Taubergau
Mittelalterlicher Gau
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Der Taubergau war ein mittelalterlicher Gau im Taubergrund im nordöstlichen Baden-Württemberg. Der Gau umfasste unter anderem die heutigen Orte Tauberbischofsheim, Bad Mergentheim, Weikersheim[1], Sonderhofen, Baldersheim[2] und Lauda-Königshofen. Grafensitz war vermutlich die Burg Mergentheim, aber auch Ingersheim war wohl ein bedeutender Ort.
Der Taubergau war einer der größten Gaue des Herzogtums Franken. Aufgrund seiner Größe wurde er auf Höhe von Lauda und Tauberbischofsheim in einen „oberen“ und einen „unteren Taubergau“ aufgeteilt.
Gaugrafen
- 807: Audulf (später Statthalter in Baiern)[3]
- 961[4], 962, 972 und 973[5]: Gerung I. (lat. Gerungus, * um 945; † 973/1009)
- 1009[6]: Heinrich I. (* um 970; † 1009/1017), wohl Sohn von Gerung I.
- 1017[5]: Gerung II. (auch Gerund, lat. Gerundus, * um 995; † nach 1017), 1017 Graf im Waldsassengau, Sohn von Heinrich I.
- 1017[6] und 1018: Heinrich II. (auch Hezilo oder Hecilo, * um 997; † 1018/1045), Bruder von Gerung II.
- 1045 und 1054[5]: Heinrich III. (auch Hezilo, * um 1015; † nach 1054), Sohn von Heinrich II. (vermutlich Ahnherr der Familie Weikersheim-Hohenlohe und Vorfahre des Gundelo[Anm. 1] von Pfitzingen)
Alternative Schreibweisen
Andere Schreibweisen sind beispielsweise Tubergowe, Tubrigowe, Dubragawe und latinisiert Dubragagensis pagus.
Literatur
- Ottmar F. H. Schönhuth (Hrsg.): „Chronik der vormaligen Deutsch-Ordens-Stadt Mergentheim, aus urkundlichen Quellen herausgegeben von Ottmar F. H. Schönhuth, Pfarrer zu Edelfingen, Vorstand des historischen Vereins für das Wirtembergische Franken zu Mergentheim. Neue umgearbeitete Ausgabe.“ Verlag: In der Thomm’schen Buchhandlung. Bad Mergentheim 1857 (S. 1–10)[7]
- Historia et Commentationes Academiae Electoralis Scientiarum et Elegantiorum Litterarum Theodoro-Palatinae, Volumen IV. Historicum, Mannhemii Typis Academicis, MDCCLXXVIII (1778), Seiten 152–157 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
Siehe auch
Anmerkungen
- Bei dem Namen Gundelo könnte es sich um eine Ableitung des Namens Gerund handeln: G[er]undelo