The Long March

Livealbum von Max Roach und Archie Shepp From Wikipedia, the free encyclopedia

The Long March ist ein Musikalbum von Max Roach und Archie Shepp. Die am 30. August 1979 live beim Jazz Festival Willisau für den SRF entstandenen Aufnahmen erschienen 1980 auf HatHut Records. 2009 wurden die Aufnahmen auf einer Doppel-CD wiederveröffentlicht.

Veröffent-
lichung

1980

Format(e)

2 LP, 2 CD, Download

Schnelle Fakten Veröffent-lichung, Aufnahme ...
The Long March
Livealbum von Max Roach & Archie Shepp

Veröffent-
lichung

1980

Aufnahme

30. August 1979

Label(s)

HatHut Records

Format(e)

2 LP, 2 CD, Download

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

11

Länge

1:33:11

Besetzung

Produktion

Pia & Werner X. Uehlinger

Aufnahmeort(e)

Festhalle Willisau beim Jazz Festival Willisau

Chronologie
Max Roach Featuring Anthony Braxton: One in Two – Two in One
(1980)

Archie Shepp & Horace Parlan: Trouble in Mind
(1980)

The Long March Max Roach: Chattahoochee Red
(1981)

Archie Shepp: I Know About the Life
(1981)

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Hintergrund

Dieses Album dokumentiert das Konzert, das der Schlagzeuger Max Roach und der Saxophonist Archie Shepp sowohl solo als auch einen Abend lang als Duo beim Willisau Jazz Festival 1979 gaben. Roachs Solo „J.C. Moses“ ist eine Hommage an den Detroiter Jazzmusiker J. C. Heard. Als Nächstes folgt Shepps Solo-Tenor-Interpretation von Duke Ellingtons Sophisticated Lady. Auf dem Titelstück (dem Mittelteil einer dreiteiligen Suite Roachs) spielen Schlagzeuger und Saxophonist zusammen und erkunden die Grenzen des Jazz, so Thom Jurek. Die zweite Hälfte des Albums folgt dem gleichen Format, zunächst mit Roachs Solo Triptych, mit Widmungen an weitere Schlagzeuger – in diesem Fall Big Sid Catlett, Drums Unlimited und Papa Jo Jones. Als Nächstes folgt Shepps eigene Hommage an seinen Mentor John Coltrane mit einer Version von Giant Steps und schließlich zwei Duette in Roachs über 20-minütigen South Africa Goddam und It’s Time. Im letztgenannten Stück würde die gesamte Geschichte dieser Musik dargestellt, vom Bop bis zum Free Jazz, indem Shepp alle möglichen Saxophonisten von Lester Young und Charlie Parker bis hin zu Sonny Rollins, Ornette Coleman und Coltrane zitierte.[1]

Titelliste

  • Max Roach / Archie Shepp: The Long March (hatOLOGY 2-64)[2]

CD 1

  1. J.C. Moses (Max Roach) 5:52
  2. Sophisticated Lady (Ellington, Mills, Parish) 5:46
  3. The Long March (Max Roach) 26:17
  4. U-JAA-MA (Archie Shepp) 12:30

CD 2

  1. Triptych (Max Roach) 7:26
  2. Giant Steps (John Coltrane) 5:35
  3. South Africa Goddamn (Max Roach) 20:09
  4. It’s Time (Max Roach) 9:36

Rezeption

Thom Jurek verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, The Long March sei eine der wirklich wichtigen Duett-Platten in der Jazzgeschichte der Post-Bop-Ära.[1]

Bei All About Jazz bewertete Troy Collins das Album mit viereinhalb (von fünf) Sternen und meinte, „angetrieben von ihrer aktivistischen Ideologie“ drückten Roach und Shepp auf The Long March eine ganze Bandbreite an Emotionen aus, die von feuriger Empörung und trauriger Reflexion über gewinnende Nostalgie bis hin zu Hoffnung reichten. Gemeinsam stürmten sie in die Zukunft mit dem epischen Titelsong, der vom Langen Marsch Maos und seiner Anhänger in den 1930er Jahren handele. Begleitet von Shepps verschlungenen thematischen Variationen, verebbe Roachs rollender Donner mit unerbittlicher kinetischer Wucht für erstaunliche 26 Minuten. Shepps ansteckend kantiges U-JAA-MA beende die erste CD mit einer hohen Note, während das Duo sich durch ein labyrinthisches Netz aus dornigem Expressionismus schlängele. Das Herzstück der zweiten CD, South Africa Goddamn, sei ein trauriger, bluesiger Trauergesang.[3]

Einzelnachweise

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