 mit Schepettschen zur neuen Gemeinde Hohenfried zusammengeschlossen
Mehlkinten
RittigkeitschenMartinsort
Schepettschen1938 mit Kupsten zur neuen Gemeinde Hohenfried zusammengeschlossen
SogintenSwirskoje
UrbszenUrfelde1936 bis 1938: Urbschen
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1935 wurden die Landgemeinden in Gemeinden umbenannt. Im Oktober 1944 umfasste der Amtsbezirk, nun im umbenannten Landkreis Ebenrode, die neun Gemeinden Andersgrund, Hohenfried, Jürgenrode, Kischken, Klimmen, Martinsort, Mehlkinten, Soginten und Urfelde. Diese sind sämtlich verlassen.

Kirche

Die aus dem Fürstentum Nassau stammenden Siedler hingen dem reformierten Glauben an und hatten seit 1772 in Soginten eine eigene Kirche. Nach der Unierung der evangelischen Kirchen im Jahr 1817 wurde diese in das evangelische Kirchspiel Enzuhmen integriert und gehörte um 1900 kurzzeitig auch zum evangelischen Kirchspiel Kassuben.

Söhne und Töchter des Ortes

Einzelnachweise

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