Takis Würger

deutscher Journalist und Buchautor From Wikipedia, the free encyclopedia

Takis Würger (* 10. Juni 1985 in Hohenhameln) ist ein deutscher Journalist und Autor.

Takis Würger (2022)

Werdegang

Takis Würger wuchs in Wennigsen am Deister auf. Nach dem Abitur arbeitete er als freiwilliger Helfer in einem Entwicklungshilfeprojekt in Peru. Er volontierte bei der Münchner Abendzeitung und besuchte die Henri-Nannen-Schule. Danach ging er als Redakteur zum Nachrichtenmagazin Der Spiegel,[1] bei dem er bis 2020 im Ressort Gesellschaft tätig war. 2014 studierte er ein Jahr am St. John’s College der Universität Cambridge Human, Social and Political Science.

Würger berichtete für den Spiegel unter anderem aus Afghanistan, Ägypten, Libyen, Mexiko und der Ukraine. Er hat mehrere Journalistenpreise gewonnen, darunter den Deutschen Reporterpreis, den Hansel-Mieth-Preis zusammen mit dem Fotografen Armin Smailovic, den CNN Journalist Award, den Journalistenpreis der Christlichen Medienakademie und den European Journalism Prize Writing for CEE.

2010 wurde Würger durch das Medium Magazin als einer der „Top 30 Journalisten unter 30“ ausgezeichnet. 2017 erhielt er mit dem Silberschweinpreis den Debütantenpreis der lit.Cologne für seinen Roman Der Club, der auch für den aspekte-Literaturpreis 2017 nominiert war und zu den fünf beliebtesten Romanen der unabhängigen deutschen Buchhändler im Jahr 2017 gehörte.[2] Die Lesung des Romans wurde 2018 mit dem Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie „Beste Unterhaltung“ ausgezeichnet.[3]

Takis Würger lebt in Berlin.[4]

Rezeption

Würgers erster Roman Der Club wurde zum Bestseller. Sein zweiter Roman Stella (2019), der seinem Urgroßvater gewidmet ist, welcher im Zuge der NS-Krankenmorde (sogenannte Euthanasie-Morde, Aktion T4) in einer Gaskammer ermordet wurde, löste eine heftige Feuilleton-Debatte aus und entzweite die Literaturkritik.[5] Nach der Publikation des Werkes über die jüdische Gestapo-Kollaborateurin Stella Goldschlag erschienen negative Kritiken in der Süddeutschen Zeitung,[6] der FAZ[7] und in der Zeit;[8] andere Kritiker lobten hingegen den Roman[9][10] und der NDR kürte Stella zum Buch des Monats.[11] Der Kritiker Philipp Peyman Engel lobte das Werk in der Jüdischen Allgemeinen als „Leise, glaubwürdig und ja, auch schonungslos“.[12] 2022 wurde Würger für Stella der Euregio-Schüler-Literaturpreis zuerkannt.[13]

Sein 2025 erschienener Roman Für Polina ist auf Platz eins der Bestsellerliste (Hardcover) des Börsenblatts eingestiegen.[14] Er wurde zum Lieblingsbuch des Jahres des Deutschschweizer Buchhandels gewählt.[15]

Werke

Einzelnachweise

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