Tatort: Erika Mustermann

Fernsehfilm der Krimireihe Tatort From Wikipedia, the free encyclopedia

Erika Mustermann ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom RBB produzierte Beitrag ist die 1312. Tatort-Episode und wurde am 2. November 2025 im SRF, im ORF und im Ersten erstmals ausgestrahlt. Es ist der 21. Fall des Berliner Ermittlers Robert Karow und der vierte gemeinsame Fall des Ermittlerteams Karow/Bonard.

TitelErika Mustermann
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Länge90 Minuten
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Folge 1312 der Reihe Tatort
Titel Erika Mustermann
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Schiwago Film GmbH im Auftrag des rbb
Regie Torsten C. Fischer
Drehbuch Dagmar Gabler
Produktion
Musik
Kamera Julia Daschner
Schnitt Kai Minierski
Premiere 2. Nov. 2025 auf Das Erste
Besetzung
Episodenliste
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Handlung

Ein Fahrradkurier wird in Berlin von einem Auto überfahren; bald zeigt sich, dass es sich um Mord handelt. Der Tote, der mit einem fremden Personalausweis unterwegs war, stellt sich als der Venezolaner Tomás Rey heraus, der mit seinem Bruder Luis und einem Freund illegal in Berlin lebte. Tomás hatte eine Beziehung zur Sicherheitsmitarbeiterin Annika Haupt, doch in der Bundesdruckerei fehlt nichts. Schrittweise entdecken die Ermittler Susanne Bonard und Robert Karow einen größeren Plan, dessen Hintergründe und Verantwortliche zunächst unklar bleiben.

Hintergrund

Der Film wurde vom 7. März 2025 bis zum 7. April 2025 in Berlin gedreht.[1] Der Name Erika Mustermann ist durch den fiktiven Personalausweis und ebensolchen Reisepass zu bundesweiter Bekanntheit gelangt, mit denen die deutsche Bundesregierung 1982 der Öffentlichkeit das Aussehen der zum 1. November 1984 eingeführten[2] maschinenlesbaren Personalausweise vorführte.

Die Aussage „Hier [in der Bundesdruckerei] wird das ganze Geld für Deutschland gedruckt“ in der 25. Minute ist nur beschränkt zutreffend. Neben der Bundesdruckerei in Berlin produzieren auch die Firma Giesecke+Devrient in Leipzig sowie zahlreiche Druckereien in weiteren europäischen Ländern die Euro-Noten.

Rezeption

Kritiken

„Die Handlungsfäden dieses ambitionierten Thrillers schlackern zuweilen gefährlich, aber die Grundkonstellation hat trotzdem eine herrlich sarkastische Wucht: Die vor der Armut Geflüchteten schleusen sich genau dort ein, wo hierzulande der Reichtum aufs Papier gebracht wird.“

Christian Buß: Der Spiegel[3]

„Das Krimidrama von Headautorin Dagmar Gabler (Drehbuch) und Torsten C. Fischer (Regie) ist zwar kein zweiter „Haus des Geldes“-Thriller, aber um die Illusion absoluter Sicherheit geht es durchaus – und um den Existenzkampf von Menschen ohne Aufenthaltsrecht. Susanne Bonard und Robert Karow ermitteln nach dem Tod eines Fahrradkuriers im Umfeld von Einwanderern aus Venezuela. In der Episoden-Hauptrolle der geradlinig erzählten Geschichte beeindruckt Annett Sawallisch. (Anm.: Der Autor vergibt viereinhalb von sechs möglichen Punkten.)“

Thomas Gehringer: Tittelbach.tv[4]

„Die Geschichte um gefälschte Pässe ist verquast und ungehobelt verfilmt. […] Man wird das Gefühl nicht los, das Ermittlungsduo selbst müsse sich in uninspirierten Dialogen die ganze Zeit davon überzeugen, den Fall richtig zu verstehen. […] Ob es das schon mal gegeben hat im Tatort, dass Opfer und Täter mit dem gleichen Schauspieler besetzt sind, wäre eine interessante Frage, wenn der Film mehr Esprit hätte.“

Matthias Dell: Die Zeit[5]

Einschaltquoten

Die Erstausstrahlung von Erika Mustermann am 2. November 2025 wurde in Deutschland von 8,46 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 32,1 % für Das Erste.[6]

Einzelnachweise

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