Tanzkarte
Karte, auf der die Besucherinnen eines formellen Tanzballs ihre Tanzpartner der einzelnen Tänze des Abends eintragen
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Eine Tanzkarte ist eine Karte, auf der die Besucherin eines formellen Tanzballs ihre Tanzpartner für die einzelnen Tänze des Abends eintragen kann. Die verzierten Karten werden vom Gastgeber oder Sponsor der Veranstaltung speziell für diesen Anlass hergestellt und den Damen am Eingang – in der Regel zusammen mit einer Damenspende – überreicht.

Aussehen
Die klassische Tanzkarte weist das Format einer Grußkarte auf. Die Außenseite ist verziert, meist mit Insignien des Gastgebers oder Logo des Sponsors. Auf der Innenseite findet sich eine Auflistung aller Musikstücke des Abends mit den Angaben Tanz, Titel und Komponist und jeweils einer freien Fläche, in die sich die Tanzpartner der Dame eintragen.
Geschichte

Tanzkarten sind anscheinend im 18. Jahrhundert entstanden und erfreuten sich auf den Bällen des 19. Jahrhunderts bis hinein ins 20. Jahrhundert, insbesondere den Faschingsbällen in Wien, großer Beliebtheit. Seitdem ist, mit der Änderung des Zweckes der Ballspende, die Bedeutung der Tanzkarte verloren gegangen.
Weblinks
- Weitere Beispiele von Tanz-Karten aus dem frühen 20. Jahrhundert: Gladys Ewing's Houston Society Scrapbook, 1911, University of Houston Digital Library
- "Ordnung muss sein. Extra-Touren mit historischen Tanzkarten – und mit GLAM",
Blog-Post (21. Februar 2026) von Jens Bemme im Open Science Lab der SLUB