The Cat Lady

Computerspiel aus dem Jahr 2012 From Wikipedia, the free encyclopedia

The Cat Lady ist ein Computerspiel des britischen Studios Harvester Games aus dem Jahr 2012. Das Adventure ist wegen zahlreicher expliziter Gewaltdarstellungen dem Horror-Genre zuzurechnen, befasst sich inhaltlich aber mit komplexen, psychologischen Entwicklungen.

EntwicklerHarvester Games
PublisherScreen 7
Leitende EntwicklerRemigiusz Michalski
KomponistMichał Michalski
Schnelle Fakten Entwickler, Publisher ...
The Cat Lady
Entwickler Harvester Games
Publisher Screen 7
Leitende Entwickler Remigiusz Michalski
Komponist Michał Michalski
Veröffentlichung Dezember 2012
Plattform Linux, Windows
Spiel-Engine AGS
Genre Adventure
Steuerung Tastatur
Medium Download
Sprache Englisch
(mehrsprachige Untertitel)
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Handlung

Der Spieler übernimmt die Rolle von Susan Ashworth, einer alleinstehenden Frau mittleren Alters, die mit ihrem Leben nicht mehr zurechtkommt. Sie lebt nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes alleinstehend, und ihr einziger Bezugspunkt zur Außenwelt sind die Katzen der Nachbarschaft, die bei ihr ein und aus gehen. Zu Beginn des Spiels hat sie gerade einen Suizidversuch unternommen. In mehreren Kapiteln gilt es, abwechselnd Ashworths Unterbewusstsein und ihre reale Umgebung zu erforschen und ihr trotz mehrerer Rückschläge eine Perspektive für das weitere Leben zu verschaffen.

Spielprinzip und Technik

The Cat Lady ist in 2D gehalten und wird komplett über die Tastatur gesteuert. Der Spieler bewegt Susan mittels der Cursortasten nach links und rechts, wird beim Passieren manipulierbarer Objekte auf diese hingewiesen und kann dann mittels mehrerer Sondertasten Aktionen auslösen. Die Interaktionsmöglichkeiten sind mithin gegenüber klassischen Point-and-Click-Adventures leicht eingeschränkt, allerdings legt The Cat Lady den Fokus auf eine vielschichtige Handlung und die Entwicklung der Spielfigur, was für Adventure-Spieler mitunter wichtiger ist als eine ausgefeilte Steuerung.

Produktionsnotizen

Autor Michalski, der als gebürtiger Pole in England lebt und hauptberuflich als Krankenpfleger arbeitet, wurde nach eigenen Angaben durch Beobachtungen bei und Gesprächen mit Freunden, Verwandten und Patienten zu einem Spiel über Depression animiert. Eine Person aus seinem Bekanntenkreis habe dabei als Vorbild für den Hauptcharakter Susan Ashworth gedient.[1] Der Soundtrack wurde größtenteils von Michalskis Bruder Michał komponiert, enthält aber auch Lieder der Alternative-Bands Tears of Mars und Warmer. Zu den Sprechern zählt unter anderem David Firth. Die Entwicklungszeit betrug drei Jahre.[2]

The Cat Lady wurde mit der Game-Engine Adventure Game Studio entwickelt und im Dezember 2012 für PCs mit den Betriebssystemen Windows und Linux veröffentlicht. Technische Probleme mit der Linux-Portierung der Game-Engine führten dazu, dass Michalski 2017 die Linux-Version des Spiels aus dem Handel nahm.[3]

Rezeption

Weitere Informationen Wertungsspiegel, Publikation ...
Wertungsspiegel
PublikationWertung
Adventure Corner80 %[4]
Adventure Gamers4,5/5[5]
Adventure-Treff80 %
GameStar82/100
Metawertungen
Metacritic81/100
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The Cat Lady erhielt größtenteils positive Bewertungen. Die Rezensionsdatenbank Metacritic aggregiert elf Rezensionen des Spiels zu einer Durchschnittswertung von 81/100.[6]

Das deutsche Printmagazin GameStar bezeichnete The Cat Lady als „düstere und verstörende Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche“.[2] Das Interface sei insofern zweckdienlich, als es durch seine Einschränkungen das Gefühl von Enge und Ausweglosigkeit verstärke, versperre aber die Möglichkeit, komplexe Inventarrätsel zu implementieren. In visueller Hinsicht komme das Spiel recht schlicht daher und ähnele einem „künstlerisch-experimentellen Comic“. An der Synchronisation hingegen könnten sich größere Produktionen ein Beispiel nehmen. Das Fachmagazin Adventure-Treff lobte die „über alle Maßen spannende Geschichte, deren komplexe Konstruktion ihresgleichen sucht“. Die Redaktion lobte darüber hinaus die „bis ins letzte Detail“ ausgearbeiteten Charaktere, kritisierte aber, dass man dem Spiel sein geringes Budget deutlich anmerke und dass insbesondere die Charaktere graphisch aussähen, als würden sie „gegen die Menschenrechte verstoßen“.[7]

Einzelnachweise

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