Telegram (Lied)

Lied von Silver Convention From Wikipedia, the free encyclopedia

Telegram (englisch für Telegramm) ist ein Lied der deutschen Discoband Silver Convention, das im März 1977 erschien. Im Mai desselben Jahres vertrat die Band damit Deutschland beim Eurovision Song Contest und erreichte den 8. Platz.

Schnelle Fakten Silver Convention, Veröffentlichung ...
Telegram
Silver Convention
Veröffentlichung 18. März 1977
Länge 2:56
Genre(s) Disco, Pop
Autor(en) Michael Kunze, Sylvester Levay
Produktion Michael Kunze, Sylvester Levay
Album Summernights
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Entstehung und Veröffentlichung

Das Lied wurde gemeinsam von Michael Kunze und Sylvester Levay getextet, komponiert sowie produziert. Das Duo zeichnete seit Beginn von Silver Contentions Karriere für fast alle Autorenbeteiligungen und Produktionen verantwortlich, darunter auch deren Debütsingle Save Me (Februar 1975).[1]

Die Erstveröffentlichung von Telegram erfolgte als Single am 18. März 1977 bei Jupiter Records. Diese erschien als 7″-Single mit der B-Seite Midnight Lady (Katalognummer: 17 727). Im gleichen Jahr erschien es zudem als Teil von Summernights (Katalognummer: Midland 28 877), dem vierten Studioalbum von Silver Convention, das in einigen Regionen auch als Golden Girls bekannt ist.[1]

Inhalt

Der englischsprachige Poptitel nimmt Elemente der zu dieser Zeit beliebten Disco-Musik auf. Der Text handelt davon, dass einer geliebten Person ein Telegramm geschickt werden muss, um sie zu sich zu bringen.

Eurovision Song Contest

Im Jahr des Disco-Booms verzichtete der mit der Organisation betraute HR auf einen Vorentscheid und buchte – nicht zuletzt als Reaktion auf die eher erfolglosen Vorjahre – Silver Convention. Die Verantwortlichen orientierten sich am britischen Vorjahressieger Brotherhood of Man.[2] Am 9. März 1977 trat die Gruppe bei Wie hätten Sie’s denn gern? von Hans-Joachim Kulenkampff erstmals mit dem Song auf.[3][4] Die Sprachenregel galt 1977 wieder beim Eurovision Song Contest, vier Jahre nachdem sie 1973 fallengelassen worden war; jedes Land musste erneut in einer seiner Amtssprachen singen, im Fall Silver Convention in Deutsch. Allerdings hatten sowohl Deutschland als auch Belgien ihre jeweiligen Einträge bereits ausgewählt, als die EBU die Regel wieder einführte. Daher durften Silver Convention und Dream Express mit einer Ausnahmeregelung ihre Lieder auf Englisch singen.[3]

Telegram wurde beim Eurovision Song Contest an sechster Stelle aufgeführt (nach der Norwegerin Anita Skorgan mit Casanova und vor der Luxemburgerin Anne-Marie B. mit Frère Jacques). Dirigent war Ronnie Hazlehurst. Am Ende der Abstimmung hatte der Song 55 Punkte erhalten und belegte in einem Feld von 18 Teilnehmern den 8. Platz. Das Thema der Choreographie war „Verbindung“, auch im Tanz der Sängerinnen; mit Morsezeichen wurde im Song, insbesondere am Anfang die kommunikative Verbindung symbolisiert, dargeboten auf einer Morsetaste.[5] Die Choreografie wurde später ebenso gelobt wie die bonbonfarbenen Kostüme der Sängerinnen, auch wenn musikalisch nur der Platz im Mittelfeld blieb.[3] Als Gründe wurden die wieder eher klassischen Klänge des ESC 1977 ausgemacht; es siegte Marie Myriam mit dem Chanson L’oiseau et l’enfant. Aber auch die belgische Disco-Konkurrenz Dream Express, die bei ähnlicher Kostümierung eine Sängerin mehr aufbot, wurde genannt.[2]

Chartplatzierungen

Telegram stieg am 4. April 1977 auf Rang 46 der deutschen Singlecharts ein und erreichte, nach einigen Chartunterbrechungen, seine beste Platzierung mit Rang 27 am 30. Mai 1977. Die Single platzierte sich insgesamt sieben Wochen in den Charts, letztmals am 11. Juli 1977. Für Silver Convention avancierte es zum fünften und zugleich letzten Charthit in Deutschland.[6] Darüber hinaus wurde die Single ein Top-10-Erfolg in Schweden (Rang 4) und erreichte weitere Chartplatzierungen in Belgien-Flandern (Rang 26) und Belgien-Wallonien (Rang 45).[1]

Weitere Informationen ChartsChart­plat­zie­rungen, Höchst­platzie­rung ...
Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[6]27 (7 Wo.)7
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Coverversionen

  • 1977: Hana Zagorová (tschechisch)[1]
  • 1977: Janni (dänisch)[1]

Einzelnachweise

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