Tanja Schleiff

deutsche Schauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Tanja Schleiff (* 1973 in Erfurt) ist eine deutsche Schauspielerin.

Biografie

Tanja Schleiff wuchs in Erfurt und Leipzig als Tochter der Schauspieler Renate Hundertmark und Klaus Schleiff auf. Bereits als Kind und Jugendliche sammelte sie praktische Erfahrungen im Schauspielfach beim Kinder- und Jugendtheater und an den Städtischen Bühnen Erfurt.[1] Sie studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig[2] und spielte daneben am Schauspiel Leipzig. Anschließend ging sie ans Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen, bis Konstanze Lauterbach sie 1997 für eine Rolle ans Bayerische Staatsschauspiel München holte. Dort wurde sie fest ins Ensemble aufgenommen und spielte unter Regisseuren wie Roberto Ciulli, Dieter Dorn, Klaus Emmerich und Andreas Kriegenburg. Zu ihren Rollen in München gehörten Frank Wedekinds Lulu,[3] die Enkelin in Thomas Bernhards Die Macht der Gewohnheit und die Hermia in Ein Sommernachtstraum. Für ihre darstellerischen Leistungen am Staatsschauspiel wurde Tanja Schleiff 2000 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis im Bereich Darstellende Kunst sowie 2001 und 2002 mit dem Kurt-Meisel-Preis ausgezeichnet.[4] Seit 2002 arbeitet sie freischaffend und war seitdem außer in München auch am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg zu sehen. In der Uraufführungsinszenierung der musikalischen Komödie Die Weberischen an den Vereinigten Bühnen Wien, die fürs ORF-Fernsehen aufgezeichnet wurde, hatte sie 2006 bis 2008 die Hauptrolle der Constanze Weber-Mozart.

Seit einem Auftritt in Heinrich Breloers Die Manns – Ein Jahrhundertroman 2001 spielt Tanja Schleiff auch regelmäßig in Kino- und Fernsehfilmen. Sie gehörte zum Hauptensemble des Spielfilms Shoppen und hatte Hauptrollen in Dominik Grafs Film Das Gelübde, in Rainer Kaufmanns Vier Töchter und in Max Färberböcks Bella-Block-Folge Vorsehung.

Sie hat drei Kinder: zwei Söhne namens Hugo und Oscar und eine Tochter namens Clara. Ihre Kinder hat sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten René Heinersdorff. Die Kinder tragen seinen Nachnamen.[5]

Filmografie (Auswahl)

Theater (Auswahl)

  • 1986: Erich Kästner: Emil und die Detektive (Pony Hütchen) – Regie: Karl-Heinz Krause (Pioniertheater Erfurt)
Städtische Bühnen Erfurt
Düsseldorfer Schauspielhaus

Hörspiele

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI