The Joshua Tree Tour

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The Joshua Tree Tour war eine weltweite Konzerttournee der irischen Rockband U2. Sie diente zur Unterstützung ihres 1987 veröffentlichten und namensgebenden Albums The Joshua Tree, dessen Erfolg die Band endgültig zur Stadion-Rockband machte.

PräsentationsalbumThe Joshua Tree
Anfang der Tournee2. April 1987
Ende der Tournee20. Dezember 1987

Konzerte insgesamt
(nach Kontinent)

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The Joshua Tree Tour
von U2
Präsentationsalbum The Joshua Tree
Anfang der Tournee 2. April 1987
Ende der Tournee 20. Dezember 1987

Konzerte insgesamt
(nach Kontinent)

Konzerte insgesamt 110
Chronologie
The Unforgettable Fire Tour
(1984–85)
The Joshua Tree Tour Zoo TV Tour
(1992–93)
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Hintergrund

Die Joshua Tree Tour startete am 2. April 1987 in Tempe (Arizona) und endete ebenda am 20. Dezember des gleichen Jahres. Insgesamt umfasste die Tournee 110 Konzerte in Nordamerika und Europa. Hatten U2 bereits auf der vorherigen Unforgettable Fire Tour in teilweise größeren Arenen gespielt, war durch den weltweit großen Erfolg des Albums The Joshua Tree die Nachfrage nach U2-Konzerten so groß, dass, um ihr gerecht zu werden, diesmal ausschließlich große Hallen und Stadien bespielt werden mussten, obwohl die Bühnenproduktion, wie bei früheren Tourneen der Gruppe, eher minimalistisch gehalten blieb.[1]

Wie das Album The Joshua Tree war auch die dazugehörige Tour ein riesiger kommerzieller Publikums- und Kritikererfolg und steigerte die Popularität von U2 weiter enorm. Allein in Nordamerika war es die umsatzstärkste Tour des Jahres 1987 und spielte weltweit 56 Millionen US-Dollar mit 3,17 Millionen verkauften Tickets ein.[2]

Für die Tournee wurden verschiedene Vorbands engagiert. Lone Justice spielten dabei weiterhin als Vorgruppe, wie schon bei der Unforgettable Fire Tour. Zu den weiteren Vorbands gehörten über die gesamte Tournee verteilt The Pretenders, Big Audio Dynamite, UB40, Stevie Ray Vaughan, BoDeans, The Waterboys, Los Lobos, The Pogues, The Alarm und Lou Reed. Am 1. November 1987 traten U2 in Indianapolis als ihre eigene Vorband unter den Namen „Dalton Brothers“ auf und spielten zwischen den Sets von BoDeans und Los Lobos. Sie trugen Westernkleidung und Perücken, während Bono mit einem starken Südstaatenakzent sprach. Dabei spielten sie ihren eigenen, Country-beeinflussten Song Lucille und Leon Paynes Lost Highway. Nur einige Zuschauer in den vorderen Reihen erkannten sie. Die „Dalton Brothers“ traten auch bei den Konzerten in Los Angeles und Hampton (Virginia) auf. B. B. King war schließlich der Support Act in Fort Worth und bei den beiden letzten Konzerten der Tour am 19. und 20. Dezember 1987 in Tempe.

Trotz des weltweiten Tourerfolges barg die Tournee auch unerfreuliche Ereignisse für die Bandmitglieder. Am 1. April 1987, nur einen Tag vor Tourneestart, stürzte Sänger Bono während der Generalproben auf einen Scheinwerfer am Boden und verletzte sich dabei am Kinn. Infolgedessen verlor er teilweise seine Stimme. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo die Wunde genäht werden musste.[3] Wegen seiner stimmlichen Probleme bat er das Publikum beim ersten Konzert in Tempe, den Großteil des Sets mit ihm zu singen, was dieses auch tat. Damals erklärten die Pressesprecher in einer Pressemitteilung, dass die Stimmprobleme auf die einwöchigen Proben zurückzuführen seien und er seine Stimme überanstrengt habe. Für das zweite der beiden Konzerte in Tempe am 4. April hatte er seine Stimme vollständig wiedererlangt. Bono sagte später: „Ich war ganz in der Musik versunken, und am Anfang jeder Tournee lernt man erst einmal die Anforderungen der Bühne kennen … und überschätzt die eigene körperliche Belastbarkeit. Man denkt, man sei aus Metall, aber das ist man nicht. Schnitte und Prellungen, daran erinnere ich mich, was diese Tournee betrifft.“[4]

Der plötzliche Ruhm, die öffentliche Aufmerksamkeit und der hektische Tournee-Alltag setzten U2 zudem enorm unter Druck.[5] Sie waren kreativ unzufrieden, und Bono glaubte, sie seien musikalisch nicht auf ihren Erfolg vorbereitet gewesen.[6] Zudem erhielt die Band während ihren Stationen in den US-amerikanischen Südstaaten Morddrohungen. Schlagzeuger Larry Mullen Jr. sagte: „Wir waren vielleicht die Größten, aber sicher nicht die Besten.“[7] Für Bono war die Tournee „eine der schlimmsten Zeiten [ihrer] musikalischen Karriere“.[8] Diese Erfahrungen, kombiniert mit der polarisierenden Rezeption von des im Anschluss an die Tournee veröffentlichten Studio-/Livealbums Rattle and Hum, veranlassten sie, ihre musikalische Ausrichtung und ihr Image zu verändern, beginnend 1991 mit dem nächsten Studioalbum Achtung Baby.

Liveaufnahmen

Die Band ließ diverse Konzerte ihrer Tour für den Dokumentarfilm und das Album Rattle and Hum unter der Regie von Phil Joanou aufnehmen und filmen. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen entstanden am 7. und 8. November 1987 in der McNichols Sports Arena in Denver. Die Wahl fiel auf diese Stadt aufgrund des Erfolgs ihres vorherigen Livevideos Live at Red Rocks: Under a Blood Red Sky, das 1983 im Red Rocks Amphitheatre unweit von Denver in Morrison (Colorado) gedreht worden war. „Wir dachten, der Blitz könnte zweimal einschlagen“, sagte Gitarrist The Edge. Sieben Songs des zweiten Konzerts wurden schließlich im Film verwendet, keiner vom ersten.[9] Stunden vor dem zweiten Konzert in Denver tötete ein Bombenanschlag der IRA elf Menschen bei einer Gedenkfeier zum Remembrance Sunday in der nordirischen Stadt Enniskillen. Bono thematisierte das Ereignis während der Darbietung von Sunday Bloody Sunday, die auch im Film zu sehen ist. Bonos Bezugnahme auf die Zahl der Todesopfer wurde später im Film korrigiert. Die farbigen Open-Air-Konzertaufnahmen im Film stammen von den Auftritten der Band am 19. und 20. Dezember 1987 in Tempe. Diese beiden Konzerte waren die letzten beiden der Tour und fanden in derselben Stadt statt, in der die Tournee begonnen hatte.

