Teumessischer Fuchs
Wesen der griechischen Mythologie.
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Der Teumessische Fuchs (altgriechisch ἀλώπηξ Τευμησσία alṓpēx Teumēssía) ist eine Figur aus der griechischen Mythologie. Dionysos hatte ihn auf dem Berg Teumessos, der zwischen Theben und Chalkis, nahe Ypato (Hypatos), liegt, großgezogen. Die Götter sandten den menschenfressenden Fuchs wegen eines Frevels der Nachfahren des Kadmos als Strafe gegen Theben. Von Teumessos aus verwüstete er den Landstrich, zerriss Mensch und Tier, und konnte nur besänftigt werden, indem man ihm jeden Monat einen Knaben der Stadt als Opfer vorwarf. Der Fuchs war zudem durch göttliche Fügung dazu ausersehen, dass niemals ein Jäger ihn fangen könne.
Als Amphitryon, der König von Tiryns, Hilfe von Kreon, dem König von Theben, im Krieg gegen die Teleboer erbat, sagte Kreon ihm diese zu, wenn er im Gegenzug bei der Jagd auf den Teumessischen Fuchs helfe. Doch die Jagd blieb erfolglos. So ging Amphitryon zu Kephalos und versprach einen Anteil an der Kriegsbeute, wenn dieser seinen Jagdhund Lailaps auf den Fuchs ansetze. Dem endlosen Zweikampf zwischen dem Fuchs, den niemand fangen konnte, und dem Hund, dem niemand entkommen konnte, machte schließlich Zeus ein Ende, indem er beide Tiere versteinerte.
Nach einer Version der böotische Dichterin Korinna erlegte Ödipus den Teumessischen Fuchs.[1]
Quellen
- Antoninus Liberalis, Metamorphosen 41
- Bibliotheke des Apollodor 2, 4, 6–7.
- Ovid, Metamorphosen 7, 763–793
- Pausanias, Reisen in Griechenland 9, 19,1
Literatur
- Wolfgang Schultz: Teumessischer Fuchs. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 5, Leipzig 1924, Sp. 429–435 (Digitalisat).