The Way of the Exploding Fist

Computerspiel aus dem Jahr 1985 From Wikipedia, the free encyclopedia

The Way of the Exploding Fist ist ein Computerspiel, das 1985 von Beam Software entwickelt und von Melbourne House veröffentlicht wurde. Das Kampfspiel war für verschiedene Plattformen erhältlich. Bekannt ist insbesondere die Commodore-64-Version. Es gab zwei Nachfolger mit unterschiedlichem Gameplay. Die Fist-Spieleserie war eine der ersten mit realistischer Grafik und Bewegungsabläufen.

Schnelle Fakten Entwickler, Publisher ...
The Way of the Exploding Fist
Entwickler Beam Software
Publisher Melbourne House
Leitende Entwickler Gregg Barnett
Veröffentlichung 1985
Plattform Acorn Electron, BBC Micro, Commodore 16, Commodore 64, Schneider CPC, ZX Spectrum
Genre Kampfspiel
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Joystick, Tastatur
Medium Diskette
Sprache Englisch
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Spielprinzip

Das Spiel basiert auf dem Arcade-Spiel Karate Champ von 1984. Zwei Spieler treten in einem Karate-Duell gegeneinander an. Falls kein zweiter Mitspieler vorhanden ist, kann auch ein Computergegner gewählt werden. Es gibt 16 verschiedene Schlag- bzw. Trittkombinationen. Den acht Richtungen des Joysticks sind dabei Bewegungen, Sprünge und zwei einfache Schlagtypen zugeordnet, während bei gedrückter Feuertaste Spezialbewegungen ausgeführt werden.[1] Inklusive Eingabekombinationen ergeben sich 19 mögliche Aktionen.[2] Im Gegensatz zu den meisten Kampfspielen dieser Art gibt es keine Lebensbalken; zwei volle Treffer pro Runde genügen. Es gibt vier verschiedene Levels mit unterschiedlichen Hintergründen, draußen und drinnen im Dōjō, und insgesamt 20 zu besiegende Computergegner. Von Abschnitt zu Abschnitt werden die Computergegner stärker.[1]

Entwicklungs- und Veröffentlichungsgeschichte

Die Animationen der Spielfiguren setzen sich aus 700 Sprites zusammen.[3] Der Grafiker war Greg Holland. Die SID-Musik arrangierte Neil Brennan nach dem chinesischen Dance of the Yao People.

Entwickelt wurde The Way of the Exploding Fist auf dem Commodore 64. Portierungen erfolgten auf die Heimcomputer Acorn Electron, BBC Micro, Commodore 16, Schneider CPC, ZX Spectrum. Die Zielsysteme waren teilweise leistungsschwächer als der C64, weshalb bei der Spielqualität einige Abstriche gemacht werden mussten.[3]

Der Erfolg des Spiels generierte zwei von Beam Software entwickelte Nachfolger, die sich auf die umsatzstärksten Systeme C64 und ZX Spectrum konzentrierten: Fist II: The Legend Continues erschien 1986, Exploding Fist+ 1988. Letzteres wurde nicht von Melbourne House, sondern Firebird Software vertrieben.[4]

Rezeption

Weitere Informationen Wertungsspiegel, Publikation ...
Wertungsspiegel
PublikationWertung
Amstrad CPCZX Spectrum
Amstrad Action94 %k. A.
Sinclair Userk. A.5/5
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Für die deutsche Happy Computer stellte Boris Schneider heraus, dass es in Way of the Exploding Fist weder Tote noch Verletzte gäbe; es handele sich um einen sportlichen Wettkampf. Schneider lobte die Grafik, insbesondere die Animationen, sowie den aus „fernöstliche klingenden Hintergrundmelodien, digitalisierten Kampfschreien (sowie) Schlag- und Plumpsgeräuschen“ Sound. Er bezeichnete Way of the Exploding Fist als das „derzeit beste Karate-Spiel“, wies aber darauf hin, dass die Portierungen auf andere Systeme schlechter ausfielen.[3]

Die britische Amstrad Action testete die Schneider-CPC-Version des Spiels und berichtete vom Testvorgang, dass man nach einer gewissen Spielzeit den Gegner nicht nur besiegen, sondern dies „mit Stil“ tun wolle. Das Magazin zeigte sich beeindruckt von der Anzahl möglicher Aktionen. Das Kampfsystem sei leicht zu erlernen, aber schwer zu perfektionieren. Kritisiert wurde das Fehlen einer Option für zwei Joysticks – beim Kampf zweier menschlicher Spieler muss bei der CPC-Version ein Spieler seine Figur über die Tastatur steuern.[2] Sinclair User bewertete die Computergegner in der ZX-Spectrum-Version als extrem schwer zu besiegen. Dem gegenüber stände aber eine sehr große Zahl an möglichen Techniken auf Seiten des Spielers, so dass sich eine bemerkenswerte Anzahl von Kampfstrategien ergäbe. Das Spiel mache süchtig, die Animationen seien perfekt, und das Kampfsystem sei so ausgefeilt, dass man Gegner erwischen könne, während diese gerade versuchten, eine Move-Kombination an den Mann zu bringen. Redakteur Chris Bourne resümierte, Way of the Exploding Fist sei eine der besten und realistischsten Sportsimulationen, die man je gesehen habe.[1]

Einzelnachweise

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