The Ocean

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The Ocean, auch bekannt als „The Ocean Collective“, ist eine Post-Metal-Band aus Berlin. Sie baut Elemente des Progressive Metal und der klassischen Musik in ihre Stücke ein, oftmals wird die Band auch dem Sludge zugerechnet.

Schnelle Fakten Allgemeine Informationen, Herkunft ...
The Ocean
The Ocean beim Bergmal-Festival am 28. Okt. 2017 in Zürich

The Ocean beim Bergmal-Festival am 28. Okt. 2017 in Zürich

Allgemeine Informationen
Herkunft Berlin, Deutschland
Genre(s) Post-Metal, Alternative Metal, Progressive Metal
Aktive Jahre seit 2000
Auflösung
Website www.theoceancollective.com
Aktuelle Besetzung
Robin Staps
Mattias Hägerstrand
Peter Voigtmann
Jordi Farré (seit 2025)
Ehemalige Mitglieder
Rebekka Mahnke
Torge Liessmann (2002–2007)
Bass
Jonathan Heine (2002–2005)
Bass
Gordon Hünies
Gitarre
Andreas Hillebrand
Gesang
Sean Ingram
Gesang
Ercüment Kasalar
Gesang
Carsten Albrecht
Gesang
Markus Gundall (2002–2004)
Demeter Braun
Gesang
Nico Webers (2005–2008)
Gitarre
Matt Beels
Gitarre
Walid Farruque
Bass, Gesang
Mike Pilat
Bass
Hannes Huefken
Cello
Stefan Heinemeyer
Violine
Karina Suslov
Violine
Christoph von der Nahmer
Piano
Katharina Sellheim
John Gürtler
Daniel Eichholz
Jonas Olsson
Samples
Tomas Svensson
Gesang
Rene Nocon
Gesang
Nate Newton
Gesang
Tomas Hellion
Gesang
Jan Oberg
Gesang
Caleb Scofield
Gesang
Eric Kalsbeek
Gesang
Jason Emry
Gesang
Mathias „Meta“ Bünte (2004–2006)
Bass
Louis Jucker
Schlagzeug
Luc Hess (2007–2013)
Gitarre
Jonathan „Jona“ Nido (2007–2013)
Bass
Christian Breuer
Gitarre
Damian Murdoch
Gesang
Loïc Rossetti (2009–2025)
Gitarre
David Ramis Åhlfeldt (2017–2025)
Schlagzeug
Paul Seidel (2013–2025)
Live- und Session-Mitglieder
Percussion (live)
Gerd Kornmann (2001–2007)
Visualisierung (live)
Nils Lindenhayn
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Geschichte

Gründung und erste Veröffentlichungen (2000–2003)

Im frühen Winter des Jahres 2000 zog Gitarrist/Songwriter Robin Staps von Hambühren nach Berlin. Er fand die ersten Bandmitglieder über lokale Musikmagazine und Mundpropaganda. Ende 2001 bezog die Band die Kellerräume einer ehemaligen Aluminiumfabrik aus dem Zweiten Weltkrieg und richtete dort „Oceanland“, einen Komplex aus Probe-, Schlaf- und Studioräumen, ein, wo bis 2007 alle Alben in Eigenregie aufgenommen und produziert wurden.[1] Im Juli 2002 spielten The Ocean ihr erstes offizielles Konzert mit drei klassischen Live-Instrumentalisten (Posaune, Cello, Querflöte) vor 300 Zuschauern in Berlin-Mitte im Eimer.[2] Im Oktober 2003 erschien nach einem in Eigenregie veröffentlichten Album namens Islands/Tides die erste offizielle CD Fogdiver über Make My Day Records. Obwohl sie einen Sänger hatten wurde das Album instrumental gehalten.

Nach zahlreichen Konzerten und Kurztouren im In- und Ausland gewannen The Ocean im Dezember 2003 den Bandwettbewerb für das Riotfest in Antwerpen (Belgien).

Fluxion und Aeolian (2004–2006)

Im Januar 2004 begann die Band mit den Aufnahmen für zwei neue Studioalben. In drei Monaten wurde ein gesamtes Orchester mit acht Geigen, fünf Celli, Klarinetten und Flöten klanglich abgebildet. Die erste Hälfte dieser Aufnahmesession erschien unter dem Titel Fluxion im August 2004 über Make My Day Records (Deutschland) und Throne Records (europ. Ausland). Mit Meta gesellte sich ein neuer Sänger bereits vor den Aufnahmen zum Kollektiv und sorgte dafür, dass das Album wesentlich direkter und ungemütlicher ausfiel als das instrumentale Fogdiver.

Im Herbst 2004 erfolgten mehrere Konzerte mit Nasum und Cult of Luna, bevor sie im November zu ihrer ersten Headliner-Tour durch Deutschland aufbrach. Anschließend wurde die Arbeit an der zweiten Hälfte von Fluxion bei Metal Blade Records fortgesetzt. Der Nachfolger Aeolian fiel nochmals eine Spur direkter und härter aus; die auf Fluxion vertretenen, klassischen Instrumentalpassagen traten vorerst in den Hintergrund. Eine Reihe von Gastsängern konnte verpflichtet werden, unter anderem Tomas Hallbom von Breach, Nate Newton (Converge / Old Man Gloom) und Sean Ingram (Coalesce). Gemastert wurde das Album im Tonteknik-Studio im schwedischen Umeå von Magnus Lindberg (Cult of Luna).