Setlist

Beispiel-Setlist

Tourdaten

Weitere Informationen Nr., Datum ...
Nr. Datum Stadt Land Veranstaltungsort Anmerkungen
Leg 1 – Nordamerika
1 2. April 1987 Tempe Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ASU Activity Center
2 4. April 1987
3 5. April 1987 Tucson Tucson Arena
4 7. April 1987 Houston The Summit
5 8. April 1987
6 10. April 1987 Las Cruces Pan American Center
7 12. April 1987 Paradise Thomas & Mack Center
8 13. April 1987 San Diego Sports Arena
9 14. April 1987
10 17. April 1987 Los Angeles Memorial Sports Arena
11 18. April 1987
12 20. April 1987
13 21. April 1987
14 22. April 1987
15 24. April 1987 Daly City Cow Palace
16 25. April 1987
17 29. April 1987 Rosemont Rosemont Horizon
18 30. April 1987 Pontiac Pontiac Silverdome
19 2. Mai 1987 Worcester Centrum Center
20 3. Mai 1987
21 4. Mai 1987
22 7. Mai 1987 Hartford Civic Center
23 8. Mai 1987
24 9. Mai 1987
25 11. Mai 1987 East Rutherford Brendan Byrne Arena
26 12. Mai 1987
27 13. Mai 1987
28 15. Mai 1987
29 16. Mai 1987
Leg 2 – Europa
30 27. Mai 1987 Rom ItalienItalien Stadio Flaminio
31 29. Mai 1987 Modena Stadio Alberto Braglia
32 30. Mai 1987
33 2. Juni 1987 London EnglandEngland Wembley Arena
34 3. Juni 1987 Birmingham National Exhibition Centre
35 6. Juni 1987 Göteborg SchwedenSchweden Eriksbergvarvet
36 12. Juni 1987 London EnglandEngland Wembley Stadium
37 13. Juni 1987
38 15. Juni 1987 Paris FrankreichFrankreich Le Zénith
39 17. Juni 1987 Köln DeutschlandDeutschland Müngersdorfer Stadion
40 21. Juni 1987 Basel Schweiz St. Jakob-Stadion
41 24. Juni 1987 Belfast Nordirland King’s Hall
42 27. Juni 1987 Dublin Irland Croke Park
43 28. Juni 1987
44 1. Juli 1987 Leeds EnglandEngland Elland Road
45 4. Juli 1987 Paris FrankreichFrankreich Hippodrome de Vincennes
46 8. Juli 1987 Brüssel Belgien Forest National
47 10. Juli 1987 Rotterdam NiederlandeNiederlande Stadion Feijenoord
48 11. Juli 1987
49 15. Juli 1987 Madrid SpanienSpanien Estadio Santiago Bernabéu
50 18. Juli 1987 Montpellier FrankreichFrankreich Espace Richter
51 21. Juli 1987 München DeutschlandDeutschland Olympiahalle
52 22. Juli 1987
53 25. Juli 1987 Cardiff Wales Arms Park
54 29. Juli 1987 Glasgow Schottland SECC
55 30. Juli 1987
56 1. August 1987 Edinburgh Murrayfield Stadium
57 3. August 1987 Birmingham EnglandEngland National Exhibition Centre
58 4. August 1987
59 8. August 1987 Cork Irland Páirc Uí Chaoimh
Leg 3 – Nordamerika
60 10. September 1987 Uniondale Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nassau Veterans Memorial Coliseum
61 11. September 1987
62 12. September 1987 Philadelphia Spectrum
63 14. September 1987 East Rutherford Giants Stadium
64 17. September 1987 Boston Boston Garden
65 18. September 1987
66 20. September 1987 Washington, D.C. Robert F. Kennedy Memorial Stadium
67 22. September 1987 Foxborough Sullivan Stadium
68 23. September 1987 New Haven Veterans Memorial Coliseum
69 25. September 1987 Philadelphia John F. Kennedy Stadium
70 28. September 1987 New York City Madison Square Garden
71 29. September 1987
72 1. Oktober 1987 Montréal Kanada Stade Olympique
73 3. Oktober 1987 Toronto Exhibition Stadium
74 6. Oktober 1987 Cleveland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Municipal Stadium
75 7. Oktober 1987 Buffalo Memorial Auditorium
76 9. Oktober 1987 Syracuse Carrier Dome
77 11. Oktober 1987 Rochester Silver Stadium
78 13. Oktober 1987 Pittsburgh Three Rivers Stadium
79 20. Oktober 1987 Iowa City Carver–Hawkeye Arena
80 22. Oktober 1987 Champaign UIUC Assembly Hall
81 23. Oktober 1987 Lexington Rupp Arena
82 25. Oktober 1987 St. Louis St. Louis Arena
83 26. Oktober 1987 Kansas City Kemper Arena
84 28. Oktober 1987 Rosemont Rosemont Horizon
85 29. Oktober 1987
86 30. Oktober 1987
87 1. November 1987 Indianapolis Hoosier Dome
88 3. November 1987 St. Paul Civic Center
89 4. November 1987
90 7. November 1987 Denver McNichols Sports Arena
91 8. November 1987
92 11. November 1987 San Francisco Justin Herman Plaza „Save the Yuppies“
93 12. November 1987 Vancouver Kanada BC Place Stadium
94 14. November 1987 Oakland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Oakland–Alameda County Coliseum Day on the Green
95 15. November 1987
96 17. November 1987 Los Angeles Memorial Coliseum
97 18. November 1987
98 22. November 1987 Austin Frank Erwin Center
99 23. November 1987 Fort Worth Tarrant County Convention Center
100 24. November 1987
101 26. November 1987 Baton Rouge LSU Assembly Center
102 28. November 1987 Murfreesboro Murphy Center
103 3. Dezember 1987 Miami Orange Bowl Stadium
104 5. Dezember 1987 Tampa Tampa Stadium
105 8. Dezember 1987 Atlanta The Omni
106 9. Dezember 1987
107 11. Dezember 1987 Hampton Coliseum
108 12. Dezember 1987
109 19. Dezember 1987 Tempe Sun Devil Stadium
110 20. Dezember 1987
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Band

Einzelnachweise

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