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Teppich Kibek

deutscher Teppichhändler From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Teppich-Kibek GmbH ist ein familien- und inhabergeführtes deutsches Einzelhandelsunternehmen in dritter Generation mit Sitz in Elmshorn, das auf die Herstellung und den Handel mit Teppichen, Teppichböden, Bodenbelägen, Haus- und Heimtextilien, Leuchten sowie Wohnaccessoires spezialisiert ist. Das Sortiment besteht nahezu ausschließlich aus der Eigenmarke Kibek. Das Unternehmen betreibt 16 Filialen im Bundesgebiet und einen Onlineshop.

Schnelle Fakten
Teppich-Kibek GmbH
Logo
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1947
Sitz Elmshorn, Deutschland Deutschland
Leitung
  • Lisa Sachau
  • Frank Sachau
Mitarbeiterzahl 474 (Jahresdurchschnitt 2024)[1]
Umsatz 112,8 Mio. Euro (2024)[1]
Branche Einzelhandel
Website www.kibek.de
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Geschichte

Vorgeschichte

Die unternehmerischen Wurzeln reichen bis zu einem 1896 von Otto Sachau gegründeten Malerbetrieb in Elmshorn zurück.[2] Sein Sohn Walter Sachau, der nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst einen Versandhandel für Kinderbekleidung betrieb, schuf den Namen „Kibek“; das Akronym bezog sich auf den Begriff „Kinderbekleidung“.[3] Die Teppich-Kibek GmbH wurde am 6. Mai 1947 im Handelsregister des Amtsgerichts Schenefeld eingetragen.[4]

1951 bis 1999

Nachdem Walter Sachau 1951 seine geschäftlichen Aktivitäten vom Kinderbekleidungshandel auf den Handel mit Teppichen verlagert hatte, entwickelte sich Kibek in den 1950er Jahren zu einem großen Teppich-Versandhändler.[5] Seit 1959 nutzte das Unternehmen ein neu errichtetes Hochhaus, das in Elmshorn stadtbildprägend wurde.[6] Im Jahr darauf wurde die erste stationäre Außenstelle in West-Berlin am Bahnhof Zoo eröffnet.[7]

Nach dem Tod Walter Sachaus im Jahr 1963 übernahm seine Ehefrau Elfie Sachau die Geschäftsführung[2] und baute neben dem Versandhandel die ersten stationären Teppichhäuser auf.[8] 1978 trat Frank Sachau in die Geschäftsführung des Unternehmens ein und veränderte die Strategie: Die damals überwiegend in Innenstädten gelegenen Filialen wurden schrittweise durch großflächige Fachmärkte an verkehrsgünstigen Standorten auf der „grünen Wiese“ ersetzt.[5]

Im Jahr 1988 eröffnete Kibek in Weinheim eine neue Filiale und erzielte einen Umsatz von rund 100 Millionen DM (1987).[9] Anfang der 1990er Jahre kündigte das Unternehmen die Expansion in die neuen Bundesländer an; damals beschäftigte Kibek mehr als 700 Mitarbeiter in 14 Filialen.[10]

1999 wurde der Internet-Shop Kibek.de de live geschaltet. Seit diesem Zeitpunkt konnten Produkte von Kibek auch online erworben werden.[11]

Seit 2000

2001, 50 Jahre nach Aufnahme des Teppichhandels, war das Unternehmen an 15 Standorten mit mehr als 600 Mitarbeitern bundesweit präsent.[8]

2006 bezog das Stammhaus in Elmshorn ein neu errichtetes Gebäude im Industriegebiet Süd, das vom Unternehmen als „größtes Teppichhaus der Welt“ bezeichnet wird und eine Verkaufsfläche von rund 20.000 Quadratmetern aufweist.[12] Das vormalige Kibek-Lager in den historischen „Knechtschen Hallen“ im Elmshorner Stadtzentrum, das Kibek seit 1959 genutzt hatte, steht seitdem leer.[13]

Mit Lisa Sachau trat 2020 die dritte Generation der Familie in die Geschäftsführung des Unternehmens ein.[14]

Im Sommer 2024 erlitt die Filiale in Hanau infolge eines Starkregenereignisses einen schweren Wasserschaden, der den Geschäftsbetrieb bis März 2025 unterbrach.[1] Die Wiedereröffnung erfolgte mit einem neuen Ladenkonzept, das 2025 auch im Stammhaus Elmshorn eingeführt wurde.[15] Das Konzept wird in den kommenden Jahren in allen Filialen umgesetzt.[16]

Sortiment

Teppich Kibek vertreibt Teppiche, Teppichböden, Hartbodenbeläge, Haus- und Heimtextilien, Leuchten sowie Wohnaccessoires. Der Verkauf erfolgt über das stationäre Filialnetz, einen Online- und Versandhandel sowie ein Objektgeschäft (Angebote für Hotels, Büros, Ausstellungsflächen, öffentliche Einrichtungen etc.).[1] Das Unternehmen beschafft seine Waren direkt in den Herstellungsländern weltweit; fast das gesamte Sortiment wird selbst entwickelt, designt und ist unter der Marke Kibek geführt.[17]

Standorte

Die Kibek-Gruppe betreibt bundesweit 16 Filialen, von denen vier (Weinheim, Taufkirchen, Berlin-Spandau und Berlin-Waltersdorf) in eigenständigen Rechtsformen geführt werden.[1]

Standort in Elmshorn
Standort in Hanau
Weitere Informationen Standort, Eröffnung ...
Standorte der Kibek-Gruppe
StandortEröffnungVerkaufsfläche (ca.)Belege
Berlin-Spandau199712.500 m²[18]
Berlin-Waltersdorf199310.000 m²[19]
Bremen/Stuhr200814.500 m²[20]
Elmshorn (Stammsitz)200620.000 m²[12]
Flensburg19973.000 m²[21]
Fürth201310.000 m²[22]
Hanau19969.000 m²[23][16]
Hannover/Garbsen200510.500 m²[24]
Hasbergen201710.000 m²[25][26]
Kassel19692.000 m²[27]
Ludwigshafen-Oggersheim20007.000 m²[7][28]
Recklinghausen200610.000 m²[29][30]
Senden-Bösensell19975.500 m²[31]
Taufkirchen199410.000 m²[32]
Weinheim19887.500 m²[9][31]
Wiedemar19937.700 m²[33]
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Einzelnachweise

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