So verbrachte die Band fünf Monate des Jahres 2006 im Tourbus, um Aeolian von Schweden bis Portugal zu promoten. Im Zuge dessen spielten The Ocean auch auf einigen großen Sommerfestivals, wie dem Summer Breeze, Brutal Assault (Tschechische Republik) und einem Einzelkonzert auf dem St Feliu Festival in Spanien.

Precambrian (2006–2007)

Ende des Jahres 2006 begann die Band die Arbeiten an Precambrian. Bemerkenswert hierbei ist, dass das Album nach dem Präkambrium und die Lieder des Albums nach im Präkambrium liegenden Erdzeitaltern benannt wurden. Die Idee zu dem Album kam Staps, da dieser zu der Zeit Geografie studierte und sich versuchte das Präkambrium bildlich vorzustellen.[3] Die erste Hälfte des Jahres 2007 verbrachten The Ocean im Studio, bevor die Band im August zu einer vierwöchigen Europatour mit The Black Dahlia Murder aufbrach. Precambrian wurde am 5. November veröffentlicht.

Heliocentric und Antropocentric (2008–2012)

2008 musste die Band das „Oceanland“ aufgeben. Zur selben Zeit kristallisierte sich, im Gegensatz zum früheren häufigen Wechsel der Musiker, eine feste Formation heraus, die hauptsächlich aus Schweizern bestand, weshalb die Band ihren Proberaum auch in jenes Land verlagerte. Die Zahl der Gastsänger auf dem im April 2010 erschienenen Album Heliocentric war gegenüber dem Vorgängeralbum ebenfalls reduziert. Wieder aufgegriffen wurde hingegen das Konzept von zwei thematisch verbundenen Alben, die jedoch in einem deutlichen zeitlichen Abstand veröffentlicht wurden, wie es auch bei Fluxion und Aeolian der Fall war[4]. Das im November 2010 erschienene Anthropocentric bildete dabei das musikalisch härtere Gegenstück zum vergleichsweise ruhigen Vorgänger-Album. Die Texte beider Alben behandeln die Aufrechterhaltung des geozentrischen Weltbildes sowie des daraus abgeleiteten Anthropozentrismus durch christliche Fundamentalisten.

Pelagial (2013–2017)

The Ocean live beim With Full Force 2014

Am 26. April 2013 erschien das Nachfolgewerk Pelagial, das als Doppelalbum veröffentlicht wurde, wobei eine CD die Instrumentalversion darstellt und die andere CD mit Gesang beinhaltet. Es handelt sich um ein Konzeptalbum über den Ozean, wobei in elf Songs die fünf pelagischen Schichten von oben nach unten vertont werden.[5] Mit dem Album erreichten sie erstmalig eine Chartplatzierung.

Am 29. Oktober 2013 gaben Schlagzeuger Luc Hess und Gitarrist Jona Nido ihren Austritt nach der aktuellen Tour bekannt. Laut Nido entschied Hess sich zu dem Schritt und informierte die Band im Juni 2013, wonach er sich selbst zwei Tage später ebenfalls dazu entschied. Er begründet dies mit einem Haufen an Gründen insbesondere aber musikalische Differenzen und das ihn das Projekt nicht mehr erfüllt.[6] Hess und Nido gründeten in der folge das Duo Closet Disco Queen und brachten 2015 ihr selbstbetiteltes Debütalbum heraus.[7] Laut Staps interessierten sich die beiden die letzten anderthalb Jahre mehr für ihre Seitenprojekte und das Tourleben als für die Band.[8] Staps gab daraufhin am 2. November 2013 bekannt, dass Hess schon auf der aktuellen Europatour durch Paul Seidel (Schlagzeug; ehemals War from a Harlots Mouth) ersetzt wird.[9] Am 7. Dezember 2013 gab die Band bekannt, dass Damian Murdoch (Gitarre) das Line-up komplettiert.[10]

In der Zwischenzeit wurde am 11. November 2013 die dreifach DVD Collective Oblivion veröffentlicht, worauf die Bandgeschichte, diverse Live-Auftritte (u. a. das komplette Set vom Summer Breeze 2011) und eine Tourdokumentationen über zweieinhalb Jahre zu sehen sind.[11]

Am 23. Oktober 2015 veröffentlichte The Ocean auf ihrem Label Pelagic Records zusammen mit der japanischen Post-Rock-Band Mono die Split-EP Transcendental, auf der das über zwölfminütige neue Stück „The Quiet Observer“ enthalten ist.

