Teimei

Gemahlin des japanischen Taishō Tennō From Wikipedia, the free encyclopedia

Kaiserin Teimei (jap. 貞明皇后 Teimei-kōgō, wirklicher Name: Kujō Sadako (九条 節子); * 25. Juni 1884; † 17. Mai 1951), auch als Kaiserwitwe Teimei bekannt (貞明皇太后, Teimei-kōtaigō), war die Gemahlin des Taishō Tennō von Japan. Sie war die Mutter des Shōwa Tennō. Ihr Name Teimei bedeutet „erleuchtete Konstanz“.[1][2]

Geburtsname Sadako Kujō
Geburtsdatum 25. Juni 1884
Todesdatum 17. Mai 1951
Ehepartner Kaiser Taishō
Schnelle Fakten Kaiserin Teimei, Geburtsname ...
Kaiserin Teimei
Geburtsname Sadako Kujō
Geburtsdatum 25. Juni 1884
Todesdatum 17. Mai 1951
Ehepartner Kaiser Taishō
Kinder Kaiser Shōwa (Hirohito)
Rolle Kaiserin von Japan, 1912–1926
Porträtquellen Wikimedia Commons, Public Domain
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Hintergrund

Die Amtszeit von Kaiser Meji endete mit dem Tod im Jahre 1912 mit 44 Jahren Regierungszeit. Kaiser Meiji verbrachte viele Jahre damit, die politische, gesellschaftliche und kulturelle Weiterentwicklung des Landes zu fördern. Sein Nachfolger, Kaiser Taishō (1879–1926), war gesundheitlich schwach und konnte dementsprechend nur eingeschränkt seinen Pflichten nachgehen.[1][2] Schon seit dem Beginn seiner Herrschaft wusste man bereits, dass das Kaiserhaus vor vielen Herausforderungen stand.[2]

Am 31. Juli 1912 hat die Zeitung Asahi Shinbun neue Fotos für die neuen Kaiserpaares veröffentlicht. Durch diese Veröffentlichung hatte das Kaiserhaus eine Verbindung zur Bevölkerung hergestellt.[2]

Herkunft und frühes Leben

Kujō Sadako stammte aus der einflussreichen Kujō-Familie, einem Zweig der Fujiwara-Familie. Mit 13 Jahren wurde sie als Braut für Kronprinz Yoshihito ausgewählt und erhielt zwei Jahre Unterricht in höfischer Etikette. Ihre Verlobung wurde 1899 bekannt gegeben. Die Hochzeit fand am 10. Mai 1900 in einer Shintoistischen Zeremonie statt. Es war die erste Shintoistische Kaiserhochzeit Japans die öffentlich gefeiert wurde.[2]

Rolle als Kaiserin

Als Teimei-kōgō Kaiserin wurde, trug sie zur Neugestaltung der höfischen Ordnung dazu. Die monogame Ehe beeinflusste Die Gesellschaft positiv und trug zur Akzeptanz dieses Ehemodells bei.[2]

Kaiserin Teimei bei ihrer Thronbesteigung 1912

wie Ihre Vorgängerinnen hat sich die Kaiserin Teimei intensiv mit wohltätigen Tätigkeiten engagiert, unter anderem als Leiterin des Japanischen Roten Kreuzes. Sie unterstütze viele soziale Projekte, indem sie zur Hilfe für Leprakranke und zu technischen Ausstattung von Leuchtturmwärtern beitrug.[1][2]

Medien und Öffentlichkeit in der Taishō-Zeit

Die Taishō Periode hatte einen immensen anstieg an Medienlandschaft. Technologische Neuerungen im Druckwesen, dadurch hatte man verschiedene Möglichkeiten, Fotografien in Zeitungen oder Zeitschriften einzufügen. Die damals auflagenstärkste Tageszeitungs Japans Asahi Shinbun spielten eine wichtige rolle bei der Vermehrung der Kaiserlichen Bilder.[1][2]

Kaiserin von Japan

Der Staat hat jedoch angefangen die Medien streng zu kontrollieren, die Berichte über das Kaiserhaus sollten immer Respekt zeigen und die Macht des Kaisers vermehren und zu stabilisieren, Fotos hatten was das angeht eine sehr wichtige Rolle.

Hochzeitsempfang von Kronprinz Yoshihito und Prinzessin Kujō Sadako

Zeitungsfotos

Hochzeit von Kronprinz Yoshihito und Prinzessin Kujō Sadako

zwischen 1899 und 1926 erschienen 41 Fotos von Kaiserin Teimei in der Asahi Shinbun.[2]

Die Darstellungen in Fahrzeugen

die Kaiserin Teimei wurde in Kutschen oder Automobilen gezeigt, dabei blieb ihr Gesicht jedoch oft verdeckt.[2]

Wohltätigkeiten und das Rote Kreuz

es erschienen viele Fotografien, die Kaiserin Teimei in verschiedenen Veranstaltungen des Roten Kreuzes zeigte. Sie war nichts desto trotz indirekt anwesend, entweder durch die Kutsche oder des Publikums.[1][2]

Nach 1920

in den etwa 1920er Jahren hat sich der Kaiser Taishō durch seiner Gesundheit, immer mehr aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.[2] Dementsprechend hat sich die Kaiserin ab dem Zeitpunkt allein, aktiv und in Bewegung gezeigt mit Blick in die Kamera. Die Fotografen zeigten sie bei Auftritten, militärischen Besichtigungen oder kulturellen Veranstaltungen, Rollen die für das Kaiserhaus jedoch nicht üblich waren.[2][1]

Politische Bedeutung

Nachdem Der Kronprinz Hirohito im Jahr 1921 eingesetzt worden war, verstärkte sich die Präsenz der Kaiserin Teimei in der Öffentlichkeit. Da der Kronprinz noch jung und verheiratet war, übernahm sie die Rolle als Führende Repräsentantin des Kaiserhauses.[2]

Besonders aufgefallen wurde die Kaiserin bei einer Fotografie aus dem Jahre 1922 bei dem sie auf dem Deck eines Kriegsschiffes Tenryū zeigt.[2][1] Das war damals ein sehr ungewöhnlicher Ort für eine Kaiserin, dadurch jedoch konnte sie Vertrauen und Stabilität in einer Phase aufbauen, die Politisch eine sehr intensive Spannung beinhaltete.[2]

Sichtbarkeit und Unsicherheit

Durch Kaiserin Teimeis öffentliche Präsenz, verschwand der Kaiser Taishō fast vollständig aus der Öffentlichkeit. Historiker sagen darüber "Politik der Verhüllung". Der Staat jedoch begründete dies mit offiziellen Gesundheitsmeldungen.

Bedeutung

Die öffentliche Präsenz der Kaiserin trug immens dazu bei, die Monarchie in politisch schwierigen Zeiten zu sichern. Obwohl sie nicht eigentlich keine Macht ausübte, hat sie es geschafft, die grenzen einer Kaiserin zu verschieben und das, was angemessen galt zu erweitern.

Beerdigung der Kaiserin Teimei Higashi-asakawa

In der heutigen Zeit gilt als ein Beispiel dafür, dass Frauen im Japanischen Kaiserhaus auch in schweren Zeiten Verantwortung übernehmen konnten.

Beerdigung von Kaiserin Teimei, Friedhof Toshimagaoka, Kaiserliche Familie
Commons: Kaiserin Teimei – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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