Tatiana Crivelli

Schweizer Romanistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Tatiana Crivelli (* 1965 in Lugano) ist eine Schweizer Romanistin.

Leben und Wirken

Tatiana Crivelli wurde in Lugano geboren und besuchte bis zur Matura die Schulen im Tessin.[1] Sie studierte anschliessend italienische Sprache und Literatur an der Universität Zürich. 1989 schloss sie das Studium mit dem Lizentiat ab. Nach Studienaufenthalten in Padua und in den Vereinigten Staaten promovierte sie 1992 in Zürich mit einer von Ottavio Besomi betreuten Arbeit über Giacomo Leopardi. Sie arbeitete darauf als Assistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Zürich und an der ETH Zürich. 2000 habilitierte sie sich wiederum in Zürich mit einer Studie über den italienischen Roman der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. 2002 war sie Gastprofessorin an der University of Michigan in Ann Arbor. Seit 2003 ist sie ausserordentliche und seit 2010 ordentliche Professorin für Italienische Literaturwissenschaft am Romanischen Seminar der Universität Zürich.[1] 2018 war sie Gastprofessorin an der Universität Venedig.

Forschungsschwerpunkte

Crivelli beschäftigt sich mit der italienischen Literatur von der Renaissance bis zur Gegenwart. Sie ist Spezialistin für das Werk von Giacomo Leopardi. Weitere Schwerpunkte sind Schriften von Frauen, die kulturellen Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien und die Gattung des Romans.[1]

Auszeichnungen

  • 1994: Nuova Antologia-Preis für ihre Dissertation
  • 2004: Verleihung des Titels eines Cavaliere der Italienischen Republik (Ordine della Stella della Solidarietà) für ihre Verdienste um die Verbreitung der italienischen Kultur im Ausland
  • 2017: Verleihung des Titels eines Ufficiale der Italienischen Republik (Ordine della Stella d’Italia)
  • 2022: Aufnahme in die Accademia dell’Arcadia (als eines von 26 ausländischen Mitgliedern)

Veröffentlichungen (Auswahl)

Monografien

  • Giacomo Leopardi: Dissertazioni filosofiche. Editrice Antenore, Padua 1995, ISBN 88-8455-166-8.
  • «Né Arturo né Turpino né la Tavola rotonda». Romanzi del secondo settecento italiano. Salerno, Rom 2002, ISBN 88-8402-369-6.
  • La donzelletta che nulla temea. Percorsi alternativi nella letteratura italiana tra Sette e Ottocento. Iacobelli, Rom 2014, ISBN 978-88-6252-232-8.
  • mit Silvia Camilotti: Che razza di letteratura è? Intersezioni di diversità nella letteratura italiana contemporanea. Edizioni Ca' Foscari, Venedig 2017, ISBN 978-88-6969-181-2 (doi:10.5167/uzh-141879).

Herausgeberschaft

Einzelnachweise

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