Phanerozoic (2018–2022)

The Ocean live beim With Full Force 2019

Im Februar 2018 begannen die Studioaufnahmen für das Album Phanerozoic I: Palaezoic, welches am 2. November 2018 erschien. Das zweiteilige Werk, dessen Fortsetzung für 2020 angekündigt wurde, ist ein Konzeptalbum, das inhaltlich die Lücke zwischen Precambrian und Heliocentric/Anthropocentric schließen soll, indem es sich mit der Evolution, Diversifikation der Lebensformen und dem Massenaussterben im Erdzeitalter des Paläozoikums befasst. Neben Gitarrist und Songwriter Robin Staps besteht das Lineup aus Paul Seidel am Schlagzeug, Mattias Hägestrand am Bass, Loïc Rossetti als Sänger, Vincent Membrez am Piano und Cellistin Dalai Theofilopoulou.

Am 25. September 2020 wurde Phanerozoic II: Mesozoic | Cenozoic veröffentlicht, dem im Vergleich zum Vorgänger ein noch größeres musikalisches Spektrum bescheinigt wird.[12]

Ende 2022 veröffentlichte die Band ein Statement, dass Staps beinahe auf Puerto Rico beim Schwimmen im Meer ertrunken wäre.[13]

Holocene und Lineupwechsel (ab 2023)

The Ocean live in Genf 2023

Ihr zehntes Studioalbum Holocene wurde am 19. Mai 2023 über Pelagic Records veröffentlicht. Das Album stellt das letzte Album der von der Paläontologie inspirierten Albenserie (Precambrian, Phanerozoic I, Phanerozoic II sowie Holocene) dar.[14] Am 18. September 2024 kündigte die Band die End of an Eon-Tour im Zeitraum Dezember 2024 bis Februar 2025 an. Es soll die letzte Tour in der aktuellen Besetzung sein ohne darauf einzugehen wer die Band verlassen wird.[15] Im Juni 2025 konkretisierten sich die Aussteiger: David Ramis Åhfeldt (Gitarre), Loïc Rossetti (Gesang), Paul Seidel (Schlagzeug).[16] Die Konzerte beim Freak Valley Festival 2025 und Hellfest 2025 sollen die letzten im bisherigen Lineup sein und zugleich die ersten bei dem ihr neuer Schlagzeuger Jordi Farrè spielen wird. Im gleichen Zuge kündigte die Band die Veröffentlichung einer Audiotree-Session aus dem Jahre 2024 in Chicago an, bei der vier Sogs aus unterschiedlichen Alben der letzten 15 Jahre aufgenommen wurden. Außerdem wollen sie ein neues Album aufnehmen, welches 2026 veröffentlicht werden soll.[17]

Am 17. November 2015 veröffentlichten sie das Nine Inch Nails Cover Even Deeper als Single. Es soll am 28. November 2025 auf dem Coveralbum The Downward Spiral (Redux) zusammen mit Nine Inch Nails Coverversionen anderer Bands erscheinen und ist der letzte mit dem Sänger Loïc Rossetti aufgenommene Song von The Ocean.[18][19]

Musikalische Einflüsse

In ihrer Biografie aus dem Jahre 2007 nennen The Ocean folgende Künstler und Bands als ihren Einfluss: Neurosis, David Lynch, Refused, King Crimson, Lautréamont, Frédéric Chopin, Portishead, Botch, Andrei Arsenjewitsch Tarkowski, Godspeed You Black Emperor!, Rimbaud, Breach, Godflesh, Salvador Dalí, The Melvins und andere Surrealisten.[1]

Diskografie

Studioalben

Weitere Informationen Jahr, Titel Musiklabel ...
Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[20]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  CH
2003 Fogdiver
Make My Day Records
Erstveröffentlichung: 1. September 2003
2004 Fluxion
Make My Day Records
Erstveröffentlichung: November 2004
Wiederveröffentlicht 2009 auf Pelagic Records
2006 Aeolian
Metal Blade Records
Erstveröffentlichung: 7. März 2006
2007 Precambriam
Metal Blade Records
Erstveröffentlichung: 5. November 2007
2010 Heliocentric
Metal Blade Records
Erstveröffentlichung: 9. April 2010
Anthropocentric
Metal Blade Records
Erstveröffentlichung: 9. November 2010
2013 Pelagial
Metal Blade Records
DE68
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 26. April 2013
2018 Phanerozoic I – Palaeozoic
Metal Blade Records
DE41
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 2. November 2018
2020 Phanerozoic II: Mesozoic / Cenozoic
Metal Blade Records
DE9
(1 Wo.)DE
CH50
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 25. September 2020
2023 Holocene
Pelagic Records
DE15
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 19. Mai 2023
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Weitere Veröffentlichungen

  • 2002: The Ocean (Demo; Selbstverlag)
  • 2005: Split-7" mit der Band Burst (Garden of Exile Records)
  • 2005: Queen of the Food-Chain/Inertia (7"-Single; Furthermocker Records)
  • 2013: Collective Oblivion (3 DVDs; Metal Blade Records)
  • 2015: Transcendental (Split-EP mit der Band Mono; Pelagic Records)
  • 2021: Phanerozoic Live (Livealbum; Pelagic Records)
  • 2025: From Nothing (digitale Live-EP, Audiotree)

Einzelnachweise

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