The Olive Harvest
Film von Hanna Elias (2003)
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The Olive Harvest (arabisch موسم الزيتون, DMG Mausim az-Zaitūn) ist ein palästinensisches Filmdrama von Hanna Elias aus dem Jahr 2003.
| Film | |
| Titel | The Olive Harvest |
|---|---|
| Produktionsland | Palästinensische Autonomiegebiete, Vereinigte Staaten, Israel |
| Originalsprache | Arabisch |
| Erscheinungsjahr | 2003 |
| Länge | 89 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Hanna Elias |
| Drehbuch | Hanna Elias |
| Produktion | Kamran Elahian |
| Musik | Mark Adler |
| Kamera | Ofer Harari |
| Schnitt | Sabine El Gemayel |
| Besetzung | |
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Handlung
Mazen hat gerade eine 15-jährige Haftstrafe in einem israelischen Gefängnis verbüßt, weil er eine jüdische Siedlung in Brand gesteckt hat, die in die Olivenhaine seines Dorfes eingedrungen wären. Sein jüngerer Bruder Taher holt ihn ab und bringt ihn zurück in die palästinensische Landschaft, die er so sehr liebt. Es gibt ein großes Fest für Mazen, der wegen seiner Tat als Held des Widerstands und der Rebellion gilt. Während Mazen sich nicht mehr für Politik interessiert, ist sein Bruder über die Kontrollpunkte und die neu errichteten Siedlungen empört. Die beiden Männer sind nicht auf den Konflikt vorbereitet, der zwischen ihnen innerhalb der palästinensischen Gemeinschaft ausbrechen wird. Da ihre Eltern tot sind, sind sie alles, was sie auf der Welt haben.
Raeda ist bei weitem die schönste Frau im Dorf, hat aber noch nie einen Mann geküsst und ist sich ihrer Gefühle ziemlich unsicher. Sie steht ihrer älteren Schwester nahe, die ihren autoritären Vater enttäuscht hat, indem sie in die Stadt Ramallah gezogen ist. Da er weiß, dass sich sein Krebs verschlimmert, lässt er sich von Mazen versprechen, dass dieser sich um den über 2000 Jahre alten Olivenbaum kümmern wird, der ihm und den anderen Ältesten der Gemeinschaft heilig ist. Selbst auf dem Sterbebett versucht dieser dominante Patriarch, seinen Willen gegenüber seiner Tochter Raeda durchzusetzen.
Mazen entwickelt romantische Gefühle für seine Kindheitsfreundin Raeda. Raeda ist jedoch bereits mit Mazens jüngerem Bruder Taher verlobt. Ihre Liebe müssen sie geheim halten, denn es ist Tradition, dass der älteste Bruder zuerst heiratet. Kurz nach ihrem Wiedersehen entfremden sich die beiden Brüder, während sie darum kämpfen, Raedas Herz zu gewinnen. Mazen teilt Raedas Traum, im Dorf zu bleiben und die Oliven zu ernten. Er schreibt romantische Poesie und liebt die Olivenhaine, die seiner Gemeinschaft und seiner Familie den Lebensunterhalt sichern. Taher hingegen zieht es vor, in der Stadt zu leben. Als Mitglied des Palästinensischen Legislativrates strebt er ehrgeizig danach, die wachsende jüdische Besiedlung der Gebiete einzudämmen. Obwohl er Raeda sehr liebt, vernachlässigt Taher aufgrund seiner Hingabe zu dieser Sache seine Verpflichtungen ihr gegenüber. Unsicher über ihre wahren Gefühle wird die schöne Raeda von den zerstrittenen Brüdern und ihrem autoritären Vater zu einer Entscheidung gezwungen.
Produktion
Elias erhielt von der Rockefeller-Stiftung ein Stipendium, um einen Film darüber zu drehen, wie sein Vater und er durch das Westjordanland fahren. Mit dem Ausbruch der zweiten Intifada war dies unmöglich, also bat sie die Stiftung, die Mittel für die Produktion von ‚The Olive Harvest‘ umzuwidmen. Glücklicherweise zeigten sie sich aufgeschlossen.[1]
Zu Beginn der Dreharbeiten gabe es kein schriftliches Drehbuch. Der Film wurde während der Olivenernte im November 2000 gedreht.[1]
Wann immer die palästinensischen Schauspieler und die israelische Filmcrew von israelischen Soldaten befragt wurden, sagten sie ihnen, dass wir eine Anti-Drogen-Dokumentation drehen würden.[1]
Auszeichnungen
2004 gewann der Film den Silberne Pyramide als bester arabischer Film bei dem Cairo International Film Festival. Und er war Finalist in der Kategorie „Debütfilme“ beim Internationalen Filmfestival von São Paulo 2004.[2]
Der Film war der palästinensische Beitrag für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ bei den Oscarverleihung 2005 wurde aber nicht nominiert.[3]