The 6th Day
Film von Roger Spottiswoode (2000)
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The 6th Day ist ein US-amerikanisch-kanadischer Spielfilm mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle. Die Regie führte Roger Spottiswoode nach einem Drehbuch von Cormac Wibberley und Marianne Wibberley. Der Action- und Science-Fiction-Film handelt vom Klonen von Menschen, und der Filmtitel bezieht sich auf die Schöpfungsgeschichte im Buch Genesis des Alten Testaments, in welcher Gott am sechsten Tage den ersten Menschen erschuf. Der Film startete am 17. November 2000 in den US-Kinos und am 14. Dezember 2000 in Deutschland.
| Film | |
| Titel | The 6th Day |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigte Staaten, Kanada |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2000 |
| Länge | 123 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Roger Spottiswoode |
| Drehbuch |
|
| Produktion | |
| Musik | Trevor Rabin |
| Kamera | Pierre Mignot |
| Schnitt | |
| → Besetzung und Synchronisation | |
Handlung
Im Jahr 2015: Computer sind viel weiter entwickelt und verbreitet. Es gibt intelligente Hologramme, die mit der Umgebung interagieren können. Normale Handfeuerwaffen wurden abgelöst durch Energiewaffen, die schnelle leuchtende Projektile abfeuern. DNS-Tests sind alltäglich, das Klonen von verstorbenen Haustieren ist ein Geschäft. Das Klonen von Menschen hingegen ist verboten, seitdem ein Erstversuch katastrophal scheiterte. Einflussreiche Persönlichkeiten wollen dieses Gesetz jedoch kippen.
Adam Gibson ist ein Hubschrauberpilot, der gemeinsam mit seinem Freund Hank Morgan ein kleines Charterunternehmen führt. Er bekommt einen Auftrag vom Unternehmer Michael Drucker, der ein Unternehmen für das Klonen von Haustieren führt. Unter dem Vorwand, dass die Versicherung Tests von ihnen verlange, werden von Gibson und Morgan DNS-Proben entnommen sowie Sehtests durchgeführt. Drucker verlangt Gibson als Pilot; Morgan bietet die Übernahme des Fluges an, damit Gibson seinen Geburtstag feiern kann.
Auf Morgan und Drucker wird während des Auftrags ein Anschlag von einem Antiklon-Fanatiker verübt, bei dem beide getötet werden. Gibson, der abends nach Hause kommt, muss feststellen, dass in seinem Haus ein Mann lebt, der genauso wie er aussieht – ein Klon. Gibson wurde offensichtlich nach dem Anschlag eben wegen besagter Vertauschaktion irrtümlich geklont, da das Unternehmen von Drucker den Vorfall vertuschen und diesen als Klon weiterleben lassen wollte. Um die ganze Sache glaubwürdig zu gestalten, mussten sie auch den Piloten klonen, der, wie sie annahmen, Gibson war. Als der Irrtum auffliegt, wird Gibson von Druckers Killern gejagt, weil man diesen nicht zusammen mit seinem Klon sehen darf. Würde dies geschehen, wäre klar, dass das „Gesetz des sechsten Tages“, welches das Klonen von Menschen verbietet, gebrochen worden ist. Gibson kann die Killer zwar töten, diese werden aber durch Klone ersetzt, welche die Jagd fortführen.
Die Klone sind nicht nur eine perfekte Kopie des Originals, sie haben aufgrund von Enzephaloscans auch deren komplette Erinnerungen. Der für Drucker arbeitende Wissenschaftler Griffin Weir hatte seine sterbenskranke Frau nach ihrem Tod ebenfalls geklont, es wurde aber, wie bei (fast) allen anderen Klonen, eine Krankheit in die DNS eingebaut, die die Lebensdauer der Klone beschränkt, um deren Kooperation (und damit die Aussicht auf eine erneute Klonung) zu erzwingen. Als Weirs Frau an einer solchen Krankheit stirbt, wobei sie ihrem Mann das Versprechen abringt, sie nicht nochmal zu klonen, wird Weir ein gebrochener Mann und beschließt, seine Arbeit für Drucker zu beenden. Dieser aber tötet Weir, um ihn und seine Frau mit einigen Erinnerungsmodifikationen wieder zu klonen; jedoch gelingt es Weir vorher, Gibson über die Machenschaften Druckers zu informieren und ihm dessen eigene Gedächtniskopie zu überlassen, die auch Erinnerungen an den Tod Druckers vom Beginn des Films enthält und somit ein weiterer Beweis für Druckers Gesetzesbrüche ist. Als Drucker dahinterkommt, lässt er Gibsons Frau und Tochter als Druckmittel entführen.
