T-12 Cloudmaker
1944 entwickelte, größte konventionelle Bombe der US Army Air Forces
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Die T-12 „Cloudmaker“ war mit einem Gewicht von rund 20.000 kg die schwerste konventionelle Fliegerbombe der United States Army Air Forces (USAAF).
| T-12 Cloudmaker | |
|---|---|
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| Allgemeine Angaben | |
| Bezeichnung: | T-12 Cloudmaker |
| Typ: | Panzersprengbombe |
| Herkunftsland: | |
| Hersteller: | Army Ordnance Department, A.O. Smith Corporation |
| Entwicklung: | 1944 |
| Indienststellung: | 1948 |
| Einsatzzeit: | 1948–1959 |
| Technische Daten | |
| Gefechtsgewicht: | 19.777 kg[1] |
| Länge: | 8,18 m[1] |
| Durchmesser: | 1.371 mm |
| Ausstattung | |
| Gefechtskopf: | 7.983 kg Tritonal[1] |
| Zünder: | Verzögerungszünder |
| Waffenplattformen: | B-36 „Peacemaker“ |
| Liste von Bomben nach Herkunftsnation | |
Entwicklung
Im Jahr 1944 beschaffte sich die United States Army Air Forces bei den Briten eine Anzahl Grand Slam-Fliegerbomben und bauten diese mit der Bezeichnung T-14 in den USA nach. Basierend auf diesem Bombenmodell wurde noch im selben Jahr mit der Entwicklung der noch schwereren T-12 „Cloudmaker“ begonnen. Ursprünglich wurden 100 dieser Bomben in Auftrag gegeben, aber bei Kriegsende wurde die Fertigung nach 57 gebauten Bomben eingestellt. Der erste Testabwurf einer T-12 erfolgte am 5. März 1948 aus einer modifizierten B-29 „Superfortress“, und noch im selben Jahr wurden die T-12 an die USAAF ausgeliefert. Neben der T-12 wurden Konzepte für die T-16, eine Fliegerbombe von 22.680 kg, entwickelt, die jedoch nie gebaut wurde.[2]
Technik
Die Bombe wurde entwickelt, um schwer befestigte Bunker und tief eingegrabene Ziele bekämpfen zu können. Die T-12 hatte einen langgezogenen Bombenkörper mit einer ogiven Spitze. Diese war verstärkt, um sich beim Aufschlag nicht zu verformen. Der dickwandige Bombenkörper bestand aus sechs zusammengeschweißten Teilsegmenten. Am sich nach hinten verjüngende T104-Heckteil waren vier Stabilisierungsflügel montiert. Befüllt war die T-12 mit 7983 kg Tritonal. Bezündert war die Bombe mit Verzögerungszündern der Typen M103 (Kopfzünder) und M102 (Heckzünder). Der Bombenkörper hatte einen olivgrünen Anstrich.[1][2]
Die T-12 hatte eine aerodynamisch günstige Form, die Leitwerke am langen Heck versetzten sie zur Verbesserung der Zielgenauigkeit in eine stabilisierende Rotation um die Längsachse. Aus großer Höhe abgeworfen, erreichte die T-12 knapp Überschallgeschwindigkeit. Aus der daraus resultierenden kinetischen Energie konnte die T-12 mehrere Meter Stahlbeton durchschlagen oder über 40 m ins Erdreich eindringen, bevor sie detonierte. Dabei sollte mit einem Camouflet und dem erdbebenartigen Effekt das Ziel zerstört werden.[1][2]
Aufgrund ihrer Abmessungen und dem großen Gewicht konnte lediglich der strategische Bomber B-36 „Peacemaker“ die T-12 transportieren und abwerfen. Im modifizierten Waffenschacht der B-36 konnten zeitgleich zwei dieser Bomben untergebracht werden.[1]
Mit der Ausmusterung der B-36 „Peacemaker“ im Jahr 1959 wurde auch die T-12 aus dem Arsenal der USAAF genommen.