The Moat

Science-Fiction-Kurzgeschichte von Greg Egan von 1991 From Wikipedia, the free encyclopedia

The Moat (englisch für Der Wehrgraben) ist eine Science-Fiction-Kurzgeschichte des australischen Schriftstellers Greg Egan, zuerst veröffentlicht in Aurealis #3 im März 1991. Die Kurzgeschichte erschien auch in der Anthologie The Year’s Best Science Fiction: Ninth Annual Collection, bearbeitet von Gardner Dozois, im Jahr 1992 und in der Sammlung Axiomatic im Jahr 1995.[1][2]

Handlung

Mit einer zunehmenden Anzahl an Flüchtlingen, die in Australien ankommen, bewegt sich die öffentliche Meinung immer mehr zu einer Schließung der Grenzen, und es wird ein neues Gesetz zur Verschärfung von Einwanderung vorgeschlagen. Rachel, eine Pathologin, deren Ehemann als Anwalt für Flüchtlinge arbeitet, untersucht den Tatort einer Vergewaltigung und findet heraus, dass die Spermaproben unsichtbar für genetische Untersuchung sind. Es stellt sich heraus, dass die DNA und RNA des Vergewaltigers mehr als die primären Nukleinbasen (Adenin, Cytosin, Guanin, Thymin und Uracil) enthalten, woraus sich insbesondere eine vollkommene Immunität gegen gängige Viren ergibt. Rachel denkt später darüber nach, wie oft Menschen sich in „uns“ und „die“ einteilen. Obwohl das neue Gesetz schließlich nicht verabschiedet wird, ist Rachel klar, dass, wer auch immer für die genetischen Veränderungen verantwortlich ist, diese Gruppe nun alle anderen Menschen biologisch angreifen kann, sodass nur die gewünschte Gruppe überlebt.[3][4]

Kritik

James Nicoll schrieb in einer Kritik zu The Year’s Best Science Fiction: Ninth Annual Collection, dass das medizinische Mysterium im Zentrum tief aufrüttelnde Folgen hat, insbesondere im Kontext einer Gesellschaft, die Fremdenfeindlichkeit gegenüber aufgeschlossen ist („medical mystery’s solution has deeply disquieting implications, particularly in the context of a society embracing virulent xenophobia“). Er erklärte außerdem, besonderes Interesse an der Kurzgeschichte gehabt zu haben, weil sie ein Spiegelbild („mirror image“) zur ebenfalls in der Anthologie enthaltenen Kurzgeschichte Eyewall von Rick Shelley sei.[5]

technovelgy.com meinte, die Kurzgeschichte behandle ausgezeichnet die Frage, wie Menschen sich auf einem zunehmend kleineren Planeten voneinander distanzieren („excellent short story about the ways that people are trying to distance themselves from others in our increasingly small planet“).[6]

Einzelnachweise

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