Südwall

historische Küstenbefestigung in Südfrankreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Südwall (auch Mittelmeerwall genannt) war eine 864 Kilometer lange Verteidigungslinie entlang der Küste des Mittelmeers. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg von den deutschen Besatzern in Frankreich ab 1943 geplant und teilweise erbaut. Der Südwall sollte eine Invasion der Westalliierten verhindern.

Cap Béar, Regelbau M272, Südwall

Konzept des Südwalls

Die deutsche 19. Armee mit Hauptquartier in Avignon hatte sieben Küstenverteidigungsabschnitte (KVA) entlang der französische Mittelmeerküste von der spanischen bis zur italienischen Grenze:

An den Südwall schloss im Osten an der italienischen Grenze der an der ligurischen Küste errichtete Vallo Ligure (dt. Ligurischer Wall) an. Der Südwall umfasste Schützengräben und Geschützstellungen entlang der Strände, eine etwa 32 Kilometer landeinwärts verlaufende Verteidigungslinie, Rommelspargel und Sprengfallen unter der Wasserlinie.

Operation Dragoon

Die Deutschen hatten ihre Verteidigungsstrategie auf der Hypothese aufgebaut, es sei den Alliierten nicht möglich, zwei Landeoperationen in Frankreich gleichzeitig vorzubereiten und durchzuführen. Sie hatten bei Marseille und Toulon Truppen zusammengezogen und durch befestigte Stützpunkte eine Landung an den übrigen für unwahrscheinlich gehaltenen Stellen zu erschweren versucht. Ab dem 15. August 1944 landeten zwei Armeen der Westalliierten an der französischen Côte d’Azur zwischen Toulon und Cannes zur Vertreibung der deutschen Truppen aus Südfrankreich. Sie bildete das südliche Gegenstück zu der am 6. Juni 1944 mit der Landung in der Normandie begonnenen Operation Overlord.

Zur Zeit der Landung der Alliierten in der Provence bestand die Verteidigungslinie aus etwa 500 fertigen Bunkern, während etwa 200 weitere noch im Bau waren.[1][2][3]

Commons: Südwall – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI