TF1 Group

französische Mediengruppe From Wikipedia, the free encyclopedia

Die TF1 Group (französisch: Télévision Française 1) ist ein Medienunternehmen in Frankreich und gehört mehrheitlich zu Bouygues.[2] Neben dem namensgebenden Hauptsender TF1, der mit einem Marktanteil von rund 24 % der meistgesehene Kanal des Landes ist, betreibt die Gruppe mehrere Spartensender sowie die Streaming-Plattform TF1+ und Newen Studios.[3]

Schnelle Fakten Groupe TF1 ...
Groupe TF1
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Rechtsform S.A.
ISIN FR0000054900
Gründung 1975
Sitz Boulogne-Billancourt
Mitarbeiterzahl 3.115 (2024)
Umsatz 2,4 Mrd. Euro (2024)[1]
Branche Medien
Website groupe-tf1.fr
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Geschichte

Ursprünge

Die Wurzeln der TF1 Group reichen bis ins Jahr 1935 zurück, als mit „Radio-PTT Vision“ einer der weltweit ersten Fernsehsender den Betrieb aufnahm. Nach mehreren Umbenennungen innerhalb des staatlichen Rundfunks entstand 1975 infolge der Aufspaltung des ORTF der heutige Name Télévision Française 1 (TF1).

Privatisierung & Wachstum

Einschneidende Veränderung brachte die Privatisierung im Jahr 1987, bei der der Bau- und Medienkonzern Bouygues den Zuschlag erhielt und TF1 zum ersten privaten Fernsehsender Frankreichs machte. In den folgenden Jahrzehnten expandierte die Gruppe durch die Gründung und Übernahmen von Sendern wie LCI (1994) und TMC (2010)[4] sowie durch den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten, etwa mit der Übernahme der Newen Studios.[5]

Jüngere Vergangenheit

Nachdem ein geplanter Zusammenschluss mit der M6-Gruppe im Jahr 2022 an Wettbewerbsauflagen scheiterte,[6] liegt der Fokus heute auf dem hauseigenen digitalen Angebot, das Anfang 2024 mit dem Start der Streaming-Plattform TF1+ begann.[7]

Eine strategische Kooperation ist für das Jahr 2026 vereinbart. Die Partnerschaft mit Netflix soll ab Sommer 2026 alle fünf frei empfangbaren Sender der Gruppe sowie über 30.000 Stunden On-Demand-Inhalte direkt in die Netflix-Plattform in Frankreich integrieren.[8]

Siehe auch

Einzelnachweise

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