Gibson verbündet sich mit seinem Doppelgänger und gemeinsam arbeiten sie einen Plan aus, um Druckers Konzernzentrale zu stürmen und die Gefangenen zu befreien. Dabei wird Gibson gefangen genommen, und Drucker verrät ihm, dass er nicht das Original, sondern der Klon ist, der nicht rechtzeitig zurückgezogen werden konnte, bevor der echte Gibson wieder zu seiner Familie zurückgekehrt war (was damit den Klon bis zu diesem Moment zur Hauptfigur des Films gemacht hat). Gibson II gelingt es zu entkommen und dabei die Klonlabore schwer in Mitleidenschaft zu ziehen; Drucker, durch ein Versehen seiner Männer tödlich verletzt, versucht sich verzweifelt wieder zu klonen, doch der Transfer ist durch die sabotierten Gerätschaften nicht perfekt, und der sterbende Drucker sieht sich in seinen letzten Momenten mit seinem neuen, körperlich nicht ausgereiften Ich und seiner eigenen Selbstsucht – und damit dem Scheitern seines eigenen Gottbildes – konfrontiert.
Dem Original-Gibson gelingt es inzwischen, seine Familie in Sicherheit zu bringen, und er kommt seinem Klon zu Hilfe, kurz bevor das Labor durch ihre Sabotage zerstört wird und Drucker sein verdientes (und endgültiges) Ende findet. Am Ende trennen sich die beiden Gibsons in Freundschaft; Gibson II beginnt ein eigenes Charterunternehmen und ein neues Leben in Argentinien, während Gibson seine Familie wieder glücklich in die Arme schließen kann.
Besetzung und Synchronisation
Die deutsche Synchronfassung entstand bei der PPA Film in München. Dialogbuch und Dialogregie erfolgte durch Pierre Peters-Arnolds.[2]
| Figur | Darsteller | Deutscher Sprecher |
|---|---|---|
| Adam Gibson | Arnold Schwarzenegger | Thomas Danneberg |
| Hank Morgan | Michael Rapaport | Oliver Rohrbeck |
| Michael Drucker | Tony Goldwyn | Udo Wachtveitl |
| Robert Marshall | Michael Rooker | Michael Schernthaner |
| Talia Elsworth | Sarah Wynter | Elisabeth Günther |
| Natalie Gibson | Wendy Crewson | Jutta Speidel |
| Dr. Griffin Weir | Robert Duvall | Hartmut Reck |
| Katherine Weir | Wanda Cannon | |
| Johnny Phoenix | Steve Bacic | |
| Vincent | Terry Crews | Oliver Stritzel |
| Wiley | Rodney Rowland | Oliver Mink |
| Sprecher | Ken Pogue | Berno von Cramm |
| Tripp | Colin Cunningham | |
| Bodyguard | Ben Bass | Tobias Lelle |
| Clara Gibson | Taylor Anne Reid | Sabrina Tafelmeier |
| Techniker | Gerard Plunkett | Leon Rainer |
| SimPal Cindy | Andrea Libman (Stimme) | Sabine Bohlmann |
Rezeption
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 40 %[3] |
| Metacritic (Metascore) | 49/100[4] |
| AllMovie | |
| CinemaScore | C[6] |
| Filmstarts |
The 6th Day erhielt ein eher schlechtes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes mehrheitlich kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein.[3] Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Gemischt oder Durchschnittlich“ aus.[4]
„Mischung aus Science-Fiction- und Actionfilm, in der Arnold Schwarzenegger einmal mehr sein Image als Actionheld ablegen will, letztlich aber am eigenen Vorbild gemessen wird. In der Problemstellung nicht uninteressant, wird das Thema jedoch nie vertieft und nur als konturloses Star-Vehikel eingesetzt.“
„So durchzieht den ganzen Film das Missverständnis zwischen Standard-Action und Komik einerseits und dem dramatischen Potenzial seiner Ausgangssituation andererseits“
Carsten Baumgardt hob bei Filmstarts hervor, dass der Regisseur zwar das Thema Klonen aufgreife, im weiteren Verlauf jedoch den Schwerpunkt auf rasante Actionszenen verlagere, die technisch und visuell überzeugend seien. Positiv erwähnte er zudem das Drehbuch sowie einige unerwartete Wendungen der Handlung. Sein Fazit lautet: „Gradlinige Action mit Sinn und Verstand, nicht ganz so gut wie Schwarzeneggers besten Filme, aber sein stärkster seit langem.“[7]
Der Film wurde in vier Kategorien für den Filmpreis Saturn Award nominiert, eine der Nominierungen erhielt Arnold Schwarzenegger. Nominiert wurde der Film außerdem für den Spottpreis Goldene Himbeere in den Kategorien schlechtester Hauptdarsteller (Arnold Schwarzenegger), schlechtester Nebendarsteller (Arnold Schwarzenegger als sein eigener Klon) und schlechtestes Leinwandpaar (Arnold Schwarzenegger und sein Klon).
Weblinks
- The 6th Day bei IMDb
- Postermotive bei CineMaterial
