Talling
Gemeinde in Deutschland
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Talling im Hunsrück ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf an.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 46′ N, 6° 57′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Bernkastel-Wittlich | |
| Verbandsgemeinde: | Thalfang am Erbeskopf | |
| Höhe: | 476 m ü. NHN | |
| Fläche: | 3,9 km² | |
| Einwohner: | 245 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 63 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54426 | |
| Vorwahl: | 06504 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WIL, BKS | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 31 122 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Saarstraße 7 54424 Thalfang | |
| Website: | www.talling.de | |
| Ortsbürgermeisterin: | Bettina Hoff | |
| Lage der Ortsgemeinde Talling im Landkreis Bernkastel-Wittlich | ||

Geographie
Geschichte
Der Ort gehörte seit 1112 zur Mark Thalfang.
Nach der Französischen Revolution wurde 1794 das Linke Rheinufer und damit auch Talling von Frankreich in Besitz genommen. Talling war von 1798 bis 1814 dem Kanton Büdlich im Saardepartement zugeordnet. Talling war Hauptort einer Mairie, zu der auch die Gemeinden Berglicht, Gielert, Lückenburg, Neunkirchen und Schönberg gehörten. Aufgrund eines Gesetzes vom 26. März 1798 hoben die Franzosen die Feudalrechte in der Region auf. Nach Ende der französischen Herrschaft kam der Ort 1815 zum Königreich Preußen und wurde Verwaltungssitz der Bürgermeisterei Talling, zu der sechs Gemeinden gehörten.[2] Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Bis zur kommunalen rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform von 1969 gehörte der Hunsrückort zum Landkreis Bernkastel.
Man kann zum Teil noch Spuren der damaligen Römerstraße, die von Trier nach Mainz führte, in den umliegenden Wäldern finden. Der Sage nach befindet sich auch die Schinderhannes-Höhle bei den „Berrja Wacken“, einer kleinen Felsgruppe in den umliegenden Wäldern.
- Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Talling, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]
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Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat in Talling besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[4]
Bürgermeister
Bettina Hoff wurde am 24. Juni 2019 Ortsbürgermeisterin von Talling. Da bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat, der sich für Bettina Hoff entschied.[5] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde sie als einzige Bewerberin mit einem Stimmenanteil von 87,0 % für fünf Jahre wiedergewählt.[6]
Hoffs Vorgänger waren Wolfgang Marx, von Dezember 2014 bis 2019 Ortsbürgermeister, und zuvor Erich Thösen, der im September 2014 nach Auseinandersetzungen um die Nutzung von Windkraft sein Amt niedergelegt hatte.[5][7][8]
Wappen
| Blasonierung: „Schild von Rot über Silber in erniedrigter Winkelteilung zum Schildfuß geteilt, oben in Rot eine silberne Eiche begleitet rechts unten von zwei goldenen Pflugmessern, links unten von einem goldenen Gemärke in G-Form.“[9] | |
Wappenbegründung: Die vier Teile des Wappens (Eiche, Pflugmesser, Buchstabe „G“ und Boden) sind wie folgt zu deuten:
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Infrastruktur
Im Ort gibt es eine Freiwillige Feuerwehr und den Tischtennisclub Talling 1963 e. V.
In Talling geboren
- Heidi Keller (* 1945), Entwicklungspsychologin
Siehe auch
Weblinks
- Website der Ortsgemeinde Talling
- Ortsgemeinde Talling auf den Seiten der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf
- Ortsportrait mit einem Filmbeitrag ( vom 12. April 2013 im Webarchiv archive.today) bei Hierzuland, SWR Fernsehen
- Literatur über Talling in